Die erste Sichtung nach drei Jahren 

Sind sie wieder da? Horror-Clowns in Worms gesichtet 

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Erleben die Horror-Clowns ein Comeback? (Symbolbild) 

Worms - Im Jahr 2016 schwappte das Phänomen „Horror-Clown“ aus den USA kurzzeitig nach Europa. Doch seitdem ist es still um die gruseligen Genossen geworden. Erleben sie jetzt ein Comeback? 

  • Horror-Clowns versetzten Menschen erneut in Angst und Schrecken
  • 3 Horror-Clown-Sichtungen in Worms
  • Polizei gibt Tipps, wie man sich bei Horror-Clowns richtig verhält
  • Ist der ‚Trend‘ nun 3 Jahre später wieder zurückgekehrt?

Im Herbst 2016 haben sich Spaßvögel in South Carolina (USA) als Horror-Clowns verkleidet und damit angefangen, Menschen zu erschrecken. Sie haben sich in Tiefgaragen versteckt, sind aber auch auf offener Straße herumgestanden und haben dort, teilweise bewaffnet, Angst und Schrecken verbreitet. Videos der sogenannten Horror-Clowns machten auf YouTube und in anderen sozialen Netzwerken die Runde und lösten so einen regelrechten Hype aus. Kurz vor Halloween 2016 schwappte das Phänomen auch nach Europa über und fand zahlreiche Nachahmer. In kurzer Zeit wurden über ein Dutzend Sichtungen von Horror-Clowns in Großbritannien gemeldet. In Schweden ging der Streich sogar so weit, dass ein Mann mit einem Messer verletzt wurde. 

Horror-Clowns: Seit November 2016 kaum mehr Sichtungen in Deutschland 

In Deutschland wurden die meisten Horror-Clowns in Nordrhein-Westfalen gesichtet. Die Polizei verzeichnete im Oktober und November 2016 insgesamt 415 Fälle von Horror-Clown-Sichtungen, ab Mitte November 2016 jedoch gar keine mehr. In Rheinland-Pfalz wurden in nur einer Woche im Oktober 2016 24 Fälle bei der Polizei gemeldet – die meisten davon waren jedoch Falschmeldungen. Witzbolde nutzten die wachsende Angst der Bevölkerung aus, um noch mehr Schrecken mit echt wirkenden Fake-News zu verbreiten. Auch in Leimen und Hockenheim versetzten Horror-Clowns die Menschen in Angst und Schrecken.

Worms: Sind die Horror-Clowns nach drei Jahren wieder da? 

Doch jetzt, drei Jahre später, scheinen die Horror-Clowns wieder da zu sein. Wie die Polizei Worms am Mittwoch (11. September) mitteilt, seien ihnen in den letzten Tagen gleich drei Sichtungen von Horror-Clowns gemeldet worden. Die Betroffenen, darunter Kinder, beschreiben die grausigen Clowns wie folgt:

  • Etwa 1,70 Meter groß
  • Mit einem Clownskostüm bekleidet 
  • Gesicht dunkel angemalt 
  • Dunkelrote Perücke
  • Rote Clownsnase
In allen drei Fällen habe der Horror-Clown den Personen aus einer bestimmten Entfernung zugewunken und sei dann geflüchtet. Bisher sei niemand verletzt worden. Als die Polizei sich auf die Suche nach den Horror-Clowns in Worms macht, verläuft die Fahndung jedoch ohne Erfolg. Die Polizei Worms nimmt die Vorfälle ernst und tut sie nicht als einfachen Scherz ab. 

Beim Maskieren verlaufe die Grenze zwischen reinem Erschrecken und einem direkten Angriff fließend, so die Polizei. Ein schlechter Scherz könne Konsequenzen im Bereich von Ordnungswidrigkeiten und sogar Strafanzeigen nach sich ziehen. Hinzu kämen die Angstzustände der Opfer, die beispielsweise zu Unfällen führen könnten.

Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Polizei Worms unter ☎ 06241 8520 in Verbindung zu setzen.

Horror-Clowns: Wie verhalte ich mich, wenn ich einem begegne? 

Die Polizei gibt Hinweise, wie Du Dich verhalten solltest, falls Du einen Horror-Clown siehst und wie Du es vermeiden kannst, überhaupt in so eine Situation hineinzugeraten: 

  • Straftaten werden meist dort begangen, wo sich die Täter unentdeckt fühlen und sie keine Strafverfolgung und kein Entdeckungsrisiko fürchten müssen. Nutze gut beleuchtete und belebte Wege. 
  • Bedenke beim Tragen von Kopfhörern, dass Du gegebenenfalls auf auffällige Geräusche nicht oder erst verspätet reagieren kannst. 
  • Genau wie Du im Straßenverkehr durch vorausschauendes Verhalten Gefahren rechtzeitig erkennen und vermeiden kannst, ist es möglich, frühzeitig Situationen aus dem Weg zu gehen, die zu Aggression oder Gewalt führen könnten.
  • Nutze bei verdächtigen aggressiven Personen sofort den Notruf der Polizei. 
  • Solltest Du auf aggressive, verkleidete Täter treffen, dann hole die Täter aus der Anonymität heraus und machen deren Fehlverhalten durch Hilferufe öffentlich.
  • Beziehe andere Menschen (zum Beispiel andere Fahrgäste in der Straßenbahn oder Bus, Fußgänger) mit ein. Andere Menschen müssen mobilisiert werden! Spreche Personen direkt an und sage konkret, von wem Du welche Hilfe erwartest. Ein Beispiel: „Sie mit der roten Jacke, rufen Sie die Polizei!" Viele Menschen sind bereit zu helfen.

Horror-Clowns: Warum haben so viele Menschen Angst vor Clowns?

Sowohl Kinder, als auch zahlreiche Erwachsene leiden unter der sogenannten ,Coulrophobie’, also der Angst vor Clowns. Kinder fürchten sich, weil sie das Aussehen und Auftreten nicht kennen und es ihnen einfach fremd und unbekannt ist. Bei Erwachsenen entsteht die Abneigung durch das geschminkte Gesicht, dem Kostüm und dem Verhalten. Man kann nicht herausfinden, ob die Freundlichkeit nur vorgespielt ist und was der Clown eigentlich denkt und will und das führt zu Unbehagen und Angst.

pol/kp

Quelle: Mannheim24

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