Über's Dachfenster abgehauen

Nach Ausbruch aus Psychiatrie: Polizei rettet die Lage

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Der Polizei gelingt es, den Flüchtigen zu schnappen. (Symbolbild)

Wiesloch - Aufregung im PZN (Psychatrischen Zentrum Nordbaden)! In der Nacht zum Montag (28. Mai) bricht ein Patient (39) aus der forensischen Klinik aus. Wie die Polizei die Lage rettet:

Das letzte Mal als ein Pfleger nach dem 39-Jährigen schaut, liegt der noch friedlich im Bett. Es ist circa 2 Uhr in der Nacht zum Montag (28. Mai). Um 5:40 Uhr – bei dem nächsten Kontrollgang – folgt dann der Schock: Der Patient ist weg!

Jetzt kommt endlich die Entwarnung. Denn der Polizei gelingt es, den Flüchtigen zu schnappen. Nach Angaben der Beamten wird er in der Nacht zum Dienstag (29. Mai) im rund 25 Kilometer entfernten Ladenburg festgenommen. 

Sein Fehler: Er nimmt Kontakt zu einer Bekannten auf. Diese wiederum hilft den Polizisten, auf die Spur des 39-Jährigen zu kommen. 

Zum Hintergrund

Ein Raubdelikt führt zu dem Unterbringungsbeschluss, der den 39-Jährigen in die geschlossenen Reha-Station der forensischen Klinik bringt. Dort hat er zwischenzeitlich Lockerungen erhalten.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand habe der 39-Jährige ein Dachgeschossfenster aufgebrochen und sei über das Dach der Wohngruppe ins Freie gelangt. Wie das PZN in einer Pressemitteilung schreibt, verfüge das Fenster, wie sämtliche Fenster der Station, über einen besonders gesicherten Verschlussmechanismus.

Im vergangenen Jahr kommt es immer wieder zu Ausbrüchen von Patienten aus dem PZN. Im April 2017 flüchtet ein 32-Jährige vom Gelände und wird kurze Zeit später gefasst. Nur rund drei Wochen später verschwindet ein 30-Jähriger aus der Psychiatrie. Er wird fünf Tage nach seiner Flucht geschnappt. Im Juli bricht ein als gefährlich eingestufter Patient aus. Er wird nach 24 Stunden in Schwetzingen festgenommen

dpa/gs

Quelle: Mannheim24

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