Ehrung für mutiges Eingreifen

Mehmet (28) bewies Zivilcourage – und wurde selbst zum Opfer!

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Weinheim - Er wollte helfen und wurde dabei selbst zum Opfer: Am Dienstagnachmittag um 15 Uhr wird der 28-jährige Mehmet Efetürk für seine Zivilcourage geehrt.

Am 11. März wurde eine junge Frau in der Straßenbahn Linie 5 im Bereich Weinheim von mehreren männlichen Personen belästigt und beleidigt. Der Zeuge Mehmet Efetürk hatte den Vorgang beobachtet, kam der Betroffenen zur Hilfe und versuchte schlichtend einzugreifen.

Daraufhin verpasste ihm einer der Täter unvermittelt einen Faustschlag ins Gesicht. Dann gingen mindestens neun weitere Personen gemeinschaftlich auf den eingreifenden Zeugen los und versetzten ihm Schläge und Tritte. 

Diese Gewalteskalation gipfelte in Sprüngen von der Sitzbank auf den am Boden liegenden Helfer Mehmet Efetürk. Nur durch die Rufe einer Zeugin, dass die Polizei verständigt wurde, ließen die Täter von ihm ab und flüchteten an der nächsten Haltestelle aus der Bahn.

Bei seinem Einschreiten erlitt Mehmet Efetürk schwere Verletzungen. Im Rahmen der Ermittlungen konnten zehn Tatverdächtige ausfindig gemacht werden, gegen die nun ein Strafverfahren eingeleitet wurde.

Die Ehrung

Die Große Kreisstadt Weinheim, das Mannheimer Polizeipräsidium sowie der Verein Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V. bedanken sich bei dem couragierten Helfer mit einer Urkunde und einem Geschenk.

Die Auszeichnung erhalten Menschen, die im Rhein-Neckar-Kreis, Heidelberg oder Mannheim entsprechend handeln. Durch die Veröffentlichung der guten Taten möchten die drei Präventionsvereine auch darauf hinwirken, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in der Metropolregion positiv zu beeinflussen.

Die Aktion „TU WAS“

Die Aktion hat sich zum Ziel gemacht, innerhalb der Bevölkerung den Gedanken der Solidarität und des Helfens zu fördern. Oft wissen die Bürger allerdings nicht, wie sie wirkungsvoll eingreifen können, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Deshalb hat die Polizei sechs Regeln für mehr Sicherheit zusammengestellt:

  • Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.
  • Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf.
  • Ich beobachte genau und präge mir Täter-Merkmale ein.
  • Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110.
  • Ich kümmere mich um Opfer.
  • Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.

Die Polizei fordert kein Heldentum! Lediglich kleine Hilfeleistungen, die aber große Wirkung haben.

pol/hew

Quelle: Mannheim24

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