Minister Hauk und Strobl vor Ort

Polizei kontrolliert Tiertransporte bei Walldorf 

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Bei Schwerpunktkontrollen nehmen Polizei und Veterinärmediziner am Donnerstag Tiertransporte unter die Lupe.

Walldorf/Rhein-Neckar-Kreis - Bei Schwerpunktkontrollen nehmen Polizei und Veterinärmediziner am Donnerstag Tiertransporte unter die Lupe. Vor Ort sind auch die Minister Hauk und Strobl: 

Im Kampf gegen Verstöße bei Tiertransporten kontrollieren die Behörden am Donnerstag (3. Mai) bei Walldorf. „Schon seit Jahren stehen die langen Transporte von Nutztieren durch Europa und vor allem der lange Transport von Schlachttieren in Drittländer im Visier der Öffentlichkeit“, teilt die Polizei in Mannheim mit. 

+++ UPDATE (15:03 Uhr):

Insgesamt kontrollieren die Einsatzkräfte 20 Fahrzeuge, darunter acht Tiertransporte, die auf den Autobahnen rund um Walldorf unterwegs sind. Ein Fahrer besitzt keine Fahrererlaubnis, gegen ihn wird nun eine Strafanzeige erstattet. Fünf Fahrer halten sich nicht an die vorgegebenen Ruhezeiten.

In einem Fall stellen die Polizisten in einem Fleischtransport Hygienemängel fest und bei einem Schweinetransporter ist der Schacht für Gülleabfluss nicht wie gefordert geöffnet.

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Vor Ort machen sich am Innenminister Thomas Strobl und Agrarminister Peter Hauk (beide CDU) ein Bild von den Kontrollen. Baden-Württemberg habe sich in der Vergangenheit immer wieder für den Tierschutz bei solchen Transporten stark gemacht, betonen beide. „Wir werden beim Thema Tierschutz nicht darin nachlassen, auf die Einhaltung von Recht und Gesetz zu drängen", sagt Strobl.

Minister Hauk und Strobl besuchen Tiertransport-Kontrollen bei Walldorf

Tiertransporte werden ohnehin geprüft – doch die Aktion von Polizei und Veterinärmedizinern ist Teil der regelmäßig im Mai und im November stattfindenden Schwerpunktkontrollen im Land. 

Situation bessert sich 

Unter anderem wird ein Transport aus Schwäbisch Hall gestoppt. Der Fahrer ist mit Ferkeln zur Tiermast nach Koblenz unterwegs. Die Kontrollen ergeben, dass sowohl der Zustand der Tiere als auch die Umstände des Transports zufriedenstellend sind. 

„Bei den Kontrollen geht es etwa darum, wie lange die Fahrt dauert. Von Interesse ist auch die Belüftung bei Hitze und die Frage, ob Tiere ausreichend mit Trinkwasser versorgt werden“, erklärt Ulrich Eberhardt vom Rhein-Neckar-Kreis. Wie der seit 25 Jahren als Amtsarzt tätige Veterinär sagt, hat sich die Situation in den vergangenen Jahren verbessert. Das sei mithin darauf zurückzuführen, dass Fahrer in der Europäischen Union seit 2008 einen Befähigungsnachweis zum Transport über größere Strecken benötigen und eine entsprechende Fortbildung absolvieren müssten.

Transportverbot von lebenden Schlachttieren?

Die Agrarminister der Bundesländer hatten erst in der vergangenen Woche einen Vorstoß aus dem Südwesten für ein Verbot von Transporten lebender Schlachttiere in Länder außerhalb der EU unterstützt. Dabei geht es nach früheren Angaben vor allem um Ägypten und die Türkei als Zielländer. Bislang sind nur Transporte innerhalb der EU geregelt. 

Beim Treffen der Agrarminister in Münster hatte Hauk den Vorstoß damit begründet, dass man bislang keinen Einfluss darauf habe, wie Tiere in Ländern außerhalb der EU geschlachtet würden. Der Bund solle sich auf europäischer und internationaler Ebene dafür stark machen, dass künftig keine solchen Tiere aus der EU in Drittländer gehen.

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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