Motiv weiterhin unklar

Fastnachts-Horror in Volkmarsen: Mann (29) rast in Umzug – Versuchter Mord an 60 Menschen?

Hessen - In Volkmarsen ist ein Auto in die Menschenmenge gerast. Dabei sind mehrere Personen verletzt worden. Doch was war das Motiv? Jetzt beleuchten die Ermittler das Umfeld und Leben des Täters: 

  • In Volkmarsen in Nordhessen rast ein Auto in den Rosenmontagsumzug.
  • Die Hintergründe zur Tat sind noch unklar. 
  • Der Täter (29) sitzt wegen versuchten Mordes in Haft
  • 60 Personen werden verletzt – davon 20 Kinder.

Update vom 27. Februar, 8:30 Uhr: Nachdem an Rosenmontag ein 29-jähriger Mann in den Karnevalsumzug in Volkmarsen gerast und mehr als 60 Personen verletzt hat, gehen die Ermittlungen weiter. Das Motiv der schrecklichen Tat ist nach wie vor noch unklar. Die Ermittler untersuchen daher das Umfeld und Vorleben des Täters. „Wir fokussieren uns auf Motiv und Auslöser der Tat“, sagt ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. „Es ist ein Stück weit ein Puzzle." Man werte auch Datenträger aus. „Wenn harte Fakten auf dem Tisch liegen, werden wir uns äußern", heißt es weiter. Die Polizei ermittelt weiterhin in alle Richtungen und schließt bislang einen politischen Hintergrund nicht aus

Dem 29-Jährigen wird vorgeworfen, „dass er sein Fahrzeug bewusst in die Menschenmenge steuerte, um Menschen zu töten und schwer zu verletzen", sagt der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Man gehe „von versuchtem Mord, gefährlicher Körperverletzung und einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr aus".

Ein Richter hat gegen den Tatverdächtigen am Dienstagabend Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Der Mann ist zunächst nicht vernehmungsfähig gewesen. Zu seinem Gesundheitszustand machen die Ermittler weiterhin keine Angaben.

Horror an Fastnacht: Auto rast in Menschenmenge – Anzahl der Verletzten hat sich verdoppelt!

Update um 16:20 Uhr: Einen Tag, nachdem ein Auto in Volkmarsen in einen Karnevalsumzug gerast ist, hat sich die Anzahl der Verletzten auf 60 verdoppelt – darunter 20 Kinder! Nach Angaben von Hessens Innenminister Peter Beuth gebe es keine Verbindung zwischen dem Vorfall in Volkmarsen und dem Terroranschlag in Hanau. Wie die „Bild“ berichtet, sei der 29-jährige Fahrer des Tatwagens nicht betrunken gewesen – ein Drogentest stehe aber noch aus. Zudem hätten die Ermittler im Mercedes ein Tablet, ein Handy und eine Dashcam gefunden. Unklar ist weiterhin das Motiv des Verdächtigen. Der liege mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus und sei nicht vernehmungsfähig. 

Volkmarsen: Fake-News werden auf Twitter geteilt

Update vom 25. Februar, 6:22 Uhr: Die Polizei wollen mehr über das Motiv des Täters herausfinden, der am Dienstag in Volkmarsen in den Fastnachtsumzug gefahren und 30 Menschen zum Teil schwer verletzt hat. Der Fahrer wird ebenfalls bei seiner Tat verletzt, über seinen Zustand und zur Frage, ob er vernehmungsfähig ist, will die Polizei jedoch keine Angaben machen. Eine politisch motivierte Tat schließen die Ermittler bislang aus, einen Anschlag kann das Innenministerium aber aktuell weder dementieren noch zustimmen. 

Die Polizei warnt gleichzeitig die Bevölkerung vor dem Verbreiten angeblicher Fotos des Täters. „Bei der abgebildeten Person handelt es sich definitiv nicht um den Täter", schreibt die Polizei Nordhessen am späten Montagabend bei Twitter über ein Foto, das den Angaben zufolge kursierte. „Teilen Sie keine Falschnachrichten!", heißt es.

Volkmarsen: Zweiter Mann festgenommen – war er ein Mittäter?

Nach dpa-Informationen wird noch ein zweiter Mann in Volkmarsen festgenommen. Dieser soll hinter dem Auto gefilmt haben. Jetzt muss geklärt werden, ob der Festgenommene ein Schaulustiger oder ob er eingeweiht war.

Update um 21 Uhr: Nach Angaben des Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill sind von den 30 Personen sieben schwer verletzt. Wie der hessische Innenminister Peter Beuth ergänzt, seien rund ein Drittel der Opfer Kinder! Der 29-jährige Tatverdächtige sei den Behörden nicht als Extremist bekannt – ist aber in der Vergangenheit durch Beleidigung, Hausfriedensbruch und Nötigung aufgefallen. 

Volkmarsen: Hat der Fahrer seine Tat angekündigt?

Ich habe ihn heute wegfahren sehen, er sah aus, als stünde er unter Drogen und sagte, ‚bald stehe ich in der Zeitung‘“, sagt eine Nachbarin des Mannes aus Volkmarsen gegenüber RTL. Die Polizei könne zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nichts dazu sagen, ob der Fahrer unter Drogen oder Alkohol gestanden hat. In Frankfurt sei zudem noch eine weitere Person auf einer Veranstaltung festgenommen worden. Ob es sich bei ihm um einen Zeugen oder einen Tatverdächtigen handele, müsse aber noch ermittelt werden. 

Hessen: 30 Menschen bei Rosenmontagsumzug verletzt

Update um 19 Uhr: Bei dem festgenommenen Fahrer handelt es sich um einen 29-jährige Deutschen, der selbst in Volkmarsen wohnt. Das teilt die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Abend mit. Nach bisherigem Stand sind etwa 30 Menschen bei dem Vorfall beim Rosenmontagszug zum Teil schwer verletzt worden – darunter auch Kinder. 

Der 29-Jährige sei ebenfalls verletzt worden. Sobald sein „Geisteszustand es zulasse“, werde er dem Haftrichter vorgeführt. Ermittelt wird derzeit wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Zu den Hintergründen der Tat gibt es noch keine Erkenntnisse. „Wir gehen nicht von einem Anschlag aus. Wir gehen von einem vorsätzlichen Tatgeschehen aus“, erklärt Henning Hinn vom Polizeirevier Südwest im Polizeipräsidium Nordhessen. Es werde aber in alle Richtungen ermittelt. 

Auch am Abend wird der Tatort noch von einem Sichtschutz verdeckt und Einsatzkräfte sind vor Ort. Landrat Reinhard Kubat ist selbst beim Umzug in Volkmarsen gewesen – aber nicht direkt an der Stelle. Als er den Tatort erreicht, bietet sich ihm ein Bild des Grauens. „Da lagen überall Kinder auf der Straße“. Volkmarsens Bürgermeister Hartmut Linnekugel beteuert, dass alle tief betroffen und geschockt seien. Im Rathaus ist deshalb ein Notlagezentrum Seelsorge und Polizeikräften eingerichtet worden.

Hessen: Mann ist wohl mit Absicht in Menschenmenge gerast 

Update um 17:45 Uhr: Ein Sprecher der Polizei erklärt gegenüber dem Hessischen Rundfunk, dass der Fahrer wohl absichtlich in die Menschenmenge gefahren sei! Das Innenministerium erklärt zudem, dass ein Anschlag gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden könne. Der Mann sei „mit hoher Geschwindigkeit“ in die Menge gefahren. Laut einem Augenzeugen habe der Mercedes erst nach etwa 30 Metern angehalten. Wie der Hessische Rundfunk weiter berichtet, habe die Tat wohl keinen politischen oder extremistischen Hintergrund. 

Im nordhessischen Volkmarsen bei Kassel ereignet sich am Montagnachmittag (24. Februar) eine Tragödie. Beim Rosenmontagsumzug der Kleinstadt ist gegen 14:30 Uhr ein Mercedes in die Menschenmenge gefahren. Der Vorfall ereignet sich zwischen Steinweg und dem Rewe-Markt, wo die Menschen dicht aneinander gedrängt stehen. Mehrere Personen sind dabei verletzt worden – Tote gibt es glücklicherweise keine. Nach Informationen der „Bild“ gebe es bis zu 30 Verletzte bei dem Rosenmontagsumzug in Volkmarsen – darunter auch Kinder! Polizei und Rettungsdienst sind mit einem Großaufgebot vor Ort.

Hessen: Mann rast in Menschengruppe – Hintergründe unklar

Der Fahrer des Mercedes ist direkt nach dem Vorfall festgenommen worden. Die Polizei aus Hessen mache keine Angaben zu der Identität des Mannes oder der Opfer. Man werde den Fahrer nun befragen, da die Hintergründe der Tat beim Rosenmontagsumzug in Volkmarsen noch völlig unklar seien. 

In Volkmarsen ist ein Auto in die Menschenmenge gerast.

Ob es sich um einen medizinischen Notfall handelt oder ein technisches Versagen ist oder ob schlimmstenfalls Absicht dahinter steckt, dazu können wir leider gar nichts sagen“, erklärt ein Polizeisprecher aus Kassel. Zeugen berichten, dass der Mercedes-Fahrer die Absperrung umgangen und dann Vollgas in Richtung Menschenmenge gegeben hätte! Dabei habe er den Eindruck gemacht, als wolle er die Kinder treffen. Dazu mache die Polizei in Hessen aber noch keine Angaben. 

Auto rast in Menschenmenge: Mehrere Fastnachtsumzüge in Hessen abgesagt

Nach dem furchtbaren Vorfall in Volkmarsen mit zahlreichen Verletzten reagiert die Polizei sofort und sagt alle laufenden Karnevalsumzüge in Hessen ab. Wie viele davon betroffen sind, ist unklar. Das Polizeipräsidium bezeichnet die Absagen als Vorsichtsmaßnahme. Noch sei unklar, ob die morgigen Veranstaltungen im Straßenkarneval abgehalten werden.

Auch die Polizei in Mainz reagieren auf den Vorfall in Nordhessen. Die Beamten seien direkt über den Vorfall auf dem Rosenmontagsumzug informiert und sensibilisiert worden. Zudem soll die Videoüberwachung angepasst werden. Die Drohnen, die für die Überwachung aller gefährlichen Situationen eingesetzt werden, sollen nun explizit die Zufahrtsstraßen und Ränder des Veranstaltungsraumes im Auge behalten. Im Sicherheitskonzept des Veranstalters gebe es aber umfangreiche Maßnahmen, um auf einen solchen Vorfall zu reagieren. In Baden-Württemberg finden weitere Fastnachtsumzüge statt – so unter anderem in Heidelberg

Hessen: Auto rast in Menschenmenge – Hinweisportal eingerichtet

Die Polizei in Nordhessen will nach dem schrecklichen Zwischenfall beim Rosenmontagsumzug in Volkmarsen ein Hinweisportal einrichten. Zudem werden Zeugen gebeten, keine Bilder und Videos des Unfalls zu teilen und sich mit Spekulationen über den Hintergrund zurückzuhalten.

Erst am Freitag (21. Februar) hat sich in Hessen ein grausamer Terroranschlag ereignet. In Hanau tötet ein offenbar rassistischer und psychisch verwirrter Mann 10 Menschen und im Anschluss sich selbst. Heute sind zwei der Opfer beerdigt worden. In Hanau am Markplatz beten zudem tausende Menschen

dh/jol/dpa

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

Mehr zum Thema

Kommentare