Kundgebung vor Hauptbahnhof

Streik in Mannheim: DRK-Mitarbeiter fordern Wertschätzung

Über 900 Mitarbeiter des DRK versammeln sich am Dienstag (15. März) um in Mannheim zu demonstrieren.
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Über 900 Mitarbeiter des DRK versammeln sich am Dienstag (15. Mai) um in Mannheim zu demonstrieren.
Über 900 Mitarbeiter des DRK versammeln sich am Dienstag (15. März) um in Mannheim zu demonstrieren.
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Über 900 Mitarbeiter des DRK versammeln sich am Dienstag (15. Mai) um in Mannheim zu demonstrieren.
Über 900 Mitarbeiter des DRK versammeln sich am Dienstag (15. März) um in Mannheim zu demonstrieren.
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Über 900 Mitarbeiter des DRK versammeln sich am Dienstag (15. März) um in Mannheim zu demonstrieren.
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Über 900 Mitarbeiter des DRK versammeln sich am Dienstag (15. März) um in Mannheim zu demonstrieren.
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Über 900 Mitarbeiter des DRK versammeln sich am Dienstag (15. Mai) um in Mannheim zu demonstrieren.

Mannheim-Innenstadt - Die Lage ist ernst. Dafür spricht allein schon die Anzahl von DRK-Streikenden. 900 sind es insgesamt – ein fast schon historisches Ergebnis.

Der schrille Ton der Trillerpfeifen dröhnt in den Ohren. Parolen werden wiederholt bis sie sich ins Gedächtnis einbrennen. Fahnen wehen durch die Luft und umsäumen Banner und Menschenmasse gleichermaßen. Irgendwo läuft eine Musikbox mit Bob Marley.

Über 900 (!) Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) stehen am Dienstag (15. Mai) vor dem Mannheimer Gewerkschaftshaus (Hans-Böckler-Str. 1). Es ist halb 12.

Für die Pfleger und Rettungskräfte ist es jedoch schon fünf vor: Sie fordern mehr Geld (7,5 Prozent), geringere Arbeitszeiten und bessere Bedingungen – und das zeigen sie auf dem ganzen Weg zum Hauptbahnhof. 

Protestzug durch Innenstadt

Sie fordern es lautstark, sodass es die Passanten, die den Weg zum Willy-Brandt-Platz säumen, und die Autofahrer, die an den Kreuzungen stehen und den Zug gezwungenermaßen passieren lassen müssen, es hören.

Auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof findet dann die Kundgebung statt, bei der verschiedene Redner auf die Situation eingehen und über den Stand der Verhandlungen berichten.

Ihr seid dringend notwendig – also macht mal Lärm“, heizt Jürgen Lippl, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer von ver.di die Menge an und ermahnt, dass wenn alles so weiter laufe, „den Rettern bald der Nachwuchs“ ausgehe.

„Käse von gestern“

Überhaupt müsse sich einiges ändern, pflichtet ihm Wolfgang Prinz von der Verhandlungs-Kommission bei: „Ständige Arbeitsbereitschaft, die langen Schichten, das hohe Rentenalter – das alles ist Käse von gestern.“ Denn wer sei schon mit 67 noch in der Lage, Menschen aus ihrem Bett zu heben oder Leute auf offener Straße zu retten?

Frank Hutmacher, ver.di-Verhandlungsführer, berichtet wenig Gutes von den bisherigen Gesprächen. Auf der Bühne zitiert er die Gegenseite, die versprochen habe, ein wertschätzendes Angebot für die Mitarbeiter zu machen. „Wir haben lange gesucht, doch nichts derartiges in den bisherigen Vorschlägen gefunden“, sagt Hutmacher. 

Umso wichtiger sei die Rückendeckung der Streikenden. Über 900 sind es, die an der Demonstration teilnehmen. Unter ihnen findet sich auch Unterstützung aus Hessen, dem Saarland und der Rheinland-Pfalz. Außerdem sei es eine Rekordzahl: „Wir werden stärker – und das ist auch gut so“, meint Hutmacher abschließend.

Forderung der Gewerkschaft

Ver.di fordert von der Arbeitgeberseite 7,5 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 200 Euro, sowie 150 Euro für Auszubildende. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.

DieBundestarifgemeinschaft (BTG) hatte Mitte April eine Einmalzahlung sowie eine Laufzeit von 27 Monaten vorgeschlagen, bei der die Gehälter dieses Jahr um 2,4 und dann nächstes Jahr noch mal um 2,2 Prozent steigen sollen.

Das Angebot wurde von der ver.di-Tarifkommission aber „als nicht verhandlungsfähig“ zurückgewiesen.

Die nächsten Verhandlungen finden am 16.und 17. Mai in Berlin statt. Bis dahin werden wir den Druck erhöhen“, so der ver.di Verhandlungsführer Frank Hutmacher.

gs

Quelle: Mannheim24

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