Rosige Aussichten für die Ehe

Baden-Württemberger lassen sich seltener scheiden

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Baden-Württemberg - Während in ganz Baden-Württemberg die Scheidungsrate deutlich zurückgeht, stehen die Mannheimer Eheleute mit dem Bündnis fürs Leben auf dem Kriegsfuß. Die Zahlen:

Friede, Freude, Eierkuchen in Baden-Württemberg – zumindest scheint das in Bezug auf die Scheidungsraten zu stimmen. 

Verheiratete Paare in Baden-Württemberg haben nämlich im vergangenen Jahr seltener den Gang zum Scheidungsrichter angetreten als im Jahr 2012.

Insgesamt hätten sich 41.866 Menschen im Südwesten scheiden lassen. Das seien immerhin sechs Prozent weniger als im Vorjahr, teilte das Statistische Landesamt in Stuttgart mit. 

Der bisherige Höchststand seit Bestehen des Landes sei im Jahr 2004 mit 50.258 Geschiedenen registriert worden. 

Ganz so rosig sieht es für die Ehen wohl trotzdem nicht aus. Trotz der rückläufigen Zahlen im vergangenen Jahr habe sich die Zahl der Scheidungen seit 1980 um mehr als 60 Prozent erhöht.

Am häufigsten in Baden-Württemberg halten laut Statistik die Verheirateten im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Rottweil an ihrem Ehegelübde fest: Im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2013 kamen dort jeweils 76 Scheidungen auf 10.000 Ehen. Ähnlich niedrig lag die sogenannte spezifische Scheidungsziffer im Main-Tauber-Kreis und im Landkreis Biberach (jeweils 78 Scheidungen auf 10.000 Ehen). 

In Mannheim scheinen die Ehen  dagegen nicht so harmonisch zu verlaufen. Die Scheidungsrate war in der Quadratestadt nämlich am höchsten! Ganze 117 Scheidungen wurden hier vorgenommen. Das „Ajo“ zur Ehe sollten sich einige Mannheimer wohl noch mal durch den Kopf gehen lassen.

Ähnliche Ergebnisse erzielten lediglich die Stadtkreise Pforzheim (113) und der Landkreis Konstanz (105).

dpa/mk

Quelle: Mannheim24

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