Emil S. (41) vergewaltigte und ermordete die hübsche Studentin

Lebenslang! Richter verurteilt Mörder von Gabriele Z. (20)

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Studentin Gabriele Z. (20) wurde in Mannheim ermordet. 

Mannheim - Der spektakuläre Mord an der litauischen Studentin Gabriele Z. (20). Jetzt sprach das Landgericht das Urteil: Lebenslang Knast für den 41-jährigen Emil S.

Der tragische Mord an Gabriele Z. (20) im Oktober 2013. Die Austausch-Studentin aus Litauen wollte nur vier Monate zum Studieren in Mannheim bleiben - doch dann traf sie auf ihren Sex-Mörder...

Jetzt das mit Spannung erwartete Urteil gegen Emil S. (41) am Mannheimer Landgericht: Lebenslange Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung!

Mörder Emil S. (41).

Eine Chronik des Verbrechens

3. Oktober 2013: Gabriele schaut im Uni-Kino den Film "Oh Boy", macht sich gegen 21.30 Uhr auf den Heimweg in ein Studentenwohnheim im Jungbusch. Ihr Mörder packt sie von hinten, erwürgt sie mit einem Schal und vergeht sich an der jungen Frau. Schließlich raubt er der Toten ihr Handy.

4. Oktober: Ein Passant findet die Leiche in einem Gebüsch unter der Kurt-Schumacher-Brücke, verständigt die Polizei. Die Spurensuche beginnt. Der Mörder hat sein Opfer willkürlich ausgewählt.

8. Oktober: Die Staatsanwaltschaft setzt 10.000 Euro Kopfgeld auf die Ergreifung des Täters aus! Die Soko "Cäsar" um Kriminaloberrat Ralf Würtenberger mit 52 Polizisten sucht fieberhaft nach dem brutalen Täter.

10. Oktober: Gabrieles extra aus Litauen angereiste Familie, tausende Freunde, Kommilitonen und Bürger nehmen in einer bewegenden Trauerfeier Abschied von Gabriele Z., machen einen Trauermarsch von der Uni-Aula zum Tatort.

19. Oktober: Nach Analyse von 500 Speichelproben wird Emil S. verhaftet in Grünstadt. Der Bulgare (selbst Familienvater) gilt als extrem gewaltbereit, saß in seiner Heimat bereits 16 Jahre wegen verschiedener Gewaltdelikte im Gefängnis. Außer dem Mord an Gabriele Z. wirft die Staatsanwaltschaft Emil S. versuchten Mord an einer 48-jährigen Frau in Speyer sowie einen Raubüberfall auf zwei Mädchen (13 und 17) in Grünstadt vor - seine DNA überführt ihn. Oberstaatsanwaltschaft Oskar Gattner: „Die Absicht, sich in den Besitz fremder Wertgegenstände zu bringen, zieht sich wie ein roter Faden durch die Taten.”

Der Prozess um Gabriele Z. am Landgericht Mannheim

22. April 2014: Prozess-Auftakt am Mannheimer Landgericht. Die Anklage lautet auf Mord, versuchten Mord und Raub. Die Verteidiger dagegen plädieren auf Raub mit Todesfolge.

22. Mai:Maximilian Endler, der Verteidiger von Emil S. verließt im Auftrag seines Mandanten das überraschende Mord-Geständnis - nach Wochen des Schweigens! Die Worte richten sich direkt an die Mutter des Opfers: „Ihre Tochter kam durch meine Hand zu Tode. Was ich getan habe, bedauere ich aus tiefstem Herzen und ich erwarte eine angemessene Strafe. Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Dafür würde ich mein eigenes Leben geben. Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden und das Leid zu erfassen, aber ich bin dafür verantwortlich und es tut mir sehr leid.“

28. Mai: Oberstaatsanwaltschaft Gattner fordert in seinem Plädoyer lebenslange Haft mit Sicherungsverwahrung. So soll die Allgemeinheit vor Tätern schützen, von denen auch nach ihrer Haftzeit Gefahr ausgeht.

27. Juni:Landgericht, Saal 1 quillt über vor Besuchern. Überall um das Gerichtsgebäude bewaffnete Polizisten. Kurz nach 13 Uhr verkündet Richter Dr. Ulrich Meinerzhagen nach 145-minütiger Urteilsbegründung sein knallhartes Strafmaß: Lebenslange Haft mit besonderer Schwere der Schuld und somit anschließender Sicherungsverwahrung.

Täter Emil S. nahm das härteste in Deutschland denkbare Urteil ohne Reaktion hin. Sein Verteidiger legte sofort Revision ein.

pek

Quelle: Mannheim24

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