Schockierende Bilder

Tierquälerei und Vernachlässigung - die neueste Bilanz der Tierrettung macht einfach nur traurig!

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Leider keine Seltenheit: Vernachlässigte Tiere, die die Retter aus schockierenden Zuständen befreien müssen.

In seinem Alltag wird das Team der Berufstierrettung Rhein-Neckar nicht selten mit grausamer Tierquälerei und Vernachlässigung konfrontiert. Die traurige Bilanz der Retter ist schockierend:

Ein Facebook-Beitrag, den die Berufstierrettung Rhein-Neckar veröffentlicht hat, macht einfach nur traurig: Allein in 2019 - also in nur vier Monaten - mussten die Tierretter rund 180 Tiere aus schrecklichen Zuständen befreien. „Bei solchen Einsätzen stoßen wir als Tierretter oftmals an unsere psychischen als auch physischen Grenzen“, heißt es in dem Facebook-Post. Kein Mensch könne nachvollziehen, was für eine schreckliche Zeit die Tiere durchgemacht haben, bevor sie befreit werden. „Wut, Hass, Entsetzen, Leid und Hilflosigkeit müssten hierfür die richtigen Worte sein.“

Glücklicherweise gibt es Menschen wie die Mitarbeiter der Tierrettungen, die vernachlässigte Tiere aus ihren elenden Zuständen retten, wie zum Beispiel bei der Befreiungsaktion von rund 100 verwahrlosten Gänsen, Enten und Tauben in Heidelberg. Doch oft kommt für die gequälten Lebewesen auch die Hilfe der Retter zu spät. Diese Erfahrung musste die Tierrettung Unterland machen, als sie einen völlig verwahrlosten und todkranken Hund am Straßenrand fand, der wenige Stunden später eingeschläfert werden musste.

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Tierrettung Rhein-Neckar mit wichtiger Botschaft auf Facebook

Leider keine Seltenheit: Vernachlässigte Tiere, die die Retter aus schockierenden Zuständen befreien müssen.

„Tiere sind in unserer Gesellschaft eines der schwächsten Glieder. Sie können nicht reden oder sich bei Gewalt durch den Menschen wehren. Umso mehr sind wir als Menschen in der Pflicht, diese Geschöpfe zu schützen“, so der wichtige Appell der Berufstierretung Rhein-Neckar auf Facebook.

Die Retter freuen sich über jedes Tier, das sie aus grausamer Haltung befreien können und „das einem dankbar in die Augen schaut und weiß, dass ihm so ein Leid in Zukunft erspart bleibt.“ Dank den Tierrettern im Rhein-Neckar-Kreis konnten 2018 in Zusammenarbeit mit Polizei und Veterinäramt rund 900 Tiere in ein besseres Leben gebracht werden.

Animal Hoarding: Die krankhafte Sucht, Tiere zu „sammeln“

Oft werden die Tierretter in der Region auch mit Fällen von ‚Animal Hoarding‘ konfrontiert. Personen, die als ‚Animal Hoarder‘ bezeichnet werden, halten oft eine Vielzahl von Tieren auf engstem Raum und sind nicht mehr in der Lage,auf ihre eigene Gesundheit oder die der Tiere zu achten. Die Tiere aus solchen Haushalten fehlt oft ausreichend Nahrung und auch tierärztliche Versorgung. In Bornheim hielt eine 52-jährige Tierärztin zum Beispiel 44 Hunde, 18 Katzen und zwei Kängurus in viel zu kleinen Gehegen. Sie wurde wegen nicht artgerechter Haltung zu 2,5 Jahren Haft verurteilt. Und auch in Lambrecht wurde die Tierliebe zu extrem: Eine Frau besaß über 60 Tiere, die ihr weggenommen werden sollten. Als das Veterinäramt bei ihr eintraf, eskalierte die Situation.

kab

Quelle: Mannheim24

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