Ekliger Fall in Stuttgart

Vor den Augen der Gäste: Mann soll sich Kinderpornos angeschaut haben! 

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Vor einem Lokal in Stuttgart schaut sich der Mann Kinderpornos an! 

Stuttgart - Als eine Mitarbeiterin eines Ladens aus dem Fenster schaut, traut sie ihren Augen kaum. Dort sitzt ein Mann vor seinem PC, auf dem wohl Kinderpornos laufen!

  • Ein Mann soll in Stuttgart Kinderpornos angeschaut haben
  • Eine Zeugin ruft die Polizei, die den Mann vor einem Lokal in Stuttgart festnimmt
  • Die Ermittler finden zahlreiche Datenträger in seiner Wohnung

Ein widerlicher und schockierender Fall hat sich am Samstagnachmittag (17. August) in Stuttgart-Mitte zugetragen. Dort hat die Polizei einen Mann festgenommen, der sich vor einer Gaststätte in der Gloria-Passage aufhält. Der 51-Jährige sitzt dort gegen 16 Uhr im Außenbereich des Ladens in Stuttgart und hat einen Tablet-PC vor sich stehen, auf dem er sich etwas anschaut. Als ein 45-jähriger Gast aus dem Innenbereich hinaus aus dem Fenster schaut, muss er beobachten, was der Mann Widerliches tut. So wie es aussieht, schaut er sich gerade einen Kinderporno auf seinem PC an!

Stuttgart: Mann schaut Kinderporno – vor einem Lokal!

Der Gast meldet es sofort einer 21-jährigen Mitarbeiterin – die alarmiert die Polizei aus Stuttgart. Als die Beamten eintreffen, nehmen sie den 51-Jährigen vorläufig fest. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung in Stuttgart finden die Ermittler zahlreiche Datenträger, die nun noch ausgewertet werden müssen. Der Verdächtige wird nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen, muss aber mit einer Strafanzeige rechnen. Im Jahr 2018 wurde ein Mann aus Mannheim wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt. 

Stuttgart: Welche Strafen gibt es für den Besitz von Kinderpornografie?

Seit dem Jahr 2015 hat sich die Strafe für Erwerb, Verbreitung und Besitz kinderpornografischer Schriften verschärft. Grund dafür war der Fall Sebastian Edathy. Seitdem kann alleine der Besitz von Filmen und Bildern zu einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden. Als Besitz gilt das Speichern auf Datenträgern, aber auch schon das Betrachten ohne Download. Dabei werden die Daten aber zeitweilig auf dem Computer gespeichert. Für eine Verurteilung muss allerdings ein Vorsatz vorliegen. Wer aus Versehen Kinderpornografie herunterlädt und es schnell löscht, wird nicht belangt. 

Immer wieder kommt es in der Metropolregion zu Vorfällen, bei denen Kinder zu Opfern sexueller Gewalt werden. In der Therme Bad Kreuznach kommt es im Oktober 2019 zu einem schockierenden Zwischenfall bei dem ein bisher unbekannter Mann, einen 7-jährigen Jungen in der Dusche begrapscht haben soll. Eine weitere Tat erschüttert derzeit die Stadt Mannheim: Ein 44-jähriger Mann steht seit Mittwoch (5. November) vor dem Landgericht Mannheim, weil er mehrere Kinder sexuell missbraucht haben soll. Außerdem wird ihm vorgeworfen einen sadistischen Film finanziert und Kinderpornos verbreitet zu haben.

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Falls Du Hinweise zu dem Vorfall in Stuttgart geben kannst, melde Dich bei der Kriminalpolizei Stuttgart unter ☎ 071189905778.

pol/dh

Quelle: Mannheim24

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