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Droht eine Stechmücken-Plage? Das sagen die Schnaken-Experten

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Von: Peter Kiefer

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Speyer - Bald bringen sie uns nachts wieder um den Schlaf, piesacken uns – Stechmücken! Doch droht am Rhein wieder eine Schnaken-Plage? Das sagen Experten der KABS:

Die Temperaturen steigen wieder, der Frühling naht. Doch mit dem T-Shirt-Wetter werden die Menschen auch wieder von lästigen Stechmücken gepiesackt. Doch wie sieht es aktuell in der Region Oberrhein aus? Droht eine Plage der kleinen Blutsauger? Jetzt haben sich die Experten der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) dazu geäußert.

NameKommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. (KABS)
SitzSpeyer (Rheinland-Pfalz)
Gründungsjahr1976
EinsatzgebietOberrhein
Flächerund 6.000 km²

Trockenheit spielt KABS bei Kampf gegen Larven in die Karten

Seit Mitte März sind die fleißigen Mitarbeiter*innen der KABS wieder in den versumpften Wäldern der Oberrheinregion unterwegs, wie die KABS am Dienstag (22. März) mitgeteilt hat. Sie überprüfen, wie viele der Senken und Gräben mit Wasser gefüllt sind und ob sich eine bekämpfungsrelevante Menge an Sumpfwald-Stechmückenlarven in diesen Brutstätten entwickelt.

Doch aufgrund der anhaltenden Trockenheit gibt es bisher nur vereinzelte, eher kleinere Flächen die nun behandelt werden müssen. Die Saison beginnt für die KABS dieses Jahr verhältnismäßig ruhig. Denn viele der im Februar noch voll mit Wasser gefüllten Frühjahrstümpel und Waldgräben führen inzwischen wenig Wasser oder sind trockengefallen.

Mitarbeiter der Kabs sind in der Region unterwegs, um den Schnaken Einhalt zu gebieten.
Ein KABS-Mitarbeiter versprüht in Rheinstetten das Mittel bti gegen Stechmücken-Larven. (Archivfoto) © picture alliance / dpa

Schnakenbekämpfung am Oberrhein: Hubschrauber wieder im Einsatz

Heißt: Es gibt deutlich weniger Brutstätten mit Sumpfwald-Stechmückenlarven die mit dem biologischen Wirkstoff Bti behandelt werden müssen. Hinzu kommt, dass die Temperaturen nachts noch in frostige Bereiche fallen und so die Entwicklung der Larven eher langsam verläuft. Kleinere, einzeln gelegene Flächen werden zur warmen Tagesmitte bereits zu Fuß aus behandelt.

Vereinzelt gibt es jedoch auch Flächen für die ein Hubschrauber benötigt wird. Für Mittwoch (23. März) sind Flüge in Baden-Württemberg im Raum Rastatt und Karlsruhe geplant. Auch in der Süd- und Vorderpfalz wird am Mittwoch von der Luft aus bekämpft werden. In Rheinhessen und in Südhessen kann ab Donnerstag mit dem Helikopter gerechnet werden.

KABS: Biologischer Wirkstoff gegen Stechmücken-Larven

Etwa die Hälfte der typischen Stechmückenarten in Sumpfwäldern hat als Larve überwintert. Die anstehende Bti-Applikation wird vor allem diese Gruppe treffen. Die andere Hälfte überwintert in ihren Eiern, welche nun teilweise auf trockenem Erdboden liegen. Es könnten also noch Einsätze in ortsnahen Wäldern im April erfolgen, sollte es zu größeren Niederschlagsmengen kommen.

Stechmückenbekämpfung am Rhein
Hubschrauber verteilen den biologischen Wirkstoff Bti, um Stechmücken zu bekämpfen. (Archivfoto) © picture alliance/dpa

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Bereits in der Luft aktiv sind einige Hausstechmücken, die als ausgewachsene Fluginsekten überwintert haben. Besonders die Große Hausmücke (Culiseta annulata) ist zurzeit aktiv auf der Suche nach Blutmahlzeiten und fällt daher besonders auf. Hintergrund: Fast 100 Städte und Gemeinden entlang des Oberrheins in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen haben sich der im Jahr 1976 gegründeten KABS angeschlossen. (PM/pek)

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