Weitere Folgen des Unwetters 

Das hat sich erle(g)digt: Alte Ulme wird kein Naturdenkmal

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Die alte Ulme im Karl-Schweizer-Park wurde vom Sturm umgerissen. Sie sollte ein Naturdenkmal werden.

Nach dem schlimmen Unwetter laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Schwere Schäden gab es vor allem in Mannheims Norden. Dort riss der Sturm eine alte Ulme um, die ein Naturdenkmal werden sollte.

Ein schweres Gewitter wütete am Sonntagabend über die Region (MANNHEIM24/HEIDELBERG24 berichtete).
Bei den Aufräumarbeiten wurde deutlich, wie schwer die Ausmaße des Unwetters in Mannheim wirklich waren: Der Sturmregen verursachte nicht nur zahlreiche Schäden am Baumbestand, sondern beschädigte auch Platanen, die durch ihre breit ausladende Krone dem Wind vollkommen ausgeliefert waren. 

Über das gesamte Stadtgebiet wurden Einzelbäume in Mitleidenschaft gezogen, etwa vor dem Rathaus und dem Collini-Center, in der Speyerer Straße, Steubenstraße, Eberbacherstraße und auf dem Hanns-Glückstein-Platz.

Karl-Schweizer-Park in Sandhofen verwüstet

Die Stadtteile Sandhofen, Schönau, Blumenau und Käfertal waren flächendeckend betroffen. Hier litten ganze Straßenzüge wie zum Beispiel der Viernheimer Weg, die B44 oder die Kriegerstraße sowie der Karl-Schweizer-Park. Dieser gleicht einem Schlachtfeld: Überall liegen große Äste. Er ist aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres gesperrt.

Besonders Schade: Im Karl-Schweizer-Park ist die älteste und größte städtische Ulme entwurzelt worden!

Dabei wurde sie zuvor noch als Naturdenkmal vorgeschlagen, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. 

Das starke Unwetter forderte zahlreiche entwurzelte Bäume und beschädigte Grünanlagen

Die Feuerwehr und Mitarbeiter des Fachbereichs Tiefbau waren bis 3 Uhr morgensim Einsatz, um abgebrochene Äste abzusägen, Straßen zu sichern oder gar Straßensperrungen in der Kriegerstraße vorzunehmen.
Seit Montagmorgen beseitigte das Team Baumpflege des Fachbereichs Grünflächen und Umwelt mögliche Unfallgefahren wie lose oder abgebrochene Äste aus den Bäumen.
Mitarbeiter der Grünflächenpflege erledigten mit Hochdruck die Aufräumarbeiten. Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala machte sich ein Bild von den Sturmschäden im Karl-Schweizer-Park und lobte dabei den Einsatz aller beteiligten Kräfte: 

„Durch eine vorbildliche Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und den Fachbereichen Tiefbau sowie Grünflächen und Umwelt ist es gelungen, Gefahren für Bürgerinnen und Bürger umgehend zu beseitigen und die Verkehrssicherheit fast überall schnell wieder herzustellen“, so die Bürgermeisterin.

Die Aufräumarbeiten werden sich voraussichtlich noch über Wochen hinziehen. Angerissene oder abgebrochene Äste werden erst in den nächsten Tagen sichtbar, wenn sie getrocknet sind.

150 Einsätze in Ludwigshafen

Auch in Ludwigshafen arbeiteten rund 100 Mitarbeiter des Bereiches Grünflächen, nach einer ersten Bestandsaufnahme an den über 200 Schäden, die nach dem Gewitter entstanden. Hierbei handelte es sich um rund 50 Bäume, die im öffentlichen Raum des Stadtgebietes umgefallen waren.

Bei den rund 150 Einsätzen ging es um Kronen- und Astausbrüche. Der Schaden im Maudacher Bruch kann erst in ein paar Tagen beziffert werden.

Sperrungen:
Zunächst werden die Gefahrenstellen an Kindergärten, Schulen, Straßen, Geh- und Radwege beseitigt. Die Friedhöfe können ab morgen früh wieder geöffnet werden, der Hauptfriedhof und der Oggersheimer Friedhof ab morgen Mittag.

Teile des Hauptfriedhofes und des Oggersheimer Friedhofes bleiben abgesperrt. Der Ebertpark kann erst morgen ab 15 Uhr wieder betreten werden. Das Maudacher Bruch bleibt bis auf weiteres abgesperrt. Der Wildpark ist nicht betroffen und der Stadtpark ist begehbar und nur teilweise gesperrt. Das Melmer Wäldchen bleibt jedoch ganz gesperrt. 

Die Aufräumarbeiten werden voraussichtlich mindestens zwei Wochen andauern. Die Verantwortlichen des Bereiches Grünflächen und Friedhöfe appellieren an die Bürgerinnen und Bürger, sich zur eigenen Sicherheit an die Absperrungen zu halten.

pm/nis/kb

Quelle: Mannheim24

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