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Mannheim: Wegen Denkmalschutz – Machbarkeitsstudie soll Zukunft von Stadthaus N1 klären

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Von: Peter Kiefer

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Mannheim - Der Denkmalschutz für das marode Stadthaus N1 hat die Stadt aus heiterem Himmel getroffen. Doch was jetzt? Eine Machbarkeitsstudie soll die Zukunft klären:

Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Zukunft des Stadthaus N1 mitten in Mannheim. Wie soll es bloß mit dem maroden Mehrzweckgebäude am Paradeplatz weitergehen? Durch den Denkmalschutz wurde die Stadt in ihren Planungen vor den Kopf gestoßen. Eine Machbarkeitsstudie soll jetzt Antwort auf mögliche Nachnutzungen geben, wie das Rathaus am Montag (23. Mai) mitgeteilt hat.

NameStadthaus N1
StandortMannheim
Einweihung13. April 1991
VorgängerAltes Kaufhaus (Eröffnung 1745)

Mannheim: Machbarkeitsstudie zu künftiger Stadthaus-Nutzung

Nachdem das Stadthaus in Mannheim im Juli vergangenen Jahres überraschend vom Landesamt für Denkmalpflege (LAD) unter Denkmalschutz gestellt wurde, wird nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die ergebnisoffen alle Möglichkeiten darstellt, wie eine zukünftige bedarfsorientierte und wirtschaftliche Nutzung des Stadthauses unter Beachtung der denkmalschutzrechtlichen Vorgaben gelingen soll.

Dies haben die Stadt Mannheim und der Miteigentümer, die Diringer & Scheidel Unternehmensgruppe, beschlossen. Hierzu läuft derzeit die Angebotsanfrage. Erste Ergebnisse sollen bis zum Herbst 2022 vorliegen.

Das Stadthaus N1 am zentralen Mannheimer Paradeplatz. (Archivfoto)
Das Stadthaus N1 am zentralen Mannheimer Paradeplatz. (Archivfoto) © MANNHEIM24/Peter Kiefer

Stadthaus N1 in Mannheim: „Entscheidung des Landesdenkmalamtes hatte uns überrascht“

„Die Entscheidung des Landesdenkmalamtes hatte uns überrascht, nun wollen wir einen guten Weg finden, damit umzugehen. Unser Ziel ist eine attraktive und zukunftsorientierte Nutzung des Stadthauses. Bislang konnte eine sinnvolle und zumutbare Lösung im Bestand von N1 noch nicht gefunden werden“, erläutert der für Stadtentwicklung und Bauen zuständige Bürgermeister Ralf Eisenhauer.

Die Machbarkeitsstudie werde „bewusst ergebnisoffen erstellt, um anschließend alle Möglichkeiten unvoreingenommen bewerten zu können“, so der SPD-Politiker weiter. Der städtische Fachbereich Bau- und Immobilienmanagement wird gemeinsam mit dem Miteigentümer Diringer & Scheidel in mehreren Workshops das Anforderungsprofil für eine Machbarkeitsstudie erstellen.

Stadthaus N1 in Mannheim: Herausforderung bei Brandschutz, Statik und Entfluchtung

In verschiedenen Nutzungsvarianten sollen auch die Herausforderungen des Bestandsgebäudes in Bezug auf den hohen Verkehrsflächenanteil, auf Brandschutz, Statik und Entfluchtung sowie die Tiefgarage mit einbezogen werden. Das Landesdenkmalamt wurde bereits frühzeitig mit eingebunden und über die beabsichtigte Beauftragung der Machbarkeitsstudie informiert.

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Gemäß Landesdenkmalamt stellt das Gebäude ein exemplarisches Zeugnis der Postmoderne in Baden-Württemberg dar. Seine Architektur sei von außerordentlicher Bedeutung für die Geschichte und das Stadtbild Mannheims, da in ihr prägende Grundelemente der Stadtbaugeschichte vereint seien. An der Erhaltung des Parlaments- und Geschäftsgebäudes bestehe aus wissenschaftlichen, künstlerischen und heimatgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse. (PM/pek)

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