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Ludwigshafen: Mutter stört Sohn (13) beim Zocken – Gamer ruft die Polizei

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Von: Florian Römer

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Die wenigsten Jugendlichen können Ablenkung vertragen, wenn sie an PC oder Konsole spielen. Ein Teenager aus Ludwigshafen greift wegen seiner staubsaugenden Mutter zu einem drastischen Mittel:

Eine Mutter hat ihren 13-jährigen Sohn in Ludwigshafen* dermaßen zur Weißglut getrieben, dass er sich nicht anders zu helfen wusste, als die Polizei zu rufen. Die zur Hilfe geeilten Beamten finden einen Teenager in einer „besonderen“ Notlage vor. Über den kuriosen Vorfall aus Rheinland-Pfalz* berichtet LUDWIGSHAFEN24*.

StadtLudwigshafen (Rheinland-Pfalz)
Einwohnerzahl171.061 (2019; Eurostat)
Fläche77,68 km²
OberbürgermeisterinJutta Steinruck (SPD)

Ludwigshafen: Wegen saugender Mutter – PC-Zocker (13) wählt Notruf

Was war geschehen? Gegen 14 Uhr am Montag (11. April) wählte ein Junge „aus dem Großraum Oggersheim“ den Notruf, erklärt eine Sprecherin des Polizeipräsidium Rheinpfalz auf Anfrage dieser Redaktion. „Kommen Sie schnell!“, sagte der Teenager und legte auf. Die Polizei fuhr sofort zur Adresse. Dort gab es schnell Entwarnung für die Polizeistreife.

Denn: Der 13-Jährige hatte den Notruf „nur“ gewählt, um seine Mutter loszuwerden. Die hatte in seinem Zimmer saugen wollen, als er gerade am PC spielte. Dadurch fühlte sich der zockende Teenager „derart gestört“, dass er die Polizei um Hilfe rief.

Zockender Teenager ruft wegen saugender Mutter die Polizei. (Symbolfoto)
Zockender Teenager ruft wegen saugender Mutter die Polizei. (Symbolfoto) © dpa-Christin Klose,Lukas Schulze/Montage HEADLINE24

Missbrauch eines Notrufs: Polizei prüft Strafe

Ohne Folgen bleibt der „Notruf“ allerdings nicht: Noch vor Ort unterhielten sich die Beamten „intensiv über Sinn und Zweck von Notrufen“, heißt es im Polizeibericht. Daneben wurde eine Strafanzeige wegen missbräuchlichen Notrufs aufgenommen. „Auch das Jugendamt wurde informiert“, erklärt die Polizeisprecherin. Darüber hinaus prüft die Polizeiverwaltung, ob wegen des Polizeieinsatzes Strafgebühren erhoben werden.

Die missbräuchliche Nutzung von Notrufen ist strafbar und kann zu Geld- oder sogar Freiheitsstrafen führen. Nach § 145 StGB kann der bewusste Missbrauch eines Notrufs oder die Vortäuschung eines Notfalls mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden. Grundlose Anrufe beim Notruf können diesen blockieren oder dafür sorgen, dass echte Notfälle gegebenenfalls warten müssen. (rmx) *LUDWIGSHAFEN24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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