Unglaublicher Fall 

373 Punkte in Flensburg: Kommt Audi-Fahrer doch nicht so leicht davon?

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Seinen Audi ist der uneinsichtige Autofahrer jetzt los!

Speyer - Ein Audi-Fahrer hat in Flensburg sage und schreibe 373 Punkte angesammelt. Das Urteil gegen ihn fällt mild aus – doch jetzt könnte es nochmal geändert werden.

  • Lagerist aus Speyer (37) fängt an als Lkw-Fahrer zu arbeiten – und das ohne Füherschein
  • Im Februar wird er wegen Fahrens ohne Führerschein zu Bewährungsstrafe verurteilt 
  • Er hat 373 Punkte in Flensburg angesammelt und wird zu 9 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt
  • Jetzt könnte er doch härter bestraft werden:

Update vom 5. Januar 2020: Neun Monate Haft auf Bewährung wegen vorsätzlichen Fahrens ohne gültigen Führerschein – gegen dieses Urteil des Amtsgerichts Speyer von Dezember hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Diese betreffe nicht den Schuldspruch gegen den 37-jährigen Angeklagten, sondern die Höhe der Strafe sowie die Frage der Bewährung, sagt ein Sprecher in Frankenthal. Denn der Mann hat sich bereits trotz laufender Bewährungsstrafe aus Februar hinters Steuer gesetzt und insgesamt 373 Punkte in Flensburg angesammelt.

Bei einer Haftstrafe könnte auch die frühere Bewährung widerrufen werden. Wenn das Urteil von Dezember schriftlich vorliege, prüfe die Staatsanwaltschaft, ob sie die Berufung aufrecht erhalte, sagt der Sprecher der Anklagebehörde. Das Amtsgericht Speyer bestätigte den Eingang eines entsprechenden Schreibens der Staatsanwaltschaft in Frankenthal.

373 Punkte in Flensburg: Audi-Fahrer erhält milde Strafe!

Update vom 18. November: Ein 37-jähriger Mann ist wegen vorsätzlichen Fahrens ohne gültigen Führerschein vom Amtsgericht Speyer zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Mann habe die beiden angeklagten Fahrten glaubhaft gestanden und zudem auf eine Rückgabe seines beschlagnahmten Fahrzeugs verzichtet, begründete der Richter die Entscheidung. Der Fall hatte auch deswegen für Aufsehen gesorgt, weil der Mann der Polizei zufolge 373 Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei angesammelt hat. Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Monate Haft ohne Bewährung für den 37-Jährigen gefordert und die Verteidigung auf eine sechsmonatige Bewährungsstrafe plädiert. 

In seinem Schlusswort hatte der Angeklagte erklärt, er bereue die Taten. „Ich flehe Sie an, geben Sie mir keine Gefängnisstrafe", wandte er sich an das Gericht. Dem Mann waren zwei Fahrten vorgeworfen worden - allerdings war er wegen früherer Fahrten ohne gültige Fahrerlaubnis bereits zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Zum Prozessauftakt hatte sein Anwalt mitgeteilt, dass er die Vorwürfe in vollem Umfang einräume. Die Polizei in Neustadt an der Weinstraße hatte den Mann im September mit einem ungültigen, italienischen Führerschein erwischt. Der 37-Jährige habe gewusst, dass er damit nicht in Deutschland fahren dürfe, hatte es geheißen. Trotzdem habe er eine Stelle als Berufskraftfahrer angetreten. Anhand des Fahrtenschreibers seien ihm mehr als 150 rechtswidrige Fahrten nachwiesen worden - "für jede gab es zwei Punkte".

373 Punkte in Flensburg:  Uneinsichtigem Lkw-Fahrer droht krasse Strafe

Update vom 31. Oktober: Im Fall des 37-Jährigen, der durch Fahren ohne Fahrerlaubnis über 370 Punkte in der Verkehrssünderkartei in Flensburg gesammelt hat, will die Staatsanwaltschaft Frankenthal „in den nächsten Wochen“ über eine Anklage entscheiden. Das sagt ein Justizsprecher. Dem notorischen Verkehrssünder aus Speyer droht eine Haftstrafe.

373 Punkte in Flensburg:  Uneinsichtigem Lkw-Fahrer droht krasse Strafe

Ein unglaubliches Punktekonto in Flensburg hat ein 37-jähriger Lagerist aus Speyer vorzuweisen. Es beläuft sich nämlich auf stolze 373 Punkte! Doch wie kann überhaupt sein? Der Mann aus Speyer hatte verbotenerweise einen italienischen Führerschein erworben, wohl wissend, dass er damit nicht in Deutschland fahren darf. Obwohl er somit keine gültige Fahrerlaubnis besitzt, tritt er eine Stelle als Lkw-Fahrer an. Doch das bleibt der Polizei nicht verborgen: Der Schwerverkehrskontrolltrupp der Polizeidirektion Neustadt kann ihm über 150 rechtswidrige Fahrten nachweisen. Der Punktestand des Angeklagten beim Kraftfahrbundesamt in Flensburg beträgt da schon 35 Punkte.

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Speyer: Mann hat 373 Punkte in Flensburg – und kauft sich einen Audi 

Der Richter verhängt im Februar eine Bewährungsstrafe und macht dem Mann aus Speyer unmissverständlich klar, dass ein wiederholtes Fahren ohne Führerschein für ihn eine Gefängnisstrafe bedeutet. Doch damit scheint er auf taube Ohren zu stoßen. Die Polizei bekommt mit, dass der Lkw-Fahrer aus Speyer weiterhin ohne Führerschein unterwegs ist. Doch nicht nur das: Er hat sich auch noch einen Audi Q7 gekauft! Sein Punktestand in Flensburg ist in der Zwischenzeit auf beachtliche 373 angewachsen. 

Speyer: 373 Punkte in Flensburg – Polizei beschlagnahmt Audi Q7

Der Schwerverkehrskontrolltrupp und die Fahndungseinheit der ZVD Rheinpfalz der Polizeidirektion Neustadt setzen diesem Treiben nun endgültig ein Ende. Am Dienstag (10. September) kann der unbelehrbare Mann mit dem unglaublichen Punkte-Konto in Flensburg letztendlich in seinem Audi auf frischer Tat ertappt werden. Erneut händigt er den Beamten einen rechtswidrig erlangten Führerschein aus. Die ZVD Rheinpfalz kann ihm mittlerweile mehrere Fahrten mit dem Audi nachweisen und zieht das Fahrzeug im Wert von etwa 35.000 Euro nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft kurzerhand ein. Der unbelehrbare Mann aus Speyer ist völlig sprachlos, als er realisiert, dass sein geliebter Audi ihm wirklich nicht mehr gehört. Wenn der Richter sein Versprechen einlöst und der Audi-Fahrer aus Speyer in den Knast wandert, wird er wohl genauso sprachlos sein. „Wer nicht hören will, muss eben fühlen“, formuliert die Polizei treffend in einer Pressemitteilung. 

Kurios ist auch dieser Fall aus Mannheim: Am 1. Mai wird bei der Polizei ein Verkehrsunfall gemeldet. Die Beamten ahnen nicht, dass  der Unfallfahrer ganze sieben Straftaten in nur zwei Tagen begeht. 

In Stuttgart steht seit dem 11. September ein 20-Jähriger vor Gericht. Er war im März 2019 in einem 550-PS Jaguar durch die Stuttgarter Innenstadt gerast und war mit hoher Geschwindigkeit in einen Kleinwagen gekracht. Die beiden Insassen (22 und 25 Jahre) des Kleinwagens starben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Raser Mord vor.

pol/kp/dpa/jab

Quelle: Mannheim24

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