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Speyer: Rabiater Gegendemonstrant bei Corona-Impfaktion für Schüler

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Von: Eliran Kendi

Impfgegner machen gegen die Corona-Immunisierung mobil – so auch in Speyer (Symbolbild).
Impfgegner machen gegen die Corona-Immunisierung mobil – so auch in Speyer (Symbolbild). © dpa/Christoph Schmidt

Speyer - Im Hans-Purrmann-Gymnasium werden hunderte Schüler gegen Corona geimpft. Impfgegner mobilisieren in der Domstadt gegen die Aktion – es bleibt nicht friedlich.

Am Freitagnachmittag (9. Juli) findet im Hans-Purrmann-Gymnasium eine Impfaktion für Schüler*innen statt. Zugangsvoraussetzung für die Aktion mit dem Impfstoff von BioNTech ist ein Mindestalter von 12 Jahren. Nach Angaben der Polizeiinspektion Speyer haben insgesamt 495 Schüler für die Impfungen angemeldet. Ausgerichtet wird die Impfaktion von Prof. Dr. Gerald Haupt, der auch für die zurückliegenden Impfaktionen auf dem Gelände des „BÖ Fashion“ in Speyer verantwortlich gewesen ist. Obgleich die Nachfrage nach dem Corona-Schutz unter den Schülern verhältnismäßig hoch ist, stößt die Aktion nicht bei allen Menschen auf Zustimmung: Eine Gruppe von Impfgegnern lässt ihrem Unmut über die Immunisierung der Schüler*innen freien Lauf.

Speyer: Protestaktion formiert sich ohne Genehmigung vor Schule

Wie die Polizei Rheinland-Pfalz mitteilt, versammelt sich gegen 13:30 Uhr eine Gruppe bestehend aus schätzungsweise 30 Personen vor dem Schulgebäude. Mit einschlägigen Plakaten sprechen sie sich gegen die Impfaktion aus, deren Beginn für 14 Uhr vorgesehen ist.

Da die Protestaktion im Vorfeld nicht angemeldet worden ist, wird diese seitens der Versammlungsbehörde aufgelöst und die Teilnehmer*innen gebeten, die Örtlichkeit zu verlassen. Bei der Umsetzung der Demo-Auflösung sollen auch Einsatzkräfte der Polizei beteiligt gewesen sein. Laut Angaben der Polizei sollen die Protestteilnehmer*innen der Aufforderung schrittweise nachgekommen sein.

Das Hans-Purrmann-Gymnasium in Speyer ist Schauplatz einer Impfaktion für Schüler*innen (Archivbild).
Das Hans-Purrmann-Gymnasium in Speyer ist Schauplatz einer Impfaktion für Schüler*innen (Archivbild). © sporst (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/)

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Speyer: Impfgegner greift Passanten an – Polizeiauto beschädigt

Obgleich die Impfgegner keinen Widerstadt leisten, kann von einer friedlichen Kundgebung keine Rede sein: Vor der Auflösung der Versammlung soll ein Teilnehmer einen außenstehenden Passanten angegriffen haben. Er habe sich offenbar durch Fotoaufnahmen seitens des Passanten provoziert gefühlt. Außerdem soll eine bislang unbekannte Person die Heckscheibe eines Streifenwagens eingeschlagen und einen Reifen platt gestochen haben.

Zeugen, die Hinweise zum Täter*in geben können, werden gebeten, sich unter 06232/137-0 oder per E-Mail (pispeyer@polizei.rlp.de) bei der Polizei Speyer zu melden. Gegen 17 Uhr hat die Impfaktion noch angedauert. Mitarbeiter der Polizei wie auch der Ordnungsbehörde sind zu diesem Zeitpunkt weiterhin vor Ort gewesen. Zweittermin für die BioNTech-Impfung ist der 30. Juli.

Speyer: Impfaktion Vorbild für weitere Schulen?

Nach Informationen des SWR soll es am kommenden Donnerstag (15. Juli) eine weitere Impfaktion für Schüler*innen an der Berufsbildenden Schule in Speyer geben.

Zudem sollen auch andere Speyerer Schulen mit dem Gedanken gespielt haben, nächste Woche ebenfalls Impfaktionen anzubieten. Wie der Schulleiter des Gymnasiums am Kaiserdom, Hartmut Loos, dem SWR aber mitteilt, ist eine Umsetzung bis dahin nicht möglich. Wahrscheinlicher ist eine gemeinsame Impfaktion der weiterführenden Schulen in Speyer, dann aber erst im August. (esk/pol)

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