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Rheinland-Pfalz: Feuerwehr unter Beschuss, Schlägerei, Einsätze – so verlief die Silvesternacht

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Von: Josefine Lenz

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Ein Feuerwerkskörper liegt abgebrannt auf der Straße
Rheinland-Pfalz: Feuerwehr unter Beschuss, Schlägerei, Trunkenheit – so verlief die Silvesternacht (Symbolfoto) © Kay Nietfeld/dpa

Rheinland-Pfalz - Zum Jahreswechsel ereignen sich zahlreiche Einsätze im Bundesland. Die Polizei-Bilanz zur Silvesternacht:

Das Jahr 2021 verabschiedet sich und 2022 wird eingeläutet. Allerdings findet der Jahreswechsel in Rheinland-Pfalz wieder unter strengen Corona-Auflagen statt. Große Partys, viel Böllerei um Mitternacht und Menschenmassen in den Innenstädten sind deshalb kaum anzutreffen. Die hiesigen Polizeistationen ziehen wenige Stunden nach Silvester ihre Bilanzen. Ein Überblick über die spannendsten Einsätze:

Silvester in Ludwigshafen: Alkohol, Brände, Einsätze – die Bilanz von Feuerwehr und Polizei

Ludwigshafen: In der Silvesternacht gegen 0:10 Uhr kann in der Schulstraße in Ludwigshafen am Rhein durch eine Polizeistreife ein
Auto mit überhöhter Geschwindigkeit festgestellt werden. Weiterhin überfährt der Pkw im Rahmen der Nachfahrt mehrere rote Ampeln, bevor er einer Kontrolle unterzogen werden kann. Durch die eingesetzten Beamten wird beim 23-jährigen Fahrer leichter Atemalkoholgeruch festgestellt, der durch einen Atemalkoholtest von 0,72 Promille bestätigt werden kann. Aufgrund dessen wird ihm auf der Polizeidienstelle eine Blutprobe entnommen. Da der 23-Jährige auch nicht im Besitz eines gültigen Führerscheins ist, muss er sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Die Feuerwehr in Ludwigshafen hat ebenfalls einiges zu tun. Sie zieht dennoch eine positive Bilanz. Für Silvester typische Einsätze, wie Brände an Mülltonnen, Vegetation und Balkonen sind nicht gehäuft aufgetreten. Insgesamt bearbeitet die Feuerwehr im Zeitraum 8 Uhr bis 3 Uhr zwölf Einsätze. Dies waren unter anderem:

In Vorbereitung auf die Silversternacht sind zusätzliche Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und die drei Freiwilligen Feuerwehren Oppau, Stadtmitte und Ruchheim im Dienst. Zusammengenommen 63 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr sind in Bereitschaft auf den Feuerwachen und Gerätehäusern.

Silvester in Rheinland-Pfalz: Polizeipräsidium zieht positive Bilanz

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz zieht nach dem Jahreswechsel eine positive Silvesterbilanz. In der Nacht kommt es zu keinen
besonderen Vorkommnissen. Der Großteil der Bevölkerung hält sich an die geltenden Coronavirus-Beschränkungen. Es werden insgesamt 52 Personen kontrolliert bzw. die Identität festgestellt. Platzverweisungen müssen keine ausgesprochen werden. Mit Ausnahme von vier Verstößen im Zusammenhang mit dem Tragen der Maske hält sich die Bevölkerung an die geltenden
Corona-Beschränkungen.

Darüber hinaus kommt es im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums nach ersten Auswertungen zufolge zu insgesamt 13 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, die im Zusammenhang mit Silvester stehen. Dazu zählen Körperverletzung (6), Sachbeschädigungen (2) und Beamtenbeleidigung (2). In zwei Fällen werden Strafanzeigen u.a. wegen Führen eines Fahrzeuges unter Alkoholeinfluss erstattet. In einem Fall muss ein Ermittlungsverfahren aufgrund Widerstand eingeleitet werden.

„Unser Fazit: Die Bürgerinnen und Bürger im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz verhielten sich überwiegend vernünftig und umsichtig“, heißt es in der Pressemitteilung der Beamten.

Polizeibilanz zur Silvesternacht: Schlägereien in Frankenthal – Zeugen gesucht

Frankenthal: Mit einer Glasflasche mehrfach ins Gesicht geschlagen wird ein 24-Jähriger gegen 4:00 Uhr in der Silvesternacht. Bei dem Eintreffen der Polizei blutet der Geschädigte so stark, dass diesem ein Druckverband angelegt werden muss. Wie der Geschädigte mitteilt, gerieten er und der bislang unbekannte Beschuldigte in einer Bar in der Eisenbahnstraße in Streit, woraufhin
dieser den 24-Jährigen mehrfach mit der Flasche schlug. Der Geschädigte wird durch den Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen zu dem Beschuldigten dauern an.

Ein weiterer Einsatz ereignet sich ebenfalls in Frankenthal: Mit einem Schlagstock schlägt ein 25-Jähriger in der Silvesternacht mehrfach auf einen 20-Jährigen ein. Wie der Geschädigte gegenüber der Polizei angibt, verwechselten er und seine Freunde den Beschuldigten mit einer anderen Person. Unvermittelt sei der 25-Jährige dann auf den Geschädigten zugegangen, habe diesen zunächst mit der Faust und anschließend mit seinem mitgeführten Schlagstock mehrfach geschlagen. Da dem 25-Jährigen eine deutliche Alkoholisierung anzumerken ist und ein Atemalkoholtest einen Wert von 1,46 Promille ergibt, wird ihm eine Blutprobe entnommen. Gegenüber der Polizei teilt der 25-Jährige mit, dass er zuvor von dem 20-Jährigen geschlagen wurde. Gegen
beide Personen wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der (gefährlichen) Körperverletzung eingeleitet.

Zeugen zu beiden Fällen werden gebeten, sich an die Polizeiinspektion Frankenthal unter der Telefonnummer 06233/3130 oder an die Polizeiwache Maxdorf unter der Telefonnummer 06237/934-1100 zu wenden. Gerne nehmen wir Ihre Hinweise auch per E-Mail unter pifrankenthal@polizei.rlp.de entgegen.

Silvester in Rheinland-Pfalz: Während Einsatz – Feuerwehr mit Raketen beschossen

Neustadt: Am Freitagnachmittag gegen 15:30 Uhr wird ein Wagen auf der Rastanlage Wonnegau-Ost an der A61 durch die Beamten der Autobahnpolizei Ruchheim einer Verkehrskontrolle unterzogen. Der Fahrer gibt sich zunächst als sein jüngerer Bruder aus. Durch EDV-Überprüfungen, sowie eine Durchsuchung des Fahrzeugs kann jedoch ermittelt werden, dass es sich bei dem Fahrer um einen 26-jährigen Deutschen handelt, welcher die Personalien seines Bruders angab, um darüber hinwegzutäuschen, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Des Weiteren reagiert der durchgeführte Drogentest bei dem Fahrer positiv auf Kokain und Cannabis. Der Fahrzeugschlüssel wird präventiv sichergestellt und eine Blutprobe entnommen. Den Beschuldigten erwarten nun Ermittlungsverfahren wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Trunkenheit im Straßenverkehr, sowie falsche Namensangabe, statt der laut Angaben des Fahrers ursprünglich geplanten Fahrt zu einer Silvesterfeier.

Trier: In der diesjährigen Silvesternacht sind die Beamten des Polizeipräsidiums Trier mit zahlreichen Kräften im Einsatz, auch zur Kontrolle der Einhaltung der geltenden Corona-Vorschriften. Der Jahreswechsel verläuft insgesamt ruhig, es werden seitens der Polizei keine Verstöße gegen die Corona-Bekämpfungsverordnung festgestellt. Bei mehreren Ansammlungen im Innenstadtbereich wird mittels Lautsprecherdurchsagen auf das Abstandsgebot hingewiesen. Die überwiegende Mehrheit der Feiernden zeigt Akzeptanz für die Maßnahmen, es kommt lediglich vereinzelt zu verbalen Unmutsbekundungen. Bei einem Feuerwehreinsatz in Großlittgen werden Einsatzkräfte bei Löscharbeiten an einem Wohnhaus von bislang Unbekannten aus einem Nachbarhaus mit Feuerwerksraketen beschossen. Glücklicherweise wird hierbei niemand verletzt und die Löscharbeiten nicht erheblich beeinträchtigt.

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