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Rippen und Flügel gebrochen – Hund verletzt Schwan in Lampertheim schwer

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Von: Madlen Trefzer

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Lampertheim - Polizisten finden einen verletzen Schwan vor. Die Tierrettung geht von einer Hundeattacke aus. Der Vogel hat gebrochene Rippen und Flügel.

Am Sonntagmittag (21. August) wurden Beamte der Polizeistation Lampertheim-Viernheim zu einem jungen Schwan gerufen. Das Tier hielt im Bereich der Nibelungenbrücke bei Rosengarten und wies eine größere Wunde im Bereich des Brustkorbs auf. Den Ordnungshütern gelang es anschließend, den Schwan einzufangen und in eine Tierbox zu setzen. Um das Tier zu versorgen, musste die Tierrettung verständigt werden. 

Rippen und ein Flügel des Schwans gebrochen – nicht der erste Fall

Ein Mitarbeiter der alarmierten Tierrettung stellte fest, dass neben der offensichtlichen Bisswunde auch mehrere Rippen und ein Flügel des Schwans gebrochen waren. Nach Einschätzung des Experten sind dem jungen Tier die Verletzungen mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen Hund beigebracht worden. Dies sei in jüngster Vergangenheit nicht der erste derartige Fall.

Die Polizei appelliert daher an alle Hundehalter: „Auch wenn keine allgemeine Leinenpflicht besteht, sollten Sie Ihren Hund nur dann von der Leine lassen, wenn Sie garantieren können, dass der Vierbeiner aufs Wort hört und sie ihn jederzeit unter Kontrolle haben.“ Viele Fußgänger kennen das Gefühl, wenn ihnen beim Spazierengehen unvermittelt ein Hund gegenübersteht und vom Besitzer nichts zu sehen ist. 

Jemand hält einen verletzten Schwan fest
Tierrettung kümmert sich nun um den Schwan. © Polizeipräsidium Südhessen

Verletzter Schwan – Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz

Während solche Begegnungen für Menschen meistens ohne Zwischenfälle ausgehen, können Aufeinandertreffen von frei laufenden Hunden mit Wildtieren – insbesondere Schwänen und anderen Entenvögeln – auch tödlich enden. Besonders während der Brutzeit und in den ersten Wochen nach dem Schlüpfen der Küken gilt es vor allem, Abstand zu halten und seinen Hund möglichst anzuleinen. Nach ähnlichen Beiß-Vorfällen fordern Tierschützer etwa in Rheinland-Pfalz schon seit geraumer Zeit die Einführung eines Hundeführerscheins.

Im vorliegenden Fall ermittelt die Polizei nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Wer in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizeistation Lampertheim-Viernheim unter der Rufnummer 06206/9440-0 zu melden. (pm/mad)

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