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Schule in Rheinland-Pfalz: Neue Beschlüsse – Einrichtungen bleiben zu

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Von: Daniel Hagen

Rheinland-Pfalz - Im gesamten Bundesland sind die Ferien beendet und das Lernen geht weiter. Doch Corona und ein technisches Problem stellen Lehrer und Schüler auf die Probe.

Update vom 5. Januar, 21 Uhr: In Rheinland-Pfalz bleiben Schulen und Kitas bis zum 31. Januar geschlossen. Das bestätigt Ministerpräsidentin Malu Dreyer in einer Pressekonferenz. Kitas dürfen nur öffnen, wenn dringender Bedarf besteht. Die nächste Corona-Konferenz wird am 25. Januar stattfinden.

Update vom 5. Januar: Bei der Corona-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel dürfte der Schul-Lockdown heute der größte Streitpunkt sein. Nach dem Willen der Kultusminister*innen sollen die Bundesländer jedoch selbst entscheiden können, wann sie mit einer Teilöffnung der Schulen beginnen. Bei der Kultusministerkonferenz am Montag (4. Januar) wurde hierfür ein Stufenplan für die Öffnung der Schulen diskutiert:

Weitere Details zum Rückkehr in den Schulalltag gibt es noch nicht. Das weitere Vorgehen werden am Dienstag ab 13 Uhr die Länderchefs gemeinsam mit Kanzlerin Merkel diskutieren.

Schule in Rheinland-Pfalz: Unterrichtsbeginn endet in Chaos – wegen technischer Störung

Erstmeldung vom 4. Januar: Die Weihnachtsferien sind vorbei und in Rheinland-Pfalz beginnt am Montag (4. Januar) die Schule wieder – jedoch anders als sonst. Aufgrund des Coronavirus herrscht in ganz Deutschland ein harter Lockdown bis voraussichtlich zum 10. Januar. Doch bis zum 15. Januar wird in allen Schularten nur Fernunterricht stattfinden. Das bedeutet für Schüler: Entweder sie bekommen Aufgaben zum Bearbeiten zugeschickt oder es findet ein Online-Meeting statt. Beides ist für Kinder ohne Internet-Zugang oder Computer aber eher schwer. Nun spielt wohl auch noch die Technik nicht mit und sorgt für Chaos am ersten Schultag.

NameRheinland-Pfalz
Bevölkerung4,085 Millionen (2019)
HauptstadtMainz
MinisterpräsidentinMalu Dreyer (SPD)
SehenswürdigkeitenBurg Eltz, Trierer Dom, Dom zu Speyer, Mainzer Dom

Schule in Rheinland-Pfalz: Störungen sorgen für Chaos

Eigentlich sollten ab heute in ganz Rheinland-Pfalz die Kinder wieder zur Schule gehen und sich dort aufgeregt über Weihnachten und Silvester unterhalten – und nebenbei noch etwas lernen. Doch in Zeiten von Corona ist Heimunterricht angesagt, was durch schlechte Internetleitungen, fehlendes Lehrerwissen oder nicht vorhandene Computer schon schwer genug wird. So nutzen wohl viele Schulen im Bundesland die Lernplattform von Moodle. Dort kommt es aber seit heute Morgen zu zahlreichen Störungen.

Auf der Seite Netzwelt.de werden alle Störungs-Meldungen angezeigt. Dort ist zu erkennen, dass es über Moodle seit heute Morgen über 1.000 Meldungen gegeben hat. Die meisten betreffen Probleme mit dem Login oder dem Laden der Seite. Der Großteil der Nutzer mit diesen Störungen kommen aus Ludwigshafen am Rhein, Trier, Landau, Mainz, Kaiserslautern und Boppard – alles Städte in Rheinland-Pfalz. Auch das Videokonferenzsystem Big Blue Button soll aktuell Probleme machen und erschwert damit den Online-Unterricht. Durch die Störungen bei Moodle können Schüler zudem nicht die dort eingestellten Aufgaben einsehen und bearbeiten.

Schule in Rheinland-Pfalz: Abitur soll wie geplant geschrieben werden

Wie lange die Schüler noch zu Hause unterrichtet werden müssen, ist bislang noch unklar. Am Dienstag (5. Januar) beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Minister darüber, ob der bundesweite Lockdown noch weiter verlängert wird. Das wird auch Konsequenzen für die Schule haben. Auch in Baden-Württemberg sorgt das Thema für viel Zündstoff.

So hat Kultusministerin Susanne Eisenmann vor kurzem gefordert, dass der Präsenzunterricht auch während eines Lockdowns stattfinden soll. Das wiederholt sie auch beim Treffen der Kultusminister am Montag (4. Januar). Verbände und andere Politiker können sich einen normalen Unterricht ab dem 11. Januar aber nicht vorstellen. Nach jetzigem Stand soll aber das Abitur an G9-Gymnasien und integrierten Gesamtschulen in Rheinland-Pfalz trotzdem in den Schulen stattfinden. Das beginnt am 7. Januar und endet am 27. Januar. „Wir hoffen, dass wir dann aber auch Stück für Stück wieder mehr Schule in der Schule machen können“, sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

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