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Ludwigshafen: Scheidungshauptstadt! Nur in zwei Städten zerbrechen mehr Ehen

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Von: Peter Kiefer

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Ludwigshafen – Endlich mal eine Statistik, in der LU ganz weit vorne liegt! Schade nur, dass es eine Studie zu den 133 deutschen Städten mit der höchsten Scheidungsrate ist:

Nicht nur die besinnliche Vorweihnachtszeit und speziell die Feiertage beim Fest der Liebe, wo Pärchen samt Schwiegereltern aufeinander hocken, birgt enormes Streitpotenzial und viele Beziehungen gehen in die Brüche. Auch die inzwischen schon 20-monatige Corona-Pandemie samt Lockdown, Homeoffice, Quarantäne und Co. bringt viele Pärchen an ihre Grenzen. So sind im Jahr 2020 in Deutschland rund 373.000 Ehen aufgelöst worden.

Grund genug für das Info-Portal betrugstest.com, im Monat Dezember mal zu analysieren, in welcher Stadt sich die meisten Ehepaare scheiden lassen – gemessen an neuen Eheschließungen. Und siehe da: Unrühmlicher Spitzenreiter ist Ludwigshafen mit einer Scheidungsquote von 0,71 – nur noch getoppt von Emden (0,78) und Krefeld (0,72). Heißt: Unfassbare 71 von 100 Ehen sind in der Chemiestadt gescheitert!

StadtLudwigshafen am Rhein
BundeslandRheinland-Pfalz
Einwohnerzahl172.253 (Stand: 31. Dez. 2019)
Fläche77,55 km²
OberbürgermeisterinJutta Steinruck (SPD)

Scheidungen in Deutschland: So ranken Mannheim, Heidelberg und Co.

Als Quelle für die spannende Statistik hat betrugstest.com die aktuellen Daten aus dem Jahr 2020 zu Eheschließungen und Scheidungen in den 133 größten deutschen Städten ausgewertet. Die Angaben gehen aus den jeweiligen Statistikämtern der Länder und des Bundes hervor.

Übrigens: Worms belegt mit einem Wert von 0,56 den 15. Platz. In Mannheim (Platz 25 im Ranking) scheitert exakt jede zweite Ehe (Quote 0,5). Dahinter rangieren Frankenthal (30. Platz mit 0,48), Neustadt/Weinstraße (92. Platz mit 0,34) und Landau (116. Platz mit 0,27).

Scheidungsquote im Süden geringer als im Norden

Die bundesweit geringste Scheidungsquote hat die Domstadt Speyer (0,19)! Und auch Heidelberg (0,21) auf Rang 124 von 133 steht sehr gut da. Somit scheinen dort Beziehungskiller wie Ehebruch, Seitensprünge und Betrugsfälle kaum eine Rolle zu spielen und es kommt seltener zu gesetzlichen Trennungen.

Scheidung
Das symbolische Ende einer Ehe: Eine Frau zerreißt ihr Hochzeitsfoto. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Insgesamt befindet sich die Ehe im Abwärtstrend: Nach einer bundesweiten Scheidungsquote von 0,33 steht sie 2020 bei 0,39 – ein Anstieg von 17 Prozent. Überhaupt lässt sich als generelles Fazit sagen, dass die Ehen im Süden Deutschlands länger halten als im Rest der Republik. Der hohe Norden hat‘s dagegen nicht so mit dem Bund fürs Leben... (PM/pek)

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