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Tierhasser (40) bindet Hund an Zug fest – Frau rettet Vierbeiner in letzter Sekunde

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Von: Peter Kiefer

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Freinsheim - Im letzten Moment bemerkt eine Frau am Bahnhof einen Mann (40), der gerade einen kleinen Hund an einem Zug festknoten will. Der unfassbare Fall:

Das war buchstäblich Rettung in letzter Sekunde! Ein unfassbarer Vorfall beschäftigt die Polizei in Freinsheim bei Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz). Doch der Reihe nach: Am Dienstag (2. August) gegen 14 Uhr hat eine aufmerksame Zeugin einen Mann dabei beobachtet, wie er gerade im Bahnhof einen kleinen Hund an einem Zug festknoten will.

Freinsheim: Horror-Tat eines Tierhassers in der Pfalz vereitelt

Unmittelbar bevor ihr Zug im Begriff gewesen ist loszufahren, hat die Frau mit ihrer Tochter am Bahnsteig gestanden, als sie die Horror-Tat bemerkt: Der 40-jährige Mann war gerade dabei, die Leine des Vierbeiners an einer Öse an der Außenseite des Zuges zu befestigen. Sofort steigt die Zeugin aus, um den Tierhasser zur Rede zu stellen.

Fakt ist: Hätte der Zug am Freinsheimer Bahnhof seine Fahrt aufgenommen, wäre der Hund „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zumindest schwer verletzt, wenn nicht sogar getötet worden“, befürchtet die zuständige Polizeiinspektion Bad Dürkheim.

Ein Mann (40) wollte in Freinsheim (Rheinland-Pfalz) einen kleinen Hund an einen Zug festbinden. (Symbolfoto/Fotomontage)
Ein Mann (40) wollte in Freinsheim (Rheinland-Pfalz) einen kleinen Hund an einen Zug festbinden. (Symbolfoto/Fotomontage) © dpa-Bernd Wüstneck; Peter Klaunzer/Montage HEADLINE24

Rheinland-Pfalz: 40-Jähriger will Hund an Zug binden – und geht auf Polizisten los

Der 40-Jährige konnte von den alarmierten Polizeikräfte mit seinem Fahrrad und dem Hund in der dortigen Unterführung angetroffen werden. Doch auf eine Personenkontrolle hat er so gar keine Lust gehabt. Schon auf Ansprache durch die Polizisten hat er sofort aggressiv und bei der Personalienfeststellung falsche Personalien gemacht.

Doch damit nicht genug: Er droht den Einsatzkräften damit, sich gegen seine Durchsuchung aktiv zur Wehr zu setzen. Als er tatsächlich Widerstand leistet, greifen die Beamten zum polizeilichen Distanz-Elektro-Impulsgerätes („Taser“), um den Aggressor zu Boden zu bringen und zu fesseln.

Und siehe da: Bei seiner anschließenden Durchsuchung sind sowohl sein Personalausweis als auch mehrere Gramm Cannabis bei dem Mann gefunden und sichergestellt worden. Auf der Dienststelle ist dem 40-Jährigen dann eine Blutprobe entnommen worden.

Freinsheim: Mann (40) will Hund seiner Lebensgefährtin an Zug festbinden

Der Hund gehörte seiner Lebensgefährtin, die ihren Liebling wohlbehalten auf der Dienststelle abgeholt hat. Der 40-Jährige wollte keine Angaben zur Sache machen. Gegen ihn wird jetzt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

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Ohne das beherzte Eingreifen der Zeugin wäre der kleine Hund wahrscheinlich nicht mehr Leben. Die Polizei rät hier dennoch, sich in solchen Situationen nicht selbst in Gefahr zu bringen! Immer die Polizei alarmieren und Mitreisende oder Bahnbeschäftigte um Hilfe bitten. Sogar noch dramatischer endete ein Vorfall tags zuvor im rund 20 Kilometer entfernten Schifferstadt, wo ein Kind (13) beim Gassi gehen miterleben musste, wie der Hund überfahren und getötet wird. (pol/pek)

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