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Corona in RLP: Aus für 2G plus in der Gastronomie? Dehoga mit Forderung

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Von: Peter Kiefer

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Corona in Rheinland-Pfalz – Die wichtigsten Zahlen und Entwicklungen der Pandemie in RLP sowie die Top 5 der regional höchsten Inzidenzen im aktuellen News-Ticker:

Update vom 8. Dezember, 9:26 Uhr: Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Rheinland-Pfalz fordert in allen Lebensbereichen 2G und im Lebensmitteleinzelhandel 3G. „Das Plus bei 2G muss weg“, sagt Dehoga-Präsident Gereon Haumann der Deutschen Presse-Agentur in Mainz mit Blick auf die Gastronomie. Die Auswirkungen der seit vergangenen Samstag (4. Dezember) gültigen 2G-plus-Regelung seien „katastrophal“. Am Wochenende habe es flächendeckend 70 bis 90 Prozent Stornierungen im Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz gegeben.

2G bedeutet Zutritt nur für Geimpfte und Genesene. 2G plus gilt seit vergangenen Samstag überall in Innenräumen, wo die Maske nicht konsequent getragen werden kann, also auch in der Gastronomie. Geimpfte und Genesene brauchen dann auch noch einen negativen Schnelltest, es sei denn, sie sind bereits geboostert. Bei 3G können auch Ungeimpfte mit einem Test dabei sein. Derzeit brauchen sie diesen Test in Supermärkten und Geschäften des täglichen Bedarfs - wozu neben Apotheken auch Blumen- und Buchläden gehören - aber gar nicht.

Die Gastronomie-Betriebe hätten kein Verständnis, dass die Regelungen in den Nachbarbundesländern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg weniger streng seien, sagt Haumann. „Es gab noch kein signifikantes Infektionsgeschehen im Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz.“ Zudem leide wieder die Jugend besonders, die bei den Impfungen zunächst die vulnerablen Menschen vorgelassen habe, sagt Haumann. Viele dürften deshalb noch nicht boostern und müssten damit immer einen negativen Schnelltest vorlegen. Im Norden von Rheinland-Pfalz seien diese Tests zudem teilweise knapp, kritisiert Haumann.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Neustadt/Weinstraße620,9
SK Worms596,7
SK Speyer593,2
LK Germersheim507,7
LK Alzey-Worms495,0

Update vom 7. Dezember, 9:31 Uhr: Der rheinland-pfälzische Landtag berät am heutigen Dienstag (14 Uhr) in einer Sondersitzung über die aktuelle Corona-Lage. Dabei geht es um weitere Möglichkeiten zur Bekämpfung der Pandemie. Das Parlament soll der Landesregierung mit einem Beschluss ermöglichen, dafür den Instrumentenkasten zu erweitern. Bis dahin gilt weiterhin die 29. Corona-Bekämpfungsverordnung, die seit 4. Dezember in Kraft ist. Der Parlamentsbeschluss gilt für drei Monate – bis zum 7. März 2022. Danach muss der Landtag wieder zusammenkommen und den Beschluss erneuern.

Nach dem Infektionsschutzgesetz des Bundes ist ein besonderer Beschluss des Landesparlaments erforderlich, um weitere Maßnahmen zu ergreifen. Wenn die „konkrete Gefahr einer epidemischen Ausbreitung“ von Corona festgestellt wird, können solche Schutzmaßnahmen eingeführt werden. Dazu gehören etwa die Begrenzung des Zugangs zu Einrichtungen oder Einschränkungen für Freizeit-, Sport- oder Kulturveranstaltungen, also etwa auch die Schließung von Discos und Clubs.

Auch die Anordnung eines Abstandsgebots, Kontaktbeschränkungen im privaten und im öffentlichen Raum, Maskenpflicht, Pflicht zur Vorlage von Impf-, Genesenen- oder Testnachweisen, Hygienekonzepte sowie Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen gehören dazu. Ausdrücklich ausgeschlossen sollen dabei unter anderem die Anordnung von Ausgangsbeschränkungen, der Sportausübung oder auch von Schulschließungen sein.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Neustadt/Weinstraße666,0
SK Speyer634,6
LK Germersheim606,2
SK Worms579,9
LK Rhein-Pfalz-Kreis491,7

Corona in RLP: Rosenmontagszüge abgesagt – auch diese Städte gehen in den „Jeckdown“

Update vom 6. Dezember, 9:14 Uhr: Nachdem bereits die Schwesterstädte Ludwigshafen und Mannheim ihren gemeinsamen Fasnachtsumzug 2022 abgesagt haben, ziehen jetzt Trier und Koblenz nach. Dort müssen die beliebten Rosenmontagszüge am 28. Februar aufgrund der dramatischen Corona-Lage ausfallen. Das haben am Sonntag (5. Dezember) die Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) und bereits tags zuvor die Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) entschieden. Auch rheinaufwärts in Mainz steht der Rosenmontagszug - der größte närrische Lindwurm in Rheinland-Pfalz - auf der Kippe.

Der Rosenmontagsumzug im rheinland-pfälzischen Trier muss 2002 wegen Corona ausfallen. (Archivfoto)
Der Rosenmontagsumzug im rheinland-pfälzischen Trier muss 2022 wegen Corona ausfallen. (Archivfoto) © Harald Tittel/picture alliance/dpa

In Trier wurden neben dem Umzug auch andere närrische Veranstaltungen wie die traditionsreiche Proklamation der Weiberfastnacht oder der Neujahrsempfang abgesagt. „Auch wenn wir alle vor Wochen noch voller Enthusiasmus waren, haben uns die aktuellen Entwicklungen dazu bewogen, insbesondere auch im Bewusstsein unserer Verantwortung für die Gesundheit der Aktiven, des Publikums und der Menschen allgemein, diese schmerzliche Entscheidung zu treffen“, so ATK-Präsident Andreas Peters.

Die aktuellen Corona-Zahlen für Rheinland-Pfalz.
Die aktuellen Corona-Zahlen für Rheinland-Pfalz. © Pikisuperstar - Freepik.com/Montage HEADLINE24

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim727,9
SK Neustadt/Weinstraße667,8
SK Speyer530,1
SK Worms510,4
SK Kaiserslautern477,6

Corona in RLP: „Im kleinen Kreis zu Hause“ – FDP-Landeschef rät von Reisen an Weihnachten ab

Update vom 5. Dezember, 10:34 Uhr: Der im südpfälzischen Landau geborene designierte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (51, FDP) rät aufgrund der alarmierenden Corona-Lage mit hohen Infektionszahlen von Reisen an Weihnachten ab. Die Feiertage sollten „im kleinen Kreis zu Hause“ verbracht werden, mahnte der Landesvorsitzende der Liberalen in der „Bild am Sonntag“. Der Winter 2021 werde noch dramatischer als der Winter 2020. Die Kontaktbeschränkungen, auch im privaten Bereich, seien zur Pandemiebekämpfung wichtig.

Volker Wissing
Volker Wissing © Michael Kappeler / dpa

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim727,9
SK Neustadt/Weinstraße613,4
SK Speyer522,3
SK Kaiserslautern477,6
LK Kaiserslautern438,3

Corona in RLP: Dieser Testpflicht-Hammer gilt ab heute – Wer davon befreit ist

Update vom 4. Dezember, 11:16 Uhr: Neben Niedersachsen und Baden-Württemberg entfällt auch in Rheinland-Pfalz ab dem heutigen Samstag (4. Dezember) die Testpflicht für Menschen, die bereits ihre Booster-Impfung gegen Corona intus haben. Die Auffrischungsimpfung erhöhe den Impfschutz enorm, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). „Sie brauchen dann deshalb beispielsweise für ihren Besuch in einem Restaurant oder beim Betreten eines Fitnessstudios keinen weiteren Test mehr.“ Die 2G-Plus-Regel sieht vor, dass nur Geimpfte und Genesene mit einem negativen Test Zugang haben.

Hintergrund dieser Lockerung: Aktuelle Engpässe beim Testen, dazu sollen lange Warteschlangen bei eisiger Kälte vor Testzentren vermieden werden. Die Befreiung von der Testpflicht gelte ab der dritten Impfung. Für Personen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson sei die zweite Impfung maßgeblich und gelte als Auffrischung im Sinne der neuen Regelung. Aus wissenschaftlicher Sicht bestehe nach der Auffrischungsimpfung eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, sich und andere anzustecken.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim727,9
SK Neustadt/Weinstraße622,8
SK Speyer571,5
LK Rhein-Pfalz-Kreis491,7
Sk Kaiserslautern477,6

Corona in RLP: Hunderte Masken-Verweigerer erwischt – Polizei-Bilanz nach Kontrolltag

Update vom 3. Dezember, 10:15 Uhr: Die Polizei hat am Donnerstag (2. Dezember) bei einem landesweiten Kontrolltag die Einhaltung der geltenden Corona-Regeln überprüft. Ein besonderes Augenmerk hat dabei der seit dem 24. November geltenden 3G-Regelung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie der 2G-Regelung gegolten – etwa in der Gastronomie.

Auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz haben zwischen 12 bis 20 Uhr Kontrollen der zuständigen kommunalen Ordnungsbehörden und der Polizei statt. Teilweise wurden die Kontrollen gemeinsam durchgeführt. Schwerpunkte der gemeinsamen Aktion waren, neben der Kontrolle der landesweit gültigen Corona-Bekämpfungsverordnung (28. CoBeLVO), auch die Überwachung des Abstandsgebotes, der Maskenpflicht, der 3G-Regelung im ÖPNV sowie der 2G-Regelung bspw. in der Gastronomie, insbesondere hinsichtlich der Überprüfung und Feststellung von gefälschten Impfnachweisen.

Die Polizei in Mannheim hat Corona-Kontrollen im ÖPNV durchgeführt. (Symbolbild)
Die Polizei hat Corona-Kontrollen im ÖPNV durchgeführt. (Symbolbild) © Sebastian Kahnert/picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Insgesamt kontrollierten die Polizeibeamten des Polizeipräsidiums Rheinpfalz 2.084 Personen. Insgesamt wurden 730 Verstöße polizeilich festgestellt, davon 669 Verstöße gegen die Maskenpflicht, 30 Verstöße in Zusammenhang mit dem Betrieb von Gaststätten und anderen Einrichtungen, 18 Verstöße in Verbindung mit Veranstaltungen, 7 Verstöße im ÖPNV und 6 Verstöße gegen das Abstandsgebot. Die Kontrollen erzeugten vorwiegend positive Resonanz und Verständnis bei den Bürger*innen.

Der Großteil hielt sich an die derzeit gültigen Vorschriften. Die Polizei freute sich über die positive Bilanz des Kontrolltages und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger sich weiter an die Corona-Regeln zu halten, um das derzeitige Infektionsgeschehen deutlich zu reduzieren.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim662,0
SK Neustadt/Weinstraße562,8
SK Speyer476,9
SK Kaiserslautern443,5
LK Rhein-Pfalz-Kreis440,7

Corona in RLP: Lage in diesem Landkreis fast außer Kontrolle – Gesundheitsamt überfordert

Update vom 2. Dezember, 14:17 Uhr: Dramatische Situation im südpfälzischen Germersheim! Das dortige Kreis-Gesundheitsamt schlägt Alarm, weil man „völlig ausgelastet“ sei. Heißt: Die Behörde schafft es aufgrund der explodierenden Infektionszahlen nicht mehr, Menschen mit positiven Corona-Tests telefonisch zu kontaktieren! Das Gesundheitsamt konzentriere sich deshalb aktuell auf Einrichtungen wie Wohnheime, Schulen und Kitas. Was zu tun ist, wenn der PCR-Test ein positives Ergebnis zeigt, das ist unter www.kreis-germersheim.de/coronavirus nachzulesen. Jeder Infizierte solle sich sofort in häusliche Quarantäne begeben und alle Kontaktpersonen darüber informieren.

Laut Robert Koch-Institut hat der Landkreis Germersheim mit einer 7-Tage-Inzidenz von 666,6 den mit Abstand höchsten Wert in ganz Rheinland-Pfalz. Die Zahl der Corona-Todesopfer ist um weitere zwei Tote auf inzwischen 142 seit Pandemie-Beginn gestiegen. Die 7-Tage-Fallzahl der Hotspot-Region liegt bei 860. Deshalb der flammende Appell von Landrat Dr. Fritz Brechtel (CDU), sich rigoros an die Regeln zu halten und impfen zu lassen!

Corona in RLP: Trauriger Negativ-Rekord! Neuinfektionen auf Höchststand

Update vom 2. Dezember, 8:17 Uhr: Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz haben am Mittwoch (1. Dezember) so viele Corona-Neuinfektionen registriert wie nie zuvor an einem Tag. Innerhalb von 24 Stunden kamen 2.614 Fälle (Stand 14:10 Uhr) neu dazu, wie das Landesuntersuchungsamt mitteilte. Auch die 7-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen erreichte mit 309,6 einen Höchststand. Am Dienstag waren es 306,4 und am Mittwoch vergangener Woche 271,1. Die Hospitalisierungsinzidenz ging von 4,23 auf 4,18 Krankenhausaufnahmen von Covid-Patienten minimal zurück, bezogen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die landesweite Hospitalisierungs-Inzidenz ist nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes alleiniger Maßstab für Schutzmaßnahmen. Aktuell infiziert sind 33.250 Männer und Frauen in RLP. Die Zahl der Todesfälle von Covid-19 Patienten seit Beginn der Pandemie stieg um acht auf 4.294.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim666,6
SK Neustadt/Weinstraße572,2
SK Speyer475,0
LK Rhein-Pfalz-Kreis443,9
SK Frankenthal412,3

Corona in RLP: Kontaktbeschränkung für Ungeimpfte – so hart wird die neue Verordnung

Update vom 1. Dezember, 8:44 Uhr: Die rheinland-pfälzische Landesregierung will Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte verschärfen. Diese sollten nur noch Angehörige des eigenen Haushalts oder eine weitere Person treffen dürfen, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz. Rheinland-Pfalz will dies ab Samstag (4. Dezember) in der nächsten Corona-Bekämpfungsverordnung umsetzen. Auch dürfe es „Bilder voller Bundesligastadien einfach nicht mehr geben“, mahnt Dreyer und kündigt dazu eine neue Regelung an, „die möglichst bundeseinheitlich sein soll“. Alle weiteren Events, Einzelhandel und Weihnachtsmärkten findest Du hier.

Corona in RLP: Trauriger Rekord! 7-Tage-Inzidenz so hoch wie noch nie

Update vom 30. November, 13:41 Uhr: In der letzten Woche sind in rheinland-pfälzischen Arztpraxen mehr als 162.000 Corona-Impfungen verabreicht worden – eine enorme Steigerung gegenüber der Vorwoche um 70 Prozent, wie die Kassenärztliche Vereinigung am Dienstag mitgeteilt hat. Ein Großteil (132.000) davon seien Booster-Impfungen, aber auch die Zahl der Erstgeimpften sei deutlich gestiegen. Mehr als 500 Praxen hätten sich gemeldet, um auch fremde Patientinnen und Patienten zu impfen.

Corona in RLP: Trauriger Rekord! 7-Tage-Inzidenz so hoch wie noch nie

Update vom 30. November, 7:45 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz hat zum Wochenbeginn einen Höchststand erreicht: Das Landesuntersuchungsamt ermittelte am Montag einen Wert von 309,4. Tags zuvor ins es noch 299,8 gewesen, vor Wochenfrist 249,8. Die für Einschränkungen des öffentlichen Lebens maßgebliche Hospitalisierungsinzidenz sank von 4,21 auf 4,09 Krankenhausaufnahmen, bezogen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Bei einer Hospitalisierungsinzidenz über 3 gilt für Freizeiteinrichtungen und Kulturveranstaltungen die 2G-Regel, also Zutritt nur für Genesene oder Geimpfte. Die Gesundheitsämter registrierten 2.226 neue Corona-Infektionen (Stand 14:10 Uhr). Aktuell infiziert sind 29.988 Männer und Frauen in RLP. Die Zahl der Todesfälle von Covid-19-Patienten seit Beginn der Pandemie stieg um 14 auf 4.277. Die niedrigste 7-Tage-Inzidenz hat übrigens die Stadt Trier mit einem Wert von 174,3.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim643,4
SK Neustadt/Weinstraße600,3
SK Speyer498,6
SK Frankenthal434,9
LK Rhein-Pfalz-Kreis431,7

Corona in RLP: Brand-Anschlag auf Gesundheitsamt – keine Spur von Tätern

Update vom 29. November, 9:35 Uhr: Ein Dummer-Jungen-Streich oder vielleicht doch das Werk von Gegnern der Corona-Maßnahmen? Fakt ist: Unbekannte haben in der Nacht von Freitag auf Samstag (26./27. November) auf das Gesundheitsamt in Altenkirchen (Kreis Altenkirchen) einen Brandanschlag verübt. Menschen sind dabei nach Angaben der Polizei nicht zu Schaden gekommen. Der Eingangsbereich des Gebäudes mit Glastür, Fassade und Überdachung sei zerstört. Der Staatsschutz sei eingeschaltet worden, so ein Polizei-Sprecher am Sonntag. Erkenntnisse zu den Tätern gebe es bislang nicht. Die Ermittler gehen davon aus, dass der oder die Unbekannten eine brennbare Flüssigkeit vor dem Gebäude ausgossen und anzündeten.

Der Eingangsbereich des Gesundheitsamts in Altenkirchen im Westerwald ist nach einem vermutlichen Brandanschlag beschädigt.
Der Eingangsbereich des Gesundheitsamts in Altenkirchen im Westerwald ist nach einem vermutlichen Brandanschlag beschädigt. © Thomas Frey/picture alliance/dpa

Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 10.000 Euro. Gegen 2 Uhr früh hätten Zeugen ein Feuer vor dem Haus bemerkt, in dem das Gesundheitsamt des Kreises Altenkirchen seinen Sitz hat. Die Feuerwehr brachte die Flammen schnell unter Kontrolle. Durch die Hitze des Feuers platzten die Glasscheiben der Eingangstür, Teile der Fassade verrußten. Nach Angaben der Kreisverwaltungen sind außerdem mehrere Büros aufgrund von Rußschäden nicht mehr nutzbar. Dies schränke die Arbeitsmöglichkeiten des Amts ein.

Corona in RLP: Extrem-Gefälle bei Inzidenzen zwischen Geimpften und Ungeimpften

Update vom 28. November, 10:50 Uhr: Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz hat seit gestern 1.121 neue Corona-Fälle bestätigt. Drei weitere Personen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz beträgt nunmehr 299,8 pro. Hierbei lässt sich ein extremes Gefälle zwischen Geimpften und Nicht-Immunisierten Personen feststellen. Bei Geimpften liegt der Wert bei 162,8. Ungeimpfte hingegen weisen eine 7-Tage-Inzidenz von 590,9 auf! Auch die für die Pandemiebekämpfung maßgebliche landesweite 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz steigt auf 4,21 pro 100.000 Einwohner (Vortag: 4,01).

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Corona in RLP: Ab heute Besucherstopp im Klinikum Ludwigshafen

Update vom 27. November, 12:30 Uhr: Die angespannte Corona-Lage in Rheinland-Pfalz zwingt das Klinikum in Ludwigshafen zu einer drastischen Maßnahme. So hat sich das Krankenhaus dazu entschlossen einen kompletten Besucherstopp einzuführen. Immer wieder würden sich Patienten während des Klinik-Aufenthalts mit dem Coronavirus infizieren. Daher vermutet Günter Layer, Direktor des Klinikums Ludwigshafen, dass das Coronavirus durch Besucher ins Krankenhaus getragen werde – trotz negativem Testergebnis. Gegenüber dem SWR macht der Klinikdirektor klar: Das Besuchsverbot solle das nun verhindern.

Corona in RLP: Verlegung nötig – 4 Intensiv-Patienten aus Baden-Württemberg da

Update vom 26. November, 9:06 Uhr: Zum ersten Mal seit Pandemie-Beginn sind Covid-19-Patienten aus Baden-Württemberg in andere Bundesländer verlegt worden – und zwar nach Rheinland-Pfalz und ins Saarland. Laut der jeweiligen Innenministerien hat RLP vier der sechs vier Covid-Intensivpatienten aufgenommen, das Saarland zwei. Ein Patient sollte in die Region Trier, einer nach Rheinhessen und zwei in die Region Koblenz verlegt werden. Je einer wurde in Saarbrücken und Homburg aufgenommen.

Allein fünf Patienten wurden aus dem Pforzheimer Helios Klinikum verlegt, das laut eigenen Angaben über 20 Intensivbetten verfügt, von denen aktuell 15 Betten belegt werden können. Davon werden zehn Betten für Covid-19-Patienten genutzt. Damit liege die Klinik weit über dem von der Bundesregierung geforderten Anteil von 33 Prozent, teilte die Klinik auf dpa-Anfrage mit.

Die Zahl der Intensiv-Patienten steigt, daher sollen 2G-Regeln in Kraft treten. (Symbolfoto)
Vier Corona-Intensivpatienten sind von Baden-Württemberg nach Rheinland-Pfalz verlegt worden. (Symbolfoto) © Kay Nietfeld/dpa

Wegen der Notlage sei zuerst in Baden-Württemberg nach Platz gesucht worden - vergeblich. Deshalb seien die Krankenhäuser im eigenen „Kleeblatt“ Südwest zu Hilfe gerufen worden. Zu diesem gehören auch Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Im Rahmen des Kleeblatt-Systems sollen Covid-19-Patienten auch bundesweit verteilt werden können, wenn in einzelnen Regionen der Kollaps von Krankenhäusern droht. Eine Verlegung von Patienten mit anderen Erkrankungen ist laut eines Kriterienkatalogs der Intensivmedizinervereinigung Divi nur in Ausnahmefällen vorgesehen. Das Konzept war im Frühjahr 2020 unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle ins Leben gerufen worden.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim600,7
SK Speyer498,6
SK Worms451,7
LK Südwestpfalz438,3
LK Südliche Weinstraße437,8

Corona in RLP: Rückzieher! Medizinisches Personal – Zwei Tests pro Woche reichen

Update vom 25. November, 15:06 Uhr: Geimpftes und genesenes medizinisches Fachpersonal muss nun doch nur zweimal pro Woche getestet werden. Die Gesundheitsminister der Länder hätten sich auf eine gemeinsame Auslegung der geltenden Bestimmungen zu den Tests des medizinischen Fachpersonals verständigt, teilte das rheinland-pfälzische Ministerium am heutigen Donnerstag in Mainz mit. Zugelassen seien für diese Gruppe auch vom Arbeitgeber gestellte Antigen-Selbsttests.

Zudem brauchen Sorgeberechtigte von Kindern oder Begleiter hilfsbedürftiger Erwachsener nach Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums keinen Test, wenn sie genesen oder geimpft sind. „Die Testpflicht bezieht sich auf Beschäftigte von Praxen, aber nicht auf Patienten und Begleitpersonen“, stellte ein Sprecher des Ministeriums klar. Hintergrund: Tags zuvor war dies in Rheinland-Pfalz noch anders gesehen worden.

Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD).
Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). © Andreas Arnold/dpa

Corona in RLP: „Übers Ziel hinausgeschossen“ – Minister rudert zurück

Ebenfalls von den Tests ausgenommen sind Menschen, die in Eilfällen oder aufgrund hoheitlicher Befugnisse die Einrichtungen betreten, teilte das Ministerium in Mainz mit. Dazu gehören Rettungsdienste, Betreuungsrichter, Seelsorger bei der Sterbebegleitung, sowie Post- und Paketzusteller.

„Uns haben zahlreiche Hinweise aus den Einrichtungen und vom medizinischen Fachpersonal erreicht, dass die seit gestern geltende bundesrechtlich geregelte, tägliche Testpflicht für geimpftes und genesenes Personal in der Praxis über das Ziel hinausschießt“, sagte Minister Clemens Hoch (SPD). Zu den ohnehin hohen Belastungen im Gesundheitssystem dürften nicht noch weitere Hürden bei der Bewältigung des herausfordernden Alltags aufgebaut werden.

Corona in RLP: Kommt Impfpflicht? Das fordert Ministerpräsident Dreyer

Update vom 25. November, 9:57 Uhr: Die Rufe nach einer Impfpflicht werden auch in Rheinland-Pfalz immer lauter! Jetzt hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) im Gespräch mit dem SWR erneut dafür ausgesprochen, ernsthaft über eine allgemeine Corona-Impfpflicht bundesweit nachzudenken. „Ich war in der Vergangenheit auch eher skeptisch gegenüber einer allgemeinen Impfpflicht. Aber ich bin auch ratlos, wenn ich sehe, wie viele Menschen sich nicht impfen lassen“, erklärt Dreyer ihren Meinungsumschwung.

Malu Dreyer an einem Podest.
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) befürwortet inzwischen eine Impfpflicht im Kampf gegen Corona. (Archivfoto) © Andreas Arnold/dpa

Und auch die grüne Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz tendiert zu einer Impfpflicht: „Erst geht es um die Einführung einer Impfpflicht für bestimmte Einrichtungen, um Menschen, die besonders gefährdet sind, zu schützen“, so Fraktionschef Bernhard Braun gegenüber der dpa. Als mahnende Beispiele hat Braun Altenheime genannt. „Dann müssen wir die nächsten Schritte überlegen“, sagte der Grünen-Politiker. „Im Moment machen wir noch Werbung fürs Impfen.“ Einen Beschluss seiner Fraktion gebe es noch nicht. Mehr Tempo beim Impfen und Boostern sei in der Pandemie jetzt aber ganz dringend notwendig.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim558,9
SK Speyer473,0
SK Neustadt/Weinstraße444,6
SK Worms433,7
LK Südliche Weinstraße412,5

Corona in RLP: Booster-Boom! Riesiger Ansturm auf wiedereröffnete Impfzentren

Update vom 24. November, 10:21 Uhr: So langsam kommt Schwung in die Sache... Über 110.000 Menschen haben sich schon für einen Termin in einem der acht wiedereröffneten Impfzentren in Rheinland-Pfalz angemeldet. 100.000 von ihnen hätten laut Gesundheitsministerium inzwischen auch einen Termin. Die Impfzentren im Kreis Mainz-Bingen, in Ludwigshafen, Neustadt/Weinstraße, Trier, Koblenz, Germersheim, Kaiserslautern sowie im Rhein-Lahn-Kreis bieten seit Mittwoch (24. November) wieder Erst- und Zweitimpfungen, aber auch sogenannte Booster-Impfungen zur Auffrischung an. Das Impfzentrum in der Landeshauptstadt Mainz soll Anfang Dezember folgen.

Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) geht davon aus, dass die ebenfalls seit Mittwoch gültigen strengeren Corona-Regeln, eine Reihe ungeimpfter Menschen dazu bewegen werden, sich doch noch gegen das Virus schützen zu lassen. Die neue Corona Bekämpfungsverordnung in RLP erschwert den Zugang Ungeimpfter zu vielen Teilen des gesellschaftlichen Alltaglebens, weil dort nur noch der Zutritt für Geimpfte und Genesene gilt. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir es aus dieser Pandemie herausschaffen werden. Aber dafür müssen jetzt noch mehr Menschen sich und andere schützen, indem sie sich impfen lassen.“ Hoch betonte: „Wir haben im Land flächendeckende Impfangebote.“ Dazu zählten neben den Impfzentren vor allem die niedergelassenen Ärzte sowie die Impfbusse, kommunale Angebote und 21 Krankenhausstandorte.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Landau501,2
LK Germersheim476,7
LK Südliche Weinstraße454,0
SK Neustadt/Weinstraße410,8
SK Speyer409,9

Corona in RLP: Neue Verordnung ab morgen – Das blüht Ungeimpften in Warnstufe 2

Update vom 23. November, 15:21 Uhr: Jetzt ist es also amtlich! Das rheinland-pfälzische Kabinett hat am Dienstag aufgrund der rasanten Ausbreitung des Coronavirus eine neue Corona-Bekämpfungsverordnung mit strengeren Regeln beschlossen. Das hat das Gesundheitsministerium in Mainz der dpa bestätigt. Die Regeln treten am morgigen Mittwoch (24. November) in Kraft – im Einklang mit den neuen bundesweiten Vorgaben. „In Innenräumen gilt dann für Erwachsene grundsätzlich die 2G-Regel“, hatte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) angekündigt. Das bedeutet Zutritt nur noch für Genesene und Geimpfte. Ausgenommen ist der Handel.

Die neuen Regeln gelten landesweit, es gibt keine regionalen Unterschiede mehr. Grundlage sind die neuen bundeseinheitlich
vereinbarten Schwellenwerte – danach bemessen ist Rheinland-Pfalz in Stufe 2. Gemessen wird dies an der Hospitalisierungsrate. Dafür erfasst das Robert Koch-Institut (RKI) die gemeldeten Krankenhausaufnahmen von Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner in einem 7-Tage-Zeitraum für jedes Bundesland. Weil dieser Wert zwischen drei und sechs liegt, werden die Regeln in Rheinland-Pfalz verschärft. Sinkt er wieder unter drei oder steigt auf über neun, werde es eine neue Bekämpfungsverordnung mit neuen Regeln geben, hatte Hoch angekündigt.

Corona in RLP: Ab morgen gilt Warnstufe 2 – Das blüht allen Ungeimpften

Update vom 23. November, 10:03 Uhr: Jetzt wird‘s ernst für Ungeimpfte in Rheinland-Pfalz! Denn ab Mittwoch (24. November) dürfen Personen ohne vollständigen Impfschutz keine Restaurants, Kinos, Veranstaltungen, Friseure und viele anderen Bereiche betreten. Grund für die harte Maßnahme sei laut Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) die landesweit hohe Hospitalisierungsinzidenz von über 3. Bei der Verhängung der Warnstufe 2 werde nicht mehr nach einzelnen Stadt- und Landkreisen differenziert – sie gilt schlichtweg überall in RLP.

BundeslandRheinland-Pfalz
LandeshauptstadtMainz
Einwohnerzahl4.098.391 (31. Dezember 2020)
Fläche19.854 km²
MinsterpräsidentinMalu Dreyer (SPD)

Nach wie vor wie geimpft oder genesen werden Kinder bis 12 Jahren angesehen. Dagegen benötigen ungeimpfte oder nicht genesene Teenager zwischen 12 und 17 Jahren einen tagesaktuellen Selbsttest für die Teilnahme an Sport- und Freizeitaktivitäten. Laut Minister Hoch reiche der Hinweis auf schulische Tests künftig nicht mehr aus. Generell soll es an jeder Schule zwei anlasslose Test pro Woche geben. Maskenpflicht gilt ab Mittwoch an weiterführenden Schulen außer im Schulgebäude auch am Sitzplatz im Unterrichtsraum.

Apropos Maskenpflicht: Egal, ob eine Veranstaltung draußen im Freien oder in geschlossenen Räumen stattfindet, es muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden – auch aktuell auf Weihnachtsmärkten. Jedoch können die einzelnen Kommunen vor Ort je nach eigenem Sicherheitskonzept selbst entscheiden, ob der Budenzauber unter 2G oder 3G-Regeln über die Bühne geht.

Corona in RLP: Strengere Regeln in Pflegeeinrichtungen

Erstmeldung vom 23. November, 8:37 Uhr: Die Regeln für den Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus werden in Rheinland-Pfalz im Einklang mit den Beschlüssen von Bund und Ländern schärfer. „Wir wollen alles daran setzen, Infektionen von vulnerablen Menschen zu vermeiden“, sagte Sozialminister Alexander Schweitzer (SPD) am Montag in Mainz. Nicht nur ungeimpfte, sondern auch geimpfte und genesene Mitarbeiter und Besucher müssen sich von Mittwoch an täglich testen.

Die neue Landesverordnung sieht für diese Einrichtungen zudem ein Monitoring für den Impfstatus der Mitarbeiter und Bewohner vor. Die Einrichtungen müssen einmal wöchentlich die Zahl der Belegschaft und der Bewohner sowie den Anteil der Geimpften melden. Dazu gehören auch die Auffrischungsimpfungen. Diesen prozentualen Anteil der immunisierten Beschäftigten und Bewohner müssen die Einrichtungen im Eingangsbereich auch öffentlich bekanntgeben. Die Landesverordnung tritt bereits am Dienstag in Kraft.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim562,8
SK Landau524,8
LK Südliche Weinstraße479,3
SK Neustadt/Weinstraße373,3
SK Frankenthal361,0

(dpa/pek)

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