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Rheinland-Pfalz: Tödliches Staupe-Virus grassiert – Hunde unbedingt impfen

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Von: Peter Kiefer

Seit 2009 hörte man nichts von Staupe bei Füchsen. Nun gibt es leider wieder daran erkrankte Füchse. Foto: Patrick Pleul
Im rheinland-pfälzischen Landkreis Altenkirchen wurde bei einem jungen Fuchs das gefährliche Staupevirus nachgewiesen. (Symbolfoto) © Patrick Pleul/dpa

Rheinland-Pfalz – Für Menschen ist es zwar ungefährlich, aber für Hunde kann es das Todesurteil sein. Jetzt greift das Staupevirus weiter um sich. Was Experten raten:

In Rheinland-Pfalz muss weiterhin mit dem Auftreten des Staupevirus bei Wildtieren gerechnet werden. Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat den Erreger nun bei einem jungen Fuchs aus dem Landkreis Altenkirchen (Westerwald) nachgewiesen. Für Menschen ist das Virus ungefährlich, für Hunde kann es aber tödlich sein. Vor allem jagdlich geführte Hunde sollten deshalb durch eine Impfung geschützt werden.

Die Staupe ist eine der bedeutendsten Infektionskrankheiten bei Raubtieren wie Hund, Fuchs, Dachs, Marder oder Waschbär. Seit einigen Jahren breitet sich die Staupe bei Wildtieren in Deutschland weiter aus und wird in einigen Regionen für ein vermehrtes Fuchssterben verantwortlich gemacht.

BundeslandRheinland-Pfalz
LandeshauptstadtMainz
Einwohnerzahl4,085 Millionen (Stand: 2019)
Fläche19.847 km²
MinisterpräsidentinMalu Dreyer (SPD)

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Rheinland-Pfalz: Staupe-Alarm – Das sind typische Symptome

Die typischen Symptome der Staupe sind schleimiger Nasen- und Augenausfluss, Husten, Fieber, Erbrechen, Durchfall und starker Gewichtsverlust. Auch Bewegungsstörungen treten auf, kranke Tiere torkeln oder sind bewegungsunfähig. Eine Infektion mit dem Staupevirus verläuft nicht zwingend tödlich; häufig schwächt sie das Tier aber so stark, dass es anfällig für weitere Krankheiten wird.

Anstecken können sich empfängliche Tiere wie etwa Hunde durch den direkten Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Tiere, oder sie nehmen den Krankheitserreger aus einer verunreinigten Umgebung auf. Während Alttiere das Virus in sich tragen und ausscheiden können, ohne selbst zu erkranken, können vor allem bei Jungtieren schwere Krankheitsverläufe auftreten.

Ein Jagdhund sitzt neben einem Jäger
Speziell jagdlich geführte Hunde sollten per Impfung vor einer Staupe-Infektion geschützt werden. (Symbolfoto) © Owen Humphreys/PA Wire/dpa

Der letzte Nachweis der Staupe in Rheinland-Pfalz stammt aus dem Sommer 2020: Im vergangenen Jahr hatte das LUA den Erreger bei einem abgemagerten und desorientiert wirkenden Fuchs aus dem zum Hunsrück gehörenden Teil des Kreises Bernkastel-Wittlich festgestellt. (PM/pek)

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