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Studie zum Einkommen in RLP: Städte-Ranking zeigt Gewinner und Verlierer

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Rund 7.500 Euro liegen zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen in Rheinland-Pfalz. Das geht aus einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) hervor.

Das Einkommensgefälle in Deutschland ist laut der Deutschen Presseagentur (dpa) zwischen Ost und West, sowie zwischen Nord und Süd immer noch erheblich. Spitzenreiter laut der dpa ist Heilbronn mit einem Durchschnittseinkommen von 42.275 Euro pro Kopf im Jahr. Schlusslichter bilden hingegen Gelsenkirchen mit 17.015 und Duisburg mit 17.741 Euro Pro-Kopf-Einkommen. Der Bundesweite Durchschnitt lag bei 23.700 Euro. So stark ist das Einkommensgefälle in Rheinland-Pfalz:

Bundesland\tRheinland-Pfalz
LandeshauptstadtMainz
MinisterpräsidentinMalu Dreyer (SPD)

Einkommens-Ranking: So wurden die Daten in der WSI-Studie erhoben

Unter dem verfügbaren Einkommen verstehen die Wissenschaftler das Primäreinkommen, als die Summe der Einkommen aus Vermögen und Erwerbstätigkeit, minus Sozialbeiträge, Einkommensteuern, Vermögensteuern und sonstige direkte Abgaben. Dazu rechnen sie Sozialleistungen und sonstige öffentliche Transfers. Zudem werden etwa Leistungen wie Kfz- oder Haftpflichtversicherungen hinzu gezählt. Im Ergebnis steht das am Wohnort verfügbare Einkommen der privaten Haushalte, das für Konsum verwendet oder gespart werden kann.

Die Auswirkungen der Unterschiede beim verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen werden laut WSI allerdings durch staatliche Umverteilung mithilfe von Steuern und Sozialleistungen etwas verringert. „Die Analyse zeigt, dass das System staatlicher Abgaben und Transfers, zu denen etwa Kindergeld, Arbeitslosengeld oder Rentenzahlungen zählen, einen erheblichen Beitrag zur Angleichung der Einkommen in der Bundesrepublik leistet“, betonten die WSI-Forscher.

Studie zum Pro-Kopf-Einkommen: Die einzelnen Städte und Kreise in Rheinland-Pfalz im Vergleich

Das Ergebnis der Studie zeigt: Das Einkommensgefälle von West nach Ost ist mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung nicht verschwunden. So gibt es laut WSI in den neuen Ländern nur einen Kreis, in dem das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen den Durchschnitt für die Bundesrepublik von 23.706 Euro überschreitet. 

Laut der Studie des WSI ist der Kreis Bad Dürkheim mit einem jährlichen Durchschnittseinkommen von 27.144 Euro pro Kopf Spitzenreiter in Rheinland-Pfalz. Darauf folgt der Rhein-Pfalz-Kreis mit 27.081 Euro pro Kopf und Neustadt mit 26.431 Euro. Schlusslichter hingegen bilden mit einem niedrigen Pro-Kopf-Durchschnittseinkommen Ludwigshafen mit 20.074 Euro und Pirmasens mit 20.337 Euro. Im Vergleich zu Kreis Bad Dürkheim liegt Kaiserslautern sogar rund 7.500 Euro niedriger, also bei etwa 19.644 Euro Durchschnittseinkommen-Pro-Kopf.

Einkommen in Rheinland-Pfalz: Einzelne Personen beeinflussen Durchschnitt

Am Beispiel von Heilbronn kann man sehen, dass manchmal ein einzelner Milliardär reicht, um das Durchschnittseinkommen einer Stadt nach oben zu katapultieren. So sei die Spitzenposition von Heilbronn im Einkommens-Ranking laut WSI-Experten wohl nicht zuletzt auf den in der Region ansässigen Eigentümer einer großen deutsche Discounter-Kette und seine Stiftungen zurückzuführen

Insbesondere in einigen kleineren Städten oder ländlichen Gebieten mit sehr hohen Einkommen werde das Durchschnittseinkommen durch eine überschaubare Zahl sehr reicher Haushalte spürbar beeinflusst. (kjl/dpa)

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