Als erstes Bundesland

Rheinland-Pfalz rüstet Polizisten mit Elektroschockern aus

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Polizisten in Rheinland-Pfalz setzen zukünftig Taser im Streifendienst ein (Symbolfoto)

Rheinland-Pfalz - Nach einer erfolgreichen Testphase bei der Polizei in Trier werden im Bundesland zukünftig Elektroschocker, sogenannte Taser, im Streifendienst eingesetzt.  

„Der Wert des Gerätes zum Schutz der Einsatzkräfte und zur Vermeidung von Verletzungen des polizeilichen Gegenübers hat sich im Pilotprojekt eindrucksvoll bestätigt", so Innenminister Roger Lewentz nach dem einjährigen und wissenschaftlich begleiteten Testlauf der sogenannten Distanz-Elektroimpulsgeräte bei der Polizeiinspektion Trier. Jetzt sollen die Taser auch in weiteren Zentren von Rheinland-Pfalz eingesetzt werden. 

„In zwei von drei Fällen zeigte bereits die Androhung des Einsatzes Wirkung. Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland, das die Geräte im Streifendienst einsetzt“, betont Lewentz. Der Ministerrat hat nach Vorlage des Projektabschlussberichtes einer Ausweitung des Taser-Einsatzes am Dienstag zugestimmt.

Verletzungsrisiko senken

„Eingesetzt wurden die Geräte vor allem bei Vorfällen mit gewalttätigen und aggressiven Personen, die häufig unter dem Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln standen oder psychische Auffälligkeiten aufwiesen“, erläutert der Minister. Bislang griffen Polizisten in den beschriebenen Einsatzsituationen in erster Linie zu Pfefferspray und Schlagstock, mit dem entsprechenden Verletzungsrisiko in der Auseinandersetzung für beide Seiten.

Einsatz- sowie Aus- und Fortbildungskonzepte speziell für den Umgang mit DEIG, sollen den Polizeikräften Handlungs- und Rechtssicherheit geben. Die Vorgaben für den Einsatz von DEIG verbieten grundsätzlich eine Anwendung gegen Personen, die als herzkrank bekannt, erkennbar schwanger oder dem äußeren Eindruck nach noch nicht 14 Jahre alt sind.

„Ein Ausstattung der Einsatzkräfte, die sich regelmäßig mit unvorhersehbaren, gewalttätigen und gefährlichen Situationen konfrontiert sehen und dadurch nicht selten Verletzungen davon tragen, ist anhand der vorliegenden Ergebnisse des Abschlussberichtes zielführend und auch notwendig“, stellt der Innenminister fest.

pm/kab

Quelle: Mannheim24

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