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Rheinland-Pfalz: Polizei warnt! Neue Betrugs-Masche mit Corona-Medikament

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Von: Daniel Hagen

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Ältere Frau telefoniert
Die Polizei warnt vor einer neuen Masche von Trickbetrügern. (Symbolfoto) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Rheinland-Pfalz - Die Polizei warnt die Bevölkerung vor einer neuen Betrugsmasche. Dabei wird mit der Angst vor dem Coronavirus und dem Tod eines Angehörigen gespielt!

„Falscher Polizist“, „Falscher Microsoft-Mitarbeiter“ oder „Falscher Handwerker“ sind alles Bezeichnungen für Maschen von Trickbetrügern, die sich als jemand ausgeben, um andere Menschen zu berauben. Diese Identitäten werden oft in Form von sogenannten Schockanrufen genutzt, um durch Angst den gesunden Menschenverstand auszutricksen. So sind schon manche Personen – meist Senioren – um ihr Erspartes oder ihre Rente erleichtert worden. Nun warnt das Polizeipräsidium Mainz vor einer neuen Masche, die an die aktuelle Corona-Situation angepasst worden ist.

Rheinland-Pfalz: Polizei warnt vor neuer Betrugs-Masche mit Corona-Medikament

„Ihre Tochter liegt auf der Intensivstation. Wenn wir nicht so schnell wie möglich ein spezielles Corona-Medikament aus der Schweiz erhalten, wird sie die Nacht nicht überleben. Dafür müssen Sie aber so sofort 7.000 Euro bezahlen. Es zählt jetzt jede Sekunde!“. So oder so ähnlich klingt eine neue Betrugsmasche, die sich gerade in Rheinland-Pfalz breit macht. Die Betrüger geben sich als Mitarbeiter eines Krankenhauses aus und erzählen Senioren, dass eines ihrer Familienmitglieder wegen Corona im Sterben liegt.

Da alles ganz schnell gehen muss, werden die Opfer massiv unter Druck gesetzt. Durch geschickte Gesprächsführung der Kriminellen sind zudem kaum Rückfragen möglich. Aus Angst, das Leben eines Familienmitglieds zu riskieren, geben manche Personen am Ende nach und zahlen das Geld. Vor kurzem ist auch ein älteres Ehepaar aus Plankstadt auf einen solchen Trick hereingefallen.

So schützen sich Opfer vor Trickbetrug

Das Polizeipräsidium Mainz warnt nun vor der neuen Masche und gibt Opfern Tipps, wie sie sich im Notfall verhalten sollen. So sollen sie sich dem Telefonat entziehen und sofort die genannte Klinik anrufen, um die Angaben zu überprüfen. Das bedeutet zwar leider mehr Stress für die aktuell sowieso schwer geplagten Krankenhäuser, kann aber vor einem Betrug schützen. Die Kriminalpolizei bittet zudem darum, ältere Angehörige über die Masche zu informieren. Bei Hinweisen solle zudem die Polizei verständigt werden – vor allem, wenn man die Betrüger gerade am Telefon hat. (pol/dh)

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