1. Ludwigshafen24
  2. Region

Rheinland-Pfalz: Impfskeptiker kriegen Druck von RLP-Gesundheitsminister

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Peter Kiefer

Rheinland-Pfalz – Landesgesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) will den Druck auf Impfskeptiker erhöhen. Was der Politiker zu Zwangsimpfungen für Schüler sagt:

Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) will den Druck auf Impfskeptiker und die Anreize fürs Impfen mit Blick auf die Ausbreitung der Delta-Variante erhöhen. „Es kann bei manchen Aktivitäten für Erwachsene wie einem Discobesuch so sein, dass dieser faktisch nur noch für Geimpfte möglich sein wird“, so der SPD-Minister gegenüber der „Rhein-Zeitung“ (Montag).

Bundesland\tRheinland-Pfalz
LandeshauptstadtMainz
Fläche19.847 km²
Einwohnerzahl4,085 Millionen (Stand: 2019)
MinisterpräsidentinMalu Dreyer (SPD)

Natürlich werde es weiter die Möglichkeit des vorherigen Testens geben. „Aber wenn sich nur noch ein sehr geringer Teil der Bevölkerung testen lassen muss, wird es nicht mehr so viele Angebote wie aktuell geben.“ Clemens Hoch kündigte an, zusammen mit vielen gesellschaftlichen Partnern über den Sommer hinweg noch einmal verstärkt dafür werben zu wollen, sich impfen zu lassen.

Rheinland-Pfalz: SPD-Gesundheitsminister gegen Durchimpfung von Schulkindern

Eine Durchimpfung der Schulkinder lehnte der SPD-Politiker aus Rheinland-Pfalz ab: „Wir werden einen Schulbesuch nicht davon abhängig machen, ob jemand geimpft ist oder nicht.“ Der gute Schutz für Kinder sei zunächst, wenn sich möglichst viele Erwachsene impfen lassen.

Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD).
Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). © Andreas Arnold/dpa

Anders als bei Erwachsenen, bei denen neben dem Selbstschutz auch der Schutz der anderen eine Rolle spiele, müsse bei Kindern die Impfung allein dem Kindeswohl dienen. Die Politik dürfe nicht einfach über die Impfung von Kindern entscheiden. „Es ist allein Sache der Eltern gemeinsam mit einem Arzt, die Frage zu beantworten, ob es ihren Kindern mit einer Impfung besser geht als ohne.“ (dpa/pek)

Auch interessant

Kommentare