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Rheinland-Pfalz: Dreyer und Steinmeier gedenken Flutopfern – „Wir trauern mit Ihnen“

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Von: Daniel Hagen

Staatsakt zum Gedenken der Opfer der Flutkatastrophe
Frank-Walter Steinmeier spricht auf einer Gedenkveranstaltung für die Flutopfer. © Thomas Frey/dpa

Rheinland-Pfalz - Bei einer Gedenkveranstaltung für die Flut-Opfer bekunden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsidentin Malu Dreyer Solidarität.

Mit emotionalen Worten haben sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Mittwoch (1. September) bei einem Staatsakt an die Opfer der Flutkatastrophe gewandt. „Wir wissen, dass in ihrem Leben nichts mehr ist, wie es war“, sagt Steinmeier am Nürburgring. „Aber Sie sollen wissen: Auf ihrem Weg zurück ins Leben lässt Sie Ihr Land nicht allein.“ Auch Dreyer sagt den Betroffenen Solidarität zu. „Ich weiß, dass die größte Sorge vor Ort jetzt ist, vergessen zu werden, wenn sich die Kameras wieder auf andere Ereignisse richten.“ Den Betroffenen sage sie aber: „Niemand wird vergessen!“

Die Naturkatastrophe habe Rheinland-Pfalz bis ins Mark getroffen, sagt Dreyer. „Die vielen Schicksale gehen mir nicht aus dem Kopf.“ Die Betroffenen sollten wissen, dass sie nicht allein sind. „Ganz Rheinland-Pfalz nimmt Anteil an ihrem Leid. Und wir sind in der Trauer verbunden mit unserem Nachbarland Nordrhein-Westfalen, das ebenfalls viele Todesopfer zu beklagen hat. Mit uns trauert ganz Deutschland.“

NameRheinland-Pfalz
HauptstadtMainz
Bewohner4,085 Millionen (2019) Eurostat
MinisterpräsidentinMarie-Luise Anna „Malu“ Dreyer

Rheinland-Pfalz: Malu Dreyer und Frank-Walter Steinmeier bekunden Solidarität

Steinmeier spricht von „enormem Respekt“, dass die Menschen trotz Verzweiflung nicht aufgegeben haben. „Dass Sie trotzdem anpacken, nach vorne blicken, so unendlich schwer es auch oft fallen mag. Und auch dafür möchte ich Ihnen danken“, betont er. Für die Betroffenen sei nichts mehr, wie es war. „Ich möchte Ihnen, den Angehörigen und Hinterbliebenen, heute mein tiefes Beileid und meine Anteilnahme aussprechen. Wir, das ganze Land, trauern mit Ihnen.“

Malu Dreyer und Frank-Walter Steinmeier
Malu Dreyer und Frank-Walter Steinmeier bekunden Solidarität mit den Flutopfern. © Thomas Frey/dpa

Steinmeier mahnt zügige Hilfe an. „Sie, die sie so schwer getroffen wurden. Sie brauchen dringend finanzielle Unterstützung, und ich begrüße den umfangreichen Hilfsfonds, den die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat.“ Auch die Länder hätten Gleiches getan. „Die Gelder müssen so schnell wie möglich zu Ihnen kommen, zu denen, die diese Hilfe dringend brauchen.“ Das Unheil gehe alle an. „Wir alle müssen uns die Frage stellen, was können wir tun, um auf solche Katastrophen, auf solche Extremwetterlagen besser vorbereitet zu sein?“

Rheinland-Pfalz: Land und Kommunen helfen beim Wiederaufbau

Dreyer sagt, die Landesregierung werde alles dafür tun, dass „die alte Heimat auch die neue Heimat“ sein könne. „Wir wollen zusammen mit den kommunal Verantwortlichen und allen Menschen vor Ort ein Ahrtal mit Zukunft aufbauen. Eines, in dem die Menschen gern und möglichst sicher leben können.“ Vermutlich werde nicht alles wie zuvor. „Lassen Sie uns den Wiederaufbau nutzen, um das Tal nachhaltig und zukunftssicher zu entwickeln! Die Landesregierung steht den Betroffenen und den Kommunen dabei zur Seite, darauf können sie sich verlassen“, betont die Ministerpräsidentin.

Am Staatsakt nehmen unter anderem auch Angehörige der Toten und Vermissten, Verletzte, Geschädigte, Hilfskräfte und Bürgermeister der betroffenen Orte teil. Der Nürburgring ist laut Staatskanzlei „ein Symbol für Solidarität und Hilfe“ für Flutgeschädigte: Hier waren nach der Katastrophe die Einsatzkräfte koordiniert und Hallen mit Sachspenden gefüllt worden. In Rheinland-Pfalz sind bei dem Hochwasser nach extremem Starkregen am 14. und 15. Juli allein 133 Menschen im besonders betroffenen Ahrtal und ein Mensch im Bereich des Polizeipräsidiums Trier ums Leben gekommen. Nach der Flut-Katastrophe wird gegen einen Landrat ermittelt, der die Warnung zu spät gemeldet haben soll. (dpa/dh)

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