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Corona in Rheinland-Pfalz: Mehr als 1.000 Neuinfektionen an einem Tag

Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Mehr als 1.000 neue Infektionen binnen 24 Stunden und eine Inzidenz über 200 in drei Kommunen des Landes – das ist die heutige Bilanz.

  • In Rheinland-Pfalz haben sich bislang 36.067 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
  • Die 7-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz liegt aktuell bei einem Wert von 130,8 (Stand: 19. November)
  • Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert bessere Bezahlung für Pflegepersonal

Update vom 19. November: Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz haben am Donnerstag 1.024 neue Corona-Infektionen gemeldet.Die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie steigt auf 36.067, wie das Landesuntersuchungsamt am Donnerstag mitteilt. Die Zahl der Todesfälle von infizierten Menschen steigt auf 402. Aktuell sind nach Angaben der Behörde 16.078 Menschen mit dem Virus infiziert.

Drei der 36 Kommunen des Landes liegen über einem Wert von 200: Speyer (235,4), der Landkreis Kaiserslautern (218,9) sowie die Landeshauptstadt Mainz (218,2).

Corona in Rheinland-Pfalz: Diese 5 Kommunen haben Inzidenz-Wert über 200

Update vom 17. November, 20:28 Uhr: Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz haben am Dienstag 686 neue Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie steigt auf 34.122, wie das Landesuntersuchungsamt am Dienstag mitteilt. Die Zahl der Todesfälle von infizierten Menschen steigt um 11 auf 381. Aktuell sind nach Angaben der Behörde 15.108 Menschen mit dem Virus infiziert.

Von 138 positiv getesteten Patienten, die aktuell auf Intensivstationen behandelt werden, müssen 76 beatmet werden, wie aus Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vom Montag hervorgeht. Die 7-Tage-Inzidenz liegt am Dienstag landesweit bei 139,7 und damit leicht unter dem Wert vom Wochenbeginn (144,6). Fünf der 36 Kommunen des Landes liegen über einem Wert von 200: Speyer (352,0), Ludwigshafen (285,6), die pfälzischen Landkreise Kaiserslautern (239,7) und Kusel (227,9) sowie die Landeshauptstadt Mainz (212,7).

Corona in Rheinland-Pfalz: Malu Dreyer kündigt Maßnahmen-Konzept an – es soll bis Januar gelten

Update vom 17. November, 8 Uhr: Nach den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ländern hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ein bis Januar geltendes Gesamtkonzept für Corona-Maßnahmen angekündigt. So könnten nach einem für die kommende Woche geplanten Beschluss alle Menschen auf dieser Grundlage ihre Vorbereitungen für Weihnachten, Silvester und einen Winterurlaub treffen, sagte Dreyer am Montagabend in Mainz. Mit Blick auf den steilen Anstieg der Corona-Infektionen im Herbst sagte Dreyer, „dass wir die Welle erstmal gebrochen haben“. Die Dynamik der Neuinfektionen habe dank der Einschränkungen seit Anfang November abgebremst werden können. „Allerdings haben wir die Trendwende noch nicht erreicht“, sagte die Ministerpräsidentin.

Corona in Rheinland-Pfalz: Merkel-Forderung – Treffen nur noch mit EINEM Haushalt

Update vom 16. November, 20:24 Uhr: Am Montagabend findet die Corona-Pressekonferenz mit Angela Merkel statt. Doch anstatt neue Verschärfungen zu nennen, listet sie nur Empfehlungen auf. Hintergrund: Bereits nächste Woche soll eine neue Konferenz mit den Ministerpräsidenten stattfinden und erst dann werden wohl neue Corona-Regeln festgelegt.

Merkel appelliert aber an alle Bürger, folgende Empfehlungen einzuhalten:

  • Bei Erkältungssymptomen, wie Husten oder Schnupfen, sollte sich jeder sofort nach Hause begeben und einen Arzt informierren. Dieser soll entscheiden, ob ein Test gemacht werde oder nicht.
  • Auf private Feiern soll verzichtet werden.
  • Treffen sollen nur mit zwei Haushalten stattfinden. Die jeweiligen Hausstände sollen nicht gewechselt werden – das gelte auch Kinder und Jugendlichen.
  • Auf Reisen und Aufenthalten im geschlossenen Publikumsverkehr soll verzichtet werden.
    Besuch von Risikogruppen soll nur stattfinden, wenn Besucher ganz sicher sind, dass sie nicht infiziert sind.

Update vom 16. November, 15:54 Uhr: Die Ministerpräsidenten und Angela Merkel scheinen sich am Montag nicht ganz einig zu werden. Wie die BILD berichtet, werden mehrere Beschlüsse der Kanzlerin vom Beschlusspapier gestrichen. Unter anderem wollen die Länder NICHT, dass es Verschärfungen in Schulen (Halbierung der Klassen, Maskenpflicht in Grundschulen), Bußgelder gegen Verstoß der strengen Kontaktbeschränkung und Quarantäne bei Erkältungssymptomen (Schnupfen, Husten) geben soll.

Allerdings: Ein Haushalt soll sich ab sofort nur noch mit zwei Personen eines weiteren Haushalts treffen dürfen. Die Konferenz ist noch nicht beendet.

Corona in Rheinland-Pfalz: „Lage bleibt ernst“ – Malu Dreyer stellt Büger

Update vom 16. November: Heute steht der nächste Tag der Entscheidung an. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die anderen Regierungschefs von Bund und Ländern beraten am heutigen Montag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie – und ziehen Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns, der seit 2. November in Deutschland gilt.

Im Anschluss an die Videokonferenz will Dreyer dann gegen 17:30 Uhr über die Ergebnisse und mögliche Auswirkungen für Rheinland-Pfalz informieren. Vor den Beratungen hatte Dreyer von ersten Anzeichen gesprochen, dass sich die Dynamik der Infektionen abschwäche. Sie betonte aber: „Die Lage bleibt ernst.“ In der ARD-Sensdung „Bericht aus Berlin“ äußerte sich die SPD-Politikerin über ein mögliches Verschärfen der Corona-Maßnahmen: „Sollten wir zu dem Ergebnis kommen, dass wir weitere Maßnahmen ergreifen, egal ob jetzt oder nächste Woche, dann finde ich das Thema Kontaktbeschränkungen eines der nahe liegendsten, weil es geht darum, dass wir Kontakte weiter reduzieren, und nicht unnötig die Infrastruktur noch mal belasten.

Das sieht wohl offensichtlich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel so. Die hatte sich bereits am Samstag (14. November) in einem Video-Podcast geäußert und die Bevölkerung erneut auf schwierige Monate wegen der Corona-Krise eingestimmt. Aus der durchgesickerten Beschlussvorlage für die heutige Corona-Schalte von Bund und Ländern wird offensichtlich, dass die Regierung nun weitere Schritte plant, um einer raschen Ausbreitung des SARS-CoV-2-Erregers weiter entschieden entgegenwirken zu können.

So sollen offenbar zahlreiche Verschärfungen der aktuellen Corona-Maßnahmen umgesetzt werden. Davon betroffen sind unter anderem private Treffen, Feiern und Schulen. Hier soll der Betrieb zwar weitergeführt, jedoch auch eine Maskenpflicht für alle Schüler eingeführt werden. Zudem sollen Schulklassen halbiert werden.

Verschärfung der Corona-Maßnahmen – diese Regeln sollen schon bald umgesetzt werden:

  • Auf private Feiern soll zunächst bis zum Weihnachtsfest gänzlich verzichtet werden.
  • Kinder und Jugendliche sollen sich nur noch mit einem festen Freund oder einer festen Freundin in der Freizeit treffen.
  • Private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollen auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt sein
  • Auf freizeitbezogene Aktivitäten und Besuche in Bereichen mit Publikumsverkehr sowie nicht notwendige private Reisen und touristische Tagestouren soll gänzlich verzichtet werden.
  • Auch auf nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr oder nicht notwendige Fahrten mit öffentlichen Beförderungsmitteln soll verzichtet werden.
  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit soll ab sofort nur mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestattet werden – dies gilt verbindlich und Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen sollen entsprechend von den Ordnungsbehörden sanktioniert werden.
  • Das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge sowie Lehrerinnen und Lehrer auf dem Schulgelände und während des Unterrichts sei vorzusehen
  • Das Tragen eines adäquaten Mund-Nasen-Schutzes muss die Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht darstellen, es sei denn, im Einzelfall sprechen medizinische Gründe gegen das durchgängige Maskentragen
  • Es sollen ausnahmslos feste Gruppen (Kohorten) gebildet werden, wobei die Größe von Gruppen in Klassenräumen gegenüber dem Regelbetrieb zu halbieren ist. Alternativ sind größere Räumlichkeiten für den Schulbetrieb zu nutzen. 
  • Besonders gefährdete Personen wie Alte und Kranke sollen nach dem Willen des Bundes zum Schutz vor Corona von Dezember an vergünstigte FFP2-Masken erhalten.

Corona in Rheinland-Pfalz: Engpässe in Krankenhäusern – Dreyer fordert bessere Bezahlung für Pflegepersonal

Update vom 15. November, 13 Uhr: In Rheinland-Pfalz ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen binnen eines Tages um 550 gestiegen. Seit Ausbruch der Pandemie bis zum Sonntag wurden insgesamt 32.540 Fälle gezählt, wie das Sozialministerium in Mainz mitteilte. Aktuell seien mit dem Virus Sars-CoV-2 im Land 15.884 Menschen infiziert. Die Zahl der Gestorbenen mit einer Coronavirus-Infektion erhöhte sich am Sonntag im Vergleich zum Samstag um einen Fall auf 363.

Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen von Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz beträgt derzeit 134. Das war einer weniger als am Vortag. 72 Patienten mussten beatmet werden, wie aus Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin hervorgeht.

Corona in Rheinland-Pfalz: Engpässe in Krankenhäusern – Dreyer fordert bessere Bezahlung für Pflegepersonal

Update vom 15. November: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat sich angesichts der Zunahme schwerer Corona-Erkrankungen und Engpässen in den Krankenhäusern für eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte ausgesprochen. „Für eine langfristige Pflege-Strategie ist es wichtig, dass wir zu einer besseren Bezahlung kommen“, sagte Dreyer der Deutschen Presse-Agentur. „Dazu brauchen wir allgemeingültige Tarifverträge.“ Für die Menschen in den Pflegeberufen sei die Zunahme der schweren Verläufe eine „enorme Belastung“.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) spricht im rheinland-pfälzischen Landtag mit Abgeordneten.

Das Gesundheitssystem in Rheinland-Pfalz sei so gut wie möglich vorbereitet. „Wir haben die Zahl der Intensivbetten verdoppelt und über 2.000 Pflegekräfte qualifiziert.“ Mit der generalistischen Ausbildung werde zudem ein gemeinsamer Ausbildungsgang für Kranken-, Kinder- und Altenpflege geschaffen und damit Pflegeberufe attraktiver gemacht. „Ein weiterer Baustein ist die Übernahme und Delegation von ärztlichen Aufgaben, die den Beruf auch finanziell attraktiver machen.“ Zwar gebe es erste Anzeichen, dass sich die Dynamik der Infektionen abschwäche. Aber: „Die Lage bleibt ernst.

Frühestens am Montag (16. November) lasse sich ablesen, ob und wie der zum 2. November eingeführte Teil-Lockdown wirke. „Der Schlüssel für den Erfolg in der Pandemiebekämpfung bleibt das Verhalten von jedem und jeder einzelnen“, mahnte die Ministerpräsidentin. Die Diskussion um Schulschließungen halte sie „aktuell für falsch“, sagte Dreyer. Sie seien in Rheinland-Pfalz keine Hotspots der Infektionen. Und: „Wir haben in einem großen Kraftakt viele Bereiche des öffentlichen Lebens geschlossen, damit Kitas und Schulen offen bleiben können, weil wir schmerzlich erfahren haben, wie sehr viele Kinder und ihre Familien in der Zeit der Schulschließung gelitten haben.

Corona in Rheinland-Pfalz: Verwaltungsgericht hat alle Hände voll zu tun – zahlreiche Eilanträge gegen Corona-Regeln

Update vom 14. November: Der neue Corona-Teil-Lockdown beschäftigt das Mainzer Verwaltungsgericht. In den ersten zwei Wochen seien zur neuen Corona-Rechtslage, die seit November gilt, 9 Klageverfahren und 30 Eilverfahren eingegangen,
wie Gerichtssprecherin Stefanie Lang der Deutschen Presse-Agentur verriet. In zwei Eilverfahren sei vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) in Koblenz Beschwerde eingelegt und diese auch bereits entschieden worden. Danach müssen Tennishallen für den Amateur- und Freizeitsport vorerst geschlossen bleiben. Geklagt hatte ein Tennisverein. Untersagt wurde auch eine geplante Baumesse in Bad Dürkheim.

Andere Antragsteller vor dem Verwaltungsgericht seien unter anderem Fitnessstudios, ein Tattoo-Studio, ein Künstler sowie eine Einrichtung aus dem Rotlicht-Milieu und ein Schiedsrichter.

Weil die Bekämpfungsverordnung von der Landesregierung erlassen wurde, ist in den meisten Fällen das Mainzer Verwaltungsgericht zuständig. Ausnahmen sind Verfahren, bei denen es um konkrete regionale Belange geht, wie etwa eine Schulschließung oder ein Versammlungsverbot, wie der Sprecher des Oberverwaltungsgerichts in Koblenz, Thomas Stahnecker, erläuterte. Ein Normenkontrollantrag gegen die Rechtsverordnung beim OVG sei in Rheinland-Pfalz nicht möglich.

Corona in Rheinland-Pfalz: Aktuelle Fallzahlen

Bislang gibt es in Rheinland-Pfalz insgesamt 31.375 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben – davon gelten aktuell 14.726 Fälle als aktiv, 16.293 Personen sind wieder genesen. Seit Beginn der SARS-CoV-2-Pandemie sind in Rheinland-Pfalz insgesamt 356 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt laut Robert-Koch-Institut im Bundesland derzeit bei 137,6.

Corona in Rheinland-Pfalz: Wird im Dezember alles noch strenger?

Update vom 13. November: Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten treffen sich am Montag, um erneut über die Corona-Lage zu sprechen. Merkel spricht bereits am Donnerstag von „schweren Wintermonaten“, die uns erwarten. Man kann davon ausgehen, dass über neue Verschärfungen statt Lockerungen gesprochen wird. Unter anderem werden folgende Maßnahmen genannt:

  • Alle Sporthallen schließen – außer für Profi- und Schulsport
  • Veranstaltungen mit maximal 15 Personen
  • Finanzielle Unterstützung für Gastro, Hotellerie, Selbstständige
  • Keine Schließung des Einzelhandels, da Weihnachtszeit umsatzstärkste Zeit ist

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, sagt in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“, wenn man am Montag zu dem Ergebnis komme, dass man noch nichts Aussichtsvolles sagen könne, dann treffe man sich ein paar Tage später wieder. 

Corona in Rheinland-Pfalz: Malu Dreyer – wie geht es im Dezember weiter?

Meldung vom 12. November: Mainz - Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sieht „vorsichtige Anzeichen“ für eine Verlangsamung des zuletzt rasanten Tempos der Ausbreitung des Coronavirus. Seit dem 2. November gilt in Rheinland-Pfalz eine neue Corona-Verordnung mit strengeren Regeln. Mit Blick auf den seit eineinhalb Wochen geltenden Teil-Lockdown bezeichnete Dreyer die „Novemberhilfen des Bundes“ für die von den Schließungen betroffenen Unternehmen, Selbstständige und Vereine als Dreh- und Angelpunkt. „Der Bundeswirtschaftsminister hat uns versichert, dass er mit Hochdruck daran arbeitet, damit wir Länder schnell mit den Auszahlungsverfahren starten können“, sagte sie am Mittwoch in ihrer Regierungserklärung vor dem Mainzer Landtag.

Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Malu Dreyer vor der Bund-Länder-Schalte – so soll es weitergehen

Am kommenden Montag (16. November) steht das nächste Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an. Dann werde eine erste Zwischenbilanz gezogen, kündigte Dreyer an. Sie wolle sich dann dafür stark machen, dass Veranstalter und Künstler, die jetzt kaum Einnahmemöglichkeiten hätten, über den November hinaus Hilfen erhalten. „Denn Kultur ist keine Branche wie jede andere“, betonte Dreyer.

Trotz der steigenden Infektionszahlen gehe sie davon aus, dass in Rheinland-Pfalz auch in Zukunft alle an Covid-19-Erkrankten die notwendige medizinische Versorgung erhalten können, sagte die Regierungschefin weiter. Die Maskenpflicht für Schüler ab Klasse fünf im Unterricht sowie feste Lerngruppen in den Grundschulen sollten einen sicheren Unterricht gewährleisten. Sollte dies nicht reichen, müssten die Schulen in Wechselmodelle von Online- und Präsenzunterricht gehen. Die 180 vom Land geförderten Schulbusse würden noch einmal um 70 aufgestockt.

Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Die aktuellen Fallzahlen im Bundesland

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist am Mittwoch um 924 auf 28.937 seit Beginn der Pandemie gestiegen. Aktuell infiziert sind 13.221 Menschen, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. Die Zahl der gestorbenen Menschen mit Coronavirus-Infektion steigt inzwischen täglich sehr viel stärker als im Spätsommer, am Mittwoch um acht auf nunmehr 342. 

Die sogenannte Reproduktionszahl für die vergangenen sieben Tage schätzte das Robert Koch-Institut (RKI) auf 0,93. Dies bedeutet, dass im Schnitt 100 infizierte Menschen 93 weitere infizieren. Bundesweit liegt der Wert bei 0,92. Die sogenannte Inzidenz von Infektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen lag am Mittwoch in Rheinland-Pfalz bei landesweit 127,4. Am höchsten war dieser Wert im westpfälzischen Landkreis Kusel mit 273,4. Danach folgen die Stadt Mainz (259,9) und der Kreis Kaiserslautern (194,4). Abgesehen vom Rhein-Pfalz-Kreis liegen alle Landkreise und Städte in Rheinland-Pfalz über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Corona in Rheinland-Pfalz: Politiker fordern Dezember-Plan – „Licht am Ende des Tunnels, aber...“

Die rheinland-pfälzische FPD-Politikerin Cornelia Willius-Senzer forderte von der Bundesregierung „dringend einen Plan“, wie es im Dezember und danach mit dem Kampf gegen das Coronavirus weitergehen solle. Es müsse klar werden, wo die Infektionsherde lägen und wie Risikogruppen geschützt werden sollten. Von einer Entspannung der Situation könne angesichts der steigenden Infektionszahlen nicht die Rede sein.  Der Chef der Grünen-Fraktion, Bernhard Braun, sagte: „Ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Aber der Tunnel ist noch ziemlich lang. Wir können nicht die Masken ablegen und tanzen.“ Die Intensivbetten in Deutschland seien bei steigenden Infektionszahlen bereits so stark ausgelastet wie im Frühjahr. Daher sei es dringend notwendig, Schutzmaßnahmen zu ergreifen und Kontakte zu vermeiden. 

Corona in Rheinland-Pfalz: Biontech vermeldet Impfstoff-Durchbruch – „die weltweit besten Nachrichten...“

Malu Dreyer äußerte sich in ihrer Regierungserklärung am Mittwoch auch stolz über die Mainzer Firma Biontech. Diese werde die weltweit erste sein, die in der kommenden Woche einen Antrag auf Zulassung eines Impfstoffs gegen Corona stelle. Es werde eine einheitliche nationale Impfstrategie geben. Über die mit der Verteilung verbundenen ethischen Fragen regte sie eine Orientierungsdebatte im Landtag an. „Die weltweit besten Nachrichten kommen derzeit aus Mainz“, sagte auch die FDP-Fraktionsvorsitzende Cornelia Willius-Senzer mit Blick auf den Corona-Impfstoff von Biontech. (kab/dpa)

Rubriklistenbild: © dpa/Wolfgang Kumm

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