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Rheinland-Pfalz: 200 Menschen aus Afghanistan eingetroffen – „Lange Reise hinter sich“

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Von: Daniel Hagen

Konflikt in Afghanistan - Geflüchtete auf Ramstein Air Base
200 Menschen aus Afghanistan sind in Rheinland-Pfalz eingetroffen. © Ssgt. Emma James/U.S. Air/dpa

In Rheinland-Pfalz sind am Wochenende die ersten Menschen aus Afghanistan angekommen. Nach der Flucht vor den Taliban sollen sie erstmal in Bitburg unterkommen.

In den letzten Tagen und Wochen ist die Situation in Afghanistan eskaliert. Nach dem Abzug deutscher und amerikanischer Streitkräfte haben die radikalislamischen Taliban das Land und die Hauptstadt Kabul unerwartet schnell eingenommen. Seitdem werden frühere Ortskräfte und ihre Familien aus dem Land evakuiert, da ihnen als Helfer der Bundeswehr der Tod droht. Doch auch Oppositionelle, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten müssen um ihr Leben fürchten.

NameRheinland-Pfalz
LandeshauptstadtMainz
Bevölkerung4,085 Millionen (2019) Eurostat
MinisterpräsidentinMarie-Luise Anna „Malu“ Dreyer

Rheinland-Pfalz: 200 Menschen aus Afghanistan eingetroffen

In Rheinland-Pfalz sind am Wochenende (21. und 22. August) die ersten 200 Menschen aus Afghanistan eingetroffen. Nach Angaben des Integrationsministeriums werden sie in die Aufnahmeeinrichtung des Landes für Asylbegehrende in Bitburg gebracht. Für die Evakuierung aus dem südasiatischen Land wird die Air Base Ramstein von der Bundeswehr und der US-Army als Drehkreuz genutzt.

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„Die Evakuierten haben eine lange und kräftezehrende Reise hinter sich“, sagt Integrationsministerin Katharina Binz und fordert, dass die Menschen jetzt erst einmal zu Ruhe kommen sollten. Weitere Details sind bislang noch nicht bekannt. „Rheinland-Pfalz ist bereit, seine Verpflichtungen gegenüber diesen Menschen zu erfüllen, die durch ihre jahrelange Arbeit für deutsche Dienststellen nunmehr einer Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt sind. Und viele sind es derzeit noch“, ergänzt Binz.

Rheinland-Pfalz: Auch Nachbarland nimmt Flüchtlinge auf

Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat klargemacht, dass sein Bundesland Geflüchtete aus Afghanistan aufnehmen werde. Dort sollen bis zu 1.100 Menschen aufgenommen werden – auch in Heidelberg. Die Stadt ist wegen des Landesankunftszentrums in Patrick-Henry-Village eigentlich von der Zuweisung von Flüchtlingen zur kommunalen Unterbringung befreit, hat aber in der Vergangenheit immer wieder freiwillig Flüchtlinge aufgenommen. Seit 2015 waren es mehr als 500 Personen. (dpa/dh)

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