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„Kein Durchkommen“ – Falschparker blockieren Winterdienst im Rhein-Neckar-Kreis

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Von: Peter Kiefer

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Rhein-Neckar-Kreis - Während der Winterdienst logistisch auf den ersten Schnee vorbereitet ist, macht den Zuständigen im Landratsamt ein ganz anderes Problem zu schaffen:

Noch lässt die weiße Pracht auf sich warten – doch im Rhein-Neckar-Kreis ist man bereits bestens auf den ersten Schneefall und glatte Straßen vorbereitet. So soll es Anfang Dezember in Baden-Württemberg zum Kälteeinbruch mit Schnee kommen. Aber neben der Logistik beschäftigt die Verantwortlichen noch etwas ganz anderes: Rücksichtslose Falschparker, die Streufahrzeuge behindern und somit die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gefährden.

Die drei Straßenmeistereien im Rhein-Neckar-Kreis sind für Winter gerüstet

Wenn der zu erwartende Wintereinbruch kommt, ist der Winterdienst der drei Straßenmeistereien des Rhein-Neckar-Kreises vorbereitet. Um möglichst schnell räumen und streuen zu können, unterhält der Rhein-Neckar-Kreis acht Winterdienst-Stützpunkte, die sich über den Landkreis erstrecken. Diese befinden sich in Eberbach, Neckarbischofsheim, Neckargemünd, Schwetzingen, Sinsheim, Vorderheubach (Heiligkreuzsteinach), Weinheim und Wiesloch.

Dort wurden in den vergangenen Wochen die Salzlagerhallen aufgefüllt, sodass nun für die Wintersaison über 7.000 Tonnen Salz und rund 150.000 Liter Sole (eine Wasser-Salz-Lösung) für das 856 Kilometer lange Straßennetz – darunter auch Bundes-, Landes- und Kreisstraßen – zur Verfügung stehen.

In einigen Ortsdurchfahrten im Rhein-Neckar-Kreis wie hier in Altenbach gibt es oft schwierige Engstellen für den Winterdienst.
In einigen Ortsdurchfahrten im Rhein-Neckar-Kreis wie hier in Altenbach gibt es oft schwierige Engstellen für den Winterdienst. © Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

Winterdienst im Rhein-Neckar-Kreis zwischen 6 und 22 Uhr unterwegs

Der Winterdienst ist so organisiert, dass die Befahrbarkeit der Straßen werktags zwischen 6 und 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 7 und 22 Uhr nach besten Kräften gewährleistet wird. Ein Rechtsanspruch hierauf besteht allerdings nicht.

Gestreut wird eine Kombination aus Trockensalz und Salzlösung, um eine optimale Tauwirkung zu erreichen. Die Salzsole erzeugen die Mitarbeiter des Amts für Straßen- und Radwegebau übrigens an fünf Standorten selbst, um Kosten zu sparen und sich nicht abhängig von Lieferanten zu machen. 

Bei kalter Witterung werden die Straßenzustände an verschieden Orten im Landkreis bereits ab 3 Uhr morgens geprüft, um einen eventuell notwendigen Räum- und Streueinsatz auszulösen und je nach winterlicher Beeinträchtigung zu koordinieren.

Oft kein Durchkommen für den Winterdienst 

Doch die beste Vorbereitung für die Wintersaison nützt nichts, wenn Räumfahrzeuge immer wieder von parkenden Autos aufgehalten werden. In einigen Ortsdurchfahrten im Rhein-Neckar-Kreis sind oft ohnehin schwierige Engstellen gegeben. Wenn dann noch parkende Autos hinzukommen, entsteht ein regelrechter Hindernisparcours für die Mitarbeitenden des Winterdienstes und es gibt unter Umständen kein Durchkommen mehr.

„Bei vergangenen Winterdiensteinsätzen hat sich leider immer wieder gezeigt, dass viele Fahrzeuge in den Ortsdurchfahrten so an beiden Fahrbahnrändern geparkt sind, dass die Räumfahrzeuge stark behindert werden. Jede Verzögerung beeinträchtigt dabei das Team des Winterdiensts und somit auch die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden“, so Dr. Daniel Nyman, zuständiger Referatsleiter im Amt für Straßen- und Radwegebau im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis.

Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg. (Archivfoto)
Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg. (Archivfoto) © HEIDELBERG24/Peter Kiefer

Man bitte daher alle Autofahrer schon in deren eigenem Interesse „beim Parken darauf zu achten, dass auch Räumfahrzeuge vorbeikommen können, da die angebauten Schneepflüge eine Breite von drei Meter und mehr aufweisen“, appelliert Dr. Nyman.

Landratsamt sucht Straßenwärter-Nachwuchs

Für das Ausbildungsjahr 2023 sucht das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis mit Sitz in Heidelberg übrigens noch zuverlässige und motivierte Nachwuchskräfte für die Ausbildung zum Straßenwärter. Neben den Räum- und Streuarbeiten im Winterdienst kümmern sich die Mitarbeiter des Amts für Straßen- und Radwegebau unter anderem um die Grünpflege, kontrollieren Straßenzustände und sichern Bau- und Unfallstellen.

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Bewerbungen sind bis zum 15. Februar 2023 online unter www.rhein-neckar-kreis.de/strassenwaerter möglich. Dort gibt es auch weitere Infos zum Berufsbild. (PM/pek)

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