Abkühlung gefällig?

Qualität der Badeseen einwandfrei! Einziges Problem: Die Wasservögel...

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Der Badesee in St.Leon-Rot.

Rhein-Neckar-Kreis - Die Badesaison kann beginnen! Obwohl die ersten Ergebnisse des Gesundheitsamtes sehr zufriedenstellend sind, gibt es ein Problem, das nicht unterschätzt werden darf:

Kaum steuern die Temperaturen auf 30 Grad zu, wollen die meisten bei diesem Wetter nur eins: Abkühlen! Neun Badeseen sind im Rhein-Neckar-Kreis als offizielle Badegewässer ausgewiesen und eignen sich perfekt zum Schwimmen und Plantschen.

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Sehr gute Ergebnisse bei Kontrollen

Aufgrund der Badegewässerverordnung Baden-Württemberg müssen die Badeseen regelmäßig kontrolliert werden. Zu Beginn der Badesaison sind bereits einige Untersuchungen durchgeführt worden, die Ergebnisse sind sehr zufriendstellend: „Die ersten in der diesjährigen Badesaison vor Ort gemessenen Wasserwerte und Probenahmen waren nicht zu beanstanden und deuteten auf eine hygienisch einwandfreie Wasserqualität hin“, teilt Albert Karras vom Gesundheitsamt mit. 

Während den Sommermonaten werden die Seen alle zwei Wochen untersucht, indem mikrobiologische Proben entnommen werden. Im Labor des Landesgesundheitsamtes werden diese dann auf sogenannte ‚Indikatorparameter‘ (e.-coli und Enterokokken) überprüuft, außerdem werden ph-Wert, Sichttiefe, Sauerstoffgehalt, Luft- und Wassertemperatur festgestellt.

Durch die jahrelange Überwachung und Datenerhebung können Vergleiche hergestellt werden, die bei Problemen als Reverenz benutzt werden. „Außerdem beobachten wir Algenbildungen, überprüfen sichtbare Verunreinigungen des Wassers und nehmen die allgemeine Sauberkeit der Anlagen in Augenschein“, erklärt Gesundheitsamt-Mitarbeiterin Sarah Vanessa Samuelsen.

Der Badesee in Heddesheim.

Die Belastung durch Badeseen spiele übrigens nur eine verhältnismäßig geringe Rolle, sp Karras.

Problem: Wasservögel

Obwohl sich das alles nach sehr guten Nachrichten anhört, gibt es ein ‚tierisches‘ Problem, das Badeseebetreibern und dem Gesundheitsamt Sorgen bereitet. Durch einen großen Bestand an Wasservögeln, die sich sowohl als kleinen, als auch an größeren Seen am liebsten am Badestrandbereich aufhalten, werden Wasser und Liegeflächen durch Fäkalbakterien verschmutzt. 

Neben der Wasserverunreinigung treten hier durch Ansammlungen der Wasservögel auch hohe Kosten für den Reinigungsaufwand der Sand- und Grasflächen an - zum Ärger der Betreiber. 

Deshalb die klare Ansage des Experten des Gesundheitsamtes: Die Vögel nicht füttern! Denn: „So schön Tierliebe auch ist – das Füttern von Wasservögeln an Badeseen ist der Badewasserqualität nicht zuträglich“

Auf der Webseite der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg gibt einen Überblick über die Badeseen und Informationen über die Ergebnisse der regelmäßigen Qualitätskontrollen.

cet/lra

Quelle: Mannheim24

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