Kriminalitäts-Statistik 2017

Weniger Straftaten im Rhein-Neckar-Kreis – mit einer Ausnahme!

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Die Polizei stellt im Mannheimer Präsidium die Kriminalstatistik 2017 vor.

Rhein-Neckar-Kreis - Die Kriminalitätsstatistik 2017 hat Licht- und Schattenseiten. Während viele Straftaten-Felder rückläufig sind, gibt es deutlich mehr Rauschgift- und Sexualdelikte.

Die Kriminalstatistik 2017, die die Polizei am Mittwoch (21. März) im Mannheimer Präsidium vorstellt, zeigt positive und negative Entwicklungen im Rhein-Neckar-Kreis.

Insgesamt zeigt sie einen Rückgang der Straftaten (von 76.749 auf 74.838) im Vergleich zu 2016 auf – zumindest in der Stadt Mannheim (1,5 Prozent) und dem Landkreis (6,3 Prozent). Im Heidelberger Stadtgebiet steigen sie um 1,4 Prozent.

Weniger Einbrüche, mehr Rauschgiftdelikte

2017 gab es weniger Wohnungseinbrüche (29 Prozent) im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mannheim. Auch die Zahl der Taschendiebstähle (24,5 Prozent) oder Sachbeschädigungen (7 Prozent) ist gesunken. 

Dafür verzeichnet die Polizei aber einen deutlichen Anstieg bei Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetzt beziehungsweise des Asyl-Verfahrensgesetz (21,9 Prozent). Auch die Anzahl der Rauschgiftdelikte (16 Prozent) und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (10,2 Prozent) sind 2017 gestiegen. Der Schwerpunkt bei diesen Straftaten liegt bei exhibitionistischen Handlungen und sexuellen Belästigungen. 

Der Anstieg bei den Sexualstraftaten ist einerseits so zu erklären, dass im Zuge der #Metoo-Debatte die Hemmschwelle Anzeige zu erstatten, gesunken ist und auch dass sich juristisch in diesem Bereich etwas getan hat. War früher Grapschen eine sexuelle Nötigung, ist es jetzt eine sexuelle Belästigung.      

Ebenfalls lesenswert: Sicherheitsbefragung: Stadt Heidelberg will „technologisch und personell stark aufrüsten“

„Straftaten gegen das Leben“  

Insgesamt 11 Morde (und fünf Versuche), 23 Fälle des Totschlags sowie sechs fahrlässige Tötungen und zwei Fälle von strafbaren Schwangerschaftsabbrüchen verzeichnet die Polizei im letzten Jahr. Stolz ist das Präsidium dabei auf eine Aufklärungsquote von 97,6 Prozent.

Vermehrte Auto-Aufbrüche

23 Prozent aller KfZ-Aufbrüche in Baden-Württemberg geschahen 2017 im Zuständigkeitsbereich die Polizeipräsidiums Mannheim!

Im Stadtbezirk Heidelberg gab es eine Zuwachsrate dieser Delikte um 50 Prozent. Grund für die enorme Steigerung sind diverse Aufbruchs-Serien. Die Autoknacker verursachten einen Sachschaden von 2,81 Millionen Euro!

Auch in Sachen Ladendiebstählen weist das Polizeipräsidium die höchsten Zahlen in Baden-Württemberg auf. Heidelberg erreicht mit 1.757 Delikten sogar einen Höchststand der letzten 10 Jahre.

Intelligente Videoüberwachung

Wiederum eine Trendwende gibt es bei Raubdelikten. Mit 19,1 Prozent verzeichnet die Polizei einen deutlichen Rückgang. Die Aufklärungsquote liegt bei 56,8 Prozent.

Beanstandet wird außerdem die hohe Zahl von Gewalttaten gegen Polizeibeamte (441 Fälle). 

Gegenmaßnahmen sollen unter anderem auf technologischer Basis stattfinden. So zum Beispiel durch die geplante intelligente Videoüberwachung und Bodycams. Mitte des Jahres 2018 sollen die intelligenten Kameras zum Einsatz kommen.  

Auch interessant: Zahlen der Straftaten in Rheinland-Pfalz 2017

gs

Quelle: Mannheim24

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