Gefährliche Krankheit

Wegen Masern-Verdacht: Kinder vom Kindergarten ausgeschlossen!

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Kinder wegen Masern-Verdacht von Kindergarten ausgeschlossen (Symbolfoto).

Rhein-Neckar-Kreis - Sie sind eine der ansteckendsten Viren und für den Tod hunderttausender Kinder weltweit verantwortlich: die Masern! Jetzt sind sie auch bei uns auf dem Vormarsch:

„Die Masern sind wieder auf dem Vormarsch“, diese beunruhigende Mitteilung macht am Mittwoch das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis. Bereits in diesem Jahr gibt es in Baden-Württemberg 30 gemeldete Fälle, allein 13 davon Anfang März.

Masern in der Region: Kinder werden von Kindergarten ausgeschlossen!

Es werden im Rhein-Neckar-Kreis bereits Kinder vom Kindergarten ausgeschlossen, weil der Verdacht auf Masern vorliegt und kein ausreichender Impfschutz vorliegt. „Für die Eltern bedeutet dies einen hohen Betreuungsaufwand und einen Ausfall am Arbeitsplatz. Diese Folgen hätten durch einen adäquaten Impfschutz vermieden werden können,“ betont Dr. Schwertz. Laut ,Rhein-Neckar-Zeitung‘ seien zwei Kindergärten aus der Region davon betroffen.

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Die Inkubationszeit von Masern beträgt etwa 14 Tage. Bereits drei bis vier Tage vor Krankheitsausbruch können die Betroffenen die Erreger übertragen. Deshalb werden Schüler und Kinder ohne Impfschutz nach Kontakt mit einem Masernerkrankten in der Regel für 14 Tage von Kindergarten beziehungsweise Schule ausgeschlossen. Dies sei eine wichtige frühe Maßnahme, um zu verhindern, dass sich die hoch ansteckenden Masern weiter ausbreiten.

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Gesundheitsamt befürchtet Anstieg von Masernneuerkrankungen

Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises befürchtet einen Anstieg von Masern-Neuerkrankungen. Amtsleiter Dr. Rainer Schwertz rät deshalb: „Es bietet sich deshalb an, die Gelegenheit zu nutzen und den eigenen Impfschutz und den Schutz der eigenen Angehörigen, insbesondere der eigenen Kinder, auf Vollständigkeit zu überprüfen.

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Die Masern gelten laut dem Landratsamt als eine der ansteckendsten Krankheiten der Menschen überhaupt und seien trotz effektiver Impfstoffe immer noch ein Grund für die hohe Kindersterblichkeit auf der Welt. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ergeben, dass 2017 rund 110.000 Kinder an Masern gestorben sind. Um die gefährliche Krankheit ein für alle mal zu eliminieren, müsse die Infektionskette durchbrochen werden. Das gelingt jedoch nur, wenn mindestens 95 Prozent der Bevölkerung immun gegen Masern sind. 

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Masern: Das sind die Symptome der gefährlichen Krankheit

Das Virus wird durch das Einatmen von Tröpfchen – etwa beim Sprechen, Husten oder Niesen – übertragen. Fast alle Menschen, die mit Masern-Infizierten Kontakt haben und nicht immun sind, stecken sich an. Masern-Erkrankungen verlaufen in der Regel mit hohem Fieber, Schnupfen, Bindehautentzündung und Husten. Nach wenigen Tagen kommt es zu einem rötlich-braunen Hautausschlag

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Masern-Viren haben die Eigenschaft das Immunsystem zu schwächen. Dadurch kann es zu Folgeinfektionen kommen – beispielsweise Mittelohrentzündung, Hirnhautentzündung oder Lungenentzündung. Besonders schwer können Masern bei Säuglingen und Menschen mit Grunderkrankungen verlaufen.

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pm/jol

Quelle: Mannheim24

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