Fiese Abzocke

Achtung: Falsche Microsoft-Mitarbeiter! 

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Wem soll man da noch vertrauen: Im Internet lauern immer mehr Betrüger 

Es gibt sie überall: Miese Betrüger im Internet mit den kreativsten und dreisten Tricks. Doch diese Masche ist wirklich fies...

Die Lüge: Unbekannte geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus, die angeblich dabei helfen Software-Probleme zu beheben! So registrierte die Kriminalpolizei Heidelberg im letzten Jahr 2013, über 80 Computerbesitzer in Heidelberg und Region die mit dieser Masche rücksichtslos über den Tische gezogen wurden.

Das Konzept ist immer das selbe: 

Die Täter agieren deutschlandweit und rufen wahllos Haushalte – so auch in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis – und geben sich, häufig in englischer Sprache, als Mitarbeiter des Microsoft-Supports aus. Dem Angerufenen wird dabei suggeriert, dass auf ihrem Computer dringend ein Update der Sicherheitssoftware installiert werden müsse.

Die Installation und die Wartung würden dann über einen sogenannten Fernzugriff erfolgen. Die Opfer werden zunächst aufgefordert, eine Fernwartungs-Software wie Ammyy oder TeamViewer zu installieren, damit der falsche Techniker Zugang zum PC erhält.

Für die Arbeiten des "falschen" Technikers wird die Zahlung einer Servicepauschale und gleichzeitig auch die Kreditkartendaten verlangt.

Wenn der Angerufene die Software wie gefordert installiert und dem Betrüger den Zugang gewährt, kann dieser den Computer ungehindert ausspionieren. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich die Täter so Zugang zu Online-Banking-Daten oder Passwörtern für E-Mail-Konten verschaffen können.

Wieder darauf reingefallen: 

Einer Computernutzerin aus dem Rhein-Neckar-Kreis ist es dieser Tage ähnlich ergangen. Sie erhielt einen Anruf eines Microsoft-Support-Call-Mitarbeiters und daraufhin die Fernwartungssoftware heruntergeladen. Ihre Kreditkarten gab sie dem unbekannten Anrufer durch und legte eine Überweisung für die geforderte Servicepauschale von 65 Euro einer Bank, deren Schwerpunkt auf dem internationalen Zahlungsverkehr bereit. Zum Glück führte die Frau die Überweisung nicht durchgeführt, da die Bank ihr verdächtig vorkam.

Nach Erkenntnissen der Fahnder dürften die Täter aus dem Ausland, vermutlich vom asiatischen Raum aus in ganz Deutschland sogar weltweit agieren.

Die Polizei Mannheim warnt vor solch falschen Microsoft-Mitarbeitern und gibt Ratschläge, wie man sich in solch einer Situation verhalten sollte und wie man die Betrugsmasche am schnellsten erkennt: 

- Sollten Sie solche Anrufe erhalten, notieren Sie sich bitte die angezeigte Rufnummer auf dem Display des Telefons.

- Nicht auf die Forderungen des Anrufers eingehen und sofort das Telefonat beenden.

- Keine Installation von Software durchführen, zu der man am Telefon aufgefordert wird.

- Keine Konto- oder Kreditkartendaten herausgeben.

- Unterbrechen Sie die Internetverbindung ihres Computers.

- Zeigen Sie den Vorfall bei Ihrer nächsten Polizeidienststelle an.

Das Polizeipräsidium Mannheim hat bei der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg zur Bekämpfung der Computerkriminalität das Dezernat Cybercrime eingerichtet.

Personen, die Opfer dieser oder einer ähnlichen Betrugsmasche geworden sind, werden gebeten, sich zunächst mit der für ihren Wohnort zuständigen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

pol/nis

Quelle: Mannheim24

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