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Frankenthal: Polizei warnt vor Schockanrufe – so gehen die Betrüger vor

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Von: Sina Koch

Telefonbetrug
Mit einem üblen Trick versuchen Betrüger, Rentner am Telefon über Daten ihrer Rentenversicherung auszufragen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa © Karl-Josef Hildenbrand

Frankenthal - Weil eine ältere Frau an einen Anruf der „Staatsanwaltschaft“ glaubte, verliert sie um ein Haar 14.500 Euro: Die Mitarbeiterin der Bank informiert die Polizei.

Eine 78-jährige Kundin möchte am Dienstagmittag, den 9. Februar einen Betrag über 14.500 Euro für private Anschaffungen abheben. Die aufmerksame Mitarbeiterin der Bank in Bobenheim-Roxheim vermutet eine Betrugsmasche und alarmiert die Frankenthaler Polizei. So dreist gehen die Gauner vor!

Frankenthal: Polizei warnt vor Betrügern – Schockanrufe setzen Opfer emotional unter Druck

Die nichts-ahnende Seniorin gibt an, dass sie einen Anruf der „Staatsanwaltschaft“ erhielt und das Geld für ihren Enkel benötigt. Er sitze nach einem Verkehrsunfall in Haft und benötige den stattlichen Geldbetrag für die Kaution. Die Anrufer halten daraufhin das Telefonat über das Festnetztelefon, bis die Dame wieder nach Hause kommt und die Abbuchung der Summe bestätigt. Nachdem ihr die Polizei erklärt, dass es sich hierbei um einen bekannten Betrugsversuch handelt wird sie von den Polizisten nach Hause begleitet. Die unbekannten Täter waren zu diesem Zeitpunkt noch immer in der Leitung und bemerkten die Anwesenheit. Anschließend beenden die Beamten das Telefonat.

Die Polizei warnt vor Betrügern: So funktioniert die Masche der Täter

Bei sogenannten Schockanrufen fordern die Verbrecher hohe Geldbeträge, indem sie die Notlage eines Familienmitgliedes vortäuschen. Die Opfer stehen hierbei unter einem immensen emotionalen Druck, dass sie im Affekt das geforderte Geld ausbezahlen. Deshalb sollten sich Betroffene zunächst bei den örtlichen Behörden informieren, wenn ein vermeintlicher Justizangestellter, Polizist oder Mitarbeiter des Gesundheitsamts anruft. Dabei soll besonders darauf geachtet werden, die öffentlich bekannten Telefonnummern zu nutzen. Grundsätzlich gilt: Sei misstrauisch, wenn ein unbekannter Anrufer Dich mit einem beunruhigenden Sachverhalt konfrontiert und Geld fordert - Informiere im Zweifelsfall immer die Polizei. (pol/sik)

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