Film-Crew im Gespräch

Dreharbeiten zur Serie ‚Eden‘ – „Wir wollen niemandem die Augen öffnen“  

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Juliane Köhler und Dominik Moll während des Gesprächs am Set in Oftersheim.

Oftersheim - Die Serie ‚Eden‘ ist eine Herzensangelegenheit. Im Gespräch mit Regisseur Dominik Moll und den Hauptdarstellern verraten sie die Intention zur Serie:

In einem unbewohnten Haus in Oftersheim steht Juliane Köhler zusammen mit Wolfram Koch, ihrem ‚Serien-Ehemann‘, vor der Kamera. Es ist ein anstrengender Drehtag, den die beiden und viele andere Crew-Mitglieder am Mittwoch (30. Mai) bereits zur Hälfte hinter sich haben.

Um kurz nach 12 Uhr gibt es Mittagessen. Dann heißt es Aufatmen! Doch langes Ausruhen ist nicht drin – das Gespräch mit Journalisten steht noch an.

Regisseur Dominik Moll setzt sich mit seinem Teller direkt an den Pressetisch. Er möchte keine Zeit verlieren und sich bereits während des Essens den Fragen der Medien stellen. 

Auch Juliane Köhler gesellt sich bald zu der Runde. In der Serie spielt sie Silke, eine Lehrerin, die zusammen mit ihrem Ehemann und ihrem Sohn, einen jungen Geflüchteten aufnimmt.

Die Stimmung am Set ist freundschaftlich, ja fast schon familiär. „Fragen Sie mich, was ich von ihm halte“, sagt Köhler und zeigt auf Regisseur Dominik Moll. Ich finde ihn hervorragend.“ Das Schwierige sei es gewesen, die Feinheiten zu inszenieren. Das habe Moll sehr gut geschafft, so die 52-Jährige. Vor allem, weil er sehr genau wisse, was er will.

HEIDELBERG24 zu Gast bei den Dreharbeiten zur Serie „Eden“

Wenn die Realität zur brutalen Normalität wird

Moll grinst bescheiden. Es ist sein erster Dreh auf Deutsch. Der Halbfranzose hat seine berufliche Laufbahn in Frankreich eingeschlagen. Die Intention der Serie sei es nicht, „die Augen zu öffnen.“ Vielmehr wolle er zeigen, „dass es solche Geschichten auch unter uns gibt“. Der Drehort Oftersheim soll dabei als Beispiel für einen beliebigen Ort in Deutschland dienen – eben einen, mit dem sich der Zuschauer identifizieren kann.

In wenigen Tagen geht es für die Crew nach Griechenland. Dort wird unter anderem in einem Lager für Geflüchtete gedreht. „Wir wollen nicht voyeuristisch daherkommen“, so der Inszenator. Deshalb werden auch Teile der Auffangstation auf dem Gelände nachgestellt, um die Privatsphäre der Menschen nicht zu verletzen.  

Auch Wolfram Koch brennt für diese Produktion: „Es ist eben nicht alles prima. Der Zuschauer bekommt unterschiedliche Facetten zu sehen.“ Am meisten habe ihn die Realität getroffen, die er in der brutalen Normalität mitbekommen hat.

Wolfram Koch sitzt nachdenklich am Pressetisch.

Die aktuellen Reaktionen auf Flüchtlinge erschrecken ihn – vor allem die Naivität, gegenüber den Problemen dieser Menschen. Natürlich sei die erste Reaktion während der Flüchtlingswelle 2015 ebenfalls naiv gewesen. „Doch die erste Naivität war nicht die schlechteste.“

jab

Quelle: Mannheim24

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