Eine Panne mit Happy-End 

Nikolaus bleibt mit Schlitten in Pfalz liegen – Polizei reagiert sofort 

Laubb‰ume im Nadelwald
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Nikolaus bleibt mit seinem „Schlitten“ liegen – sofort eilt die Polizei zur Hilfe!

Der Nikolaus hat an seinem Tag, dem 6. Dezember, alle Hände voll zu tun. Da kann er sich eine Autopanne wirklich nicht leisten. Doch glücklicherweise ist die Polizei sofort zur Stelle! 

  • Nikolaus bleibt auf dem Weg zu einer Grundschule in Rheinland-Pfalz liegen 
  • Ein Polizist sieht den in Not geratenen Nikolaus und eilt ihm zur Hilfe 
  • Zum Dank gibt es ein süßes Erinnerungsfoto 

Am Freitag dem 6. Dezember ist der Nikolaus mit seinem „Schlitten“ auf dem Weg in eine Grundschule in Godelhausen. Dort warten die Schüler mit blankgeputzten Stiefeln schon sehnsüchtig auf ihn. Zwischen Etschberg und Theisbergstegen gibt der Nikolaus-Schlitten jedoch den Geist auf. Traurig über diese Panne malt sich der Nikolaus schon die enttäuschten Kindergesichter aus – als unverhofft Rettung naht! Ein Diensthundeführer des Polizeipräsidiums Westpfalz erspäht das Pannenfahrzeug schon von weitem. Wie groß ist jedoch seine Überraschung, als er den Nikolaus über die Motorhaube gebeugt sieht!

Auf die Schnelle und in dieser eisigen Kälte bekommen der Nikolaus und der Diensthundeführer den Schlitten leider nicht mehr flott, aber der Polizist hat sofort eine Idee. Da Eile geboten ist und Kinder am Nikolaustag keineswegs enttäuscht werden dürfen, handelt es sich ganz klar um einen Notfall. Sofort bietet der Polizist dem Nikolaus an, ihn zur Grundschule zu fahren. Der Beamte kutschiert den Nikolaus zur Schule in Godelhausen und wird dafür mit leuchtenden Kinderaugen belohnt. Zum Dank gibt es noch ein Erinnerungsfoto: Der Nikolaus und Polizeihundeführer mit Diensthund Dzuba. 

Am 6. Dezember sind Nikoläuse nicht nur mit ihrem Autos in der Pfalz unterwegs, sondern auch auf Motorrädern – und sammeln Spenden für den guten Zweck!

Nikolaustag am 6. Dezember: Wieso feiern wir das überhaupt? 

Der historische Nikolaus von Myra wurde zwischen 280 und 286 in Patara, in der heutigen Türkei geboren. Mit 19 Jahren wurde Nikolaus zum Bischof von Myra ernannt, wo kurz nach seiner Ernennung die Christenverfolgung durch Kaiser Galerius Valerius Maximinus begann. Der Überlieferung zufolge geriet auch Nikolaus in Gefangenschaft und wurde gefoltert. Er überlebte jedoch die Gefangenschaft und nahm am ersten ökumenischen Konzil der Kirchengeschichte – dem Konzil von Nizäa – im Jahr 325 teil. Der Todestag des Bischofs war ein 6. Dezember zwischen 345 und 351.

Heute zählt Nikolaus zu den meistverehrten Heiligen der Christenheit und gilt als Schutzpatron zahlreicher Orte, Gruppen und Berufe. Der Kult begann jedoch erst etwa 200 Jahre nach seinem Tod in Griechenland. Nikolaus wie er heute verehrt wird ist wahrscheinlich die Verschmelzung zweier historischer Personen: Des Bischofs vom Myra und des Abtes Nikolaus von Sion, der jedoch erst 564 starb.

Nikolaus als Geschenkebringer ist auf eine Legende zurückzuführen: Der Bischof soll eines Nachts an dem Haus einer mittellosen Familie vorbeigekommen sein. Die Familie war so arm, dass die drei Töchter ihr Geld als Prostituierte verdienen mussten. Damit die Frauen wieder auf den rechten Weg finden und heiraten konnten, soll der Bischof drei Goldklumpen durch das Fenster geworfen haben. Daher wird der Heilige in der Kunst oft mit drei goldenen Äpfeln oder Kugeln dargestellt. Vom historischen Nikolaus ist tatsächlich überliefert, das der Bischof sein Vermögen den Armen vermachte.  

Dass der Nikolaus ein guter Mann ist, beweist er auch am Nikolaustag 2018: In einem Rewe-Markt in Hessen wurde er zum Helden, indem er eine Schlägerei beendete.

Nikolaus: Woher kommt der Brauch mit den Stiefeln? 

Dass der Nikolaus Kinder beschenkt, hat seinen Ursprung im mittelalterlichen Bischofsspiel. An Klosterschulen wurde am 28. Dezember – dem Fest der unschuldigen Kinder – ein Schüler zum „Bischof“ ernannt. In Gewändern gehüllt, durfte die anderen Schüler, je nach ihrem Betragen, bestrafen oder belohnen. Später wurde dieser Tag auf den Nokolaustag am 6. Dezember gelegt. 

In früheren Jahrhunderten stellten Kinder nicht ihre Stiefel vor die Tür, sondern bastelten kleine Schiffe aus Papier, in die der Nikolaus seine Gaben legte. Einer Legende zufolge rettete Nikolaus in Not geratene Schiffsleute vor dem Tod, indem er einen schweren Sturm vertrieb. Wegen dieser Geschichte wurde Nikolaus zum Patron der Seefahrer – und das Schiff zu einem Attribut des Heiligen in der Kunst. Später ersetzte man die Schiffchen mit Stiefeln oder einem Gabenteller. 

Seit mehr als 50 Jahren schreiben Kinder „An den Nikolaus“ in dem kleinen Ort in der Gemeinde Großrosseln. Nach Angaben der Deutschen Post ist es das älteste Nikolauspostamt in Deutschland.

pol/kp

Quelle: Mannheim24

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