1. Ludwigshafen24
  2. Region

LAGA27: Nächste Landesgartenschau findet in Neustadt statt – „haben es geschafft“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Daniel Hagen

Kommentare

Blumen
Die Landesgartenschau findet 2027 in Neustadt an der Weinstraße statt. (Symbolfoto) © Boris Roessler/dpa

Neustadt - Alle vier Jahre findet die Landesgartenschau in Rheinland-Pfalz statt. Im Jahr 2027 geht es nach Neustadt an der Weinstraße.

Die Landesgartenschau in Rheinland-Pfalz findet wieder statt. Die Landesregierung beschloss am Dienstag in Mainz, die renommierte Veranstaltung im Jahr 2027 an Neustadt an der Weinstraße zu vergeben. Zuvor war die Landesgartenschau auch schon in Kaiserslautern (2000) und Landau (2015). Ausrichter in anderen Regionen waren bislang Trier (2004) und Bingen (2008). Zuletzt ist die LAGA wegen Corona und der Flutkatastrophe abgesagt worden..

StadtNeustadt an der Weinstraße
BundeslandRheinland-Pfalz
Fläche117,1 km²
Bevölkerung53.306 (31. Dez. 2020)
OberbürgermeisterMarc Weigel (FWG)

Landesgartenschau 2027 geht an Neustadt an der Weinstraße

„Die Entscheidung ist dem Ministerrat nicht leichtgefallen“, erklärten Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) mit Blick auf die weiteren fünf Bewerber Mainz, Speyer, Bendorf, die Südeifel mit Bitburg sowie die Mittelmosel rund um Traben-Trarbach und Bernkastel-Kues.

Diese erhielten viele gute Worte für ihre Konzepte, waren aber auch enttäuscht, die Chance auf neue Impulse für die eigene Entwicklung mit erheblichen Mitteln vom Land nicht nutzen zu können. Neustadt an der Weinstraße kann hingegen jubeln. „Wir haben es geschafft und die Freude ist riesig“, sagte Oberbürgermeister Marc Weigel.

Neustadt erhält Landesgartenschau wegen Bewerbungskonzept

Die Gartenschau bietet städtebaulich hervorragende Entwicklungschancen und werde Neustadt einen weiteren Schub geben. Das Bewerbungskonzept von Neustadt lege einen Schwerpunkt auf die Grün- und Aufenthaltsaufwertung, erklärte die Landesregierung zur Begründung ihrer Entscheidung.

Die Gartenschau solle „eine ökologische Aufwertung der Naturräume bei gleichzeitiger Schaffung sozialer Angebote durch Freizeit- und Naherholungsbereiche für unterstützungsbedürftige Stadtteile“ ermöglichen. Die Stadt hatte bei der Präsentation der Bewerber die Erschließung eines bisher nicht zugänglichen Deponiebergs hervorgehoben - dieser soll mit einem Rundumblick zum Mittelpunkt des Gartenschau-Areals werden.

Landrat enttäuscht wegen Vergabe der Landesgartenschau nach Neustadt

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) gratulierte Neustadt und sagte: „Ein bisschen traurig bin ich natürlich.“ Das Mainzer Konzept wandere nun aber nicht ins Archiv, sondern werde auf andere Weise umgesetzt. Eine Landesgartenschau ist übrigens die „kleine Schwester“ der Bundesgartenschau, die 2023 in Mannheim stattfindet. Dafür wird im Luisenpark schon fleißig gebaut.

Der Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Andreas Kruppert, erklärte: „Wir sind von dieser Entscheidung sehr enttäuscht und bedauern außerordentlich, dass das Land Rheinland-Pfalz die Chance nicht genutzt hat, gezielt einen Standort im ländlichen Raum mit einer Gartenschau zu fördern.“ (dh mit dpa)

Auch interessant

Kommentare