Burgen am Neckar

Bloß nicht abrutschen! Das „Schwalbennest“ 

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Seit etwa 1230 thront das Schwalbennest am Rand der Vierburgenstadt Neckarsteinach über dem Neckar.

Neckarsteinach – Allein aufgrund ihrer Lage eine der imposantesten Burgen im Neckartal: das „Schwalbennest“. Um die mittelalterliche Ruine ranken sich einige Legenden.  

Seit etwa 1230 thront die Burg Schadeck, besser bekannt als „Schwalbennest“, über den Buntsandsteinklippen der hessischen Vierburgenstadt Neckarsteinach. 

Entsprechend abenteuerlich ist der Anstieg zur Bergfeste, die vermutlich von Ulrich II., dem jüngsten Sohn Ulrichs I. von Steinach, als letzte der vier Burgen errichtet wurde. Wie auf einer Perlenkette aufgereiht sitzen die vier Burgen auf dem Berghang, der den Bach Steinach im Norden vom Neckar im Süden trennt.

Wer den Aufstieg vom Parkplatz am Fuße der Klippen auf sich nimmt, wird – am Schwalbennest angekommen – mit einem herrlichen Blick über das mittelalterliche Neckarsteinach, den gemächlich die Flussschleife auskostenden Neckar und den sanft ansteigenden Dilsberg auf der gegenüberliegenden Flussseite belohnt.

Über die Hinterburg zum Schwalbennest

Bevor der Weg sich entlang der Klippen durch den Wald zur Felsenburg schlängelt, passiert man unweigerlich eine weitere Ruine. Mit dem Bau der Hinterburg, auch Alt-Schadeck genannt, wurde um 1100 begonnen.

Fotos: Über die Hinterburg zum Schwalbennest

Von 1142 bis 1165 wird Bligger I. als Burgherr urkundlich erwähnt. Die Hinterburg diente den Edelfreien von Steinach bis zu deren Aussterben um 1270 als Stammburg. Bereits 1344 soll die Burg verlassen und verfallen gewesen sein. Weiter geht der Weg durch den Laubwald und entlang der durch ein Geländer gesicherten Klippen zum Schwalbennest. 

Der Bauherr musste ein großes Stück aus der Felsenwand herausbrechen lassen, um genügend Baufläche für die Burg zu erhalten. Der Name der Burg, „Schadeck“ (früher: „Schadheck“) bedeutet Schwalbennest. Von diesem Namen leitet sich auch der Name der Adelslinie Landschad von Steinach ab, zur Unterscheidung der damals noch bestehenden weiteren Linien der Herren von Steinach.

Der Aufgang zur Burg war ursprünglich über einen Serpentinenweg möglich und später über einen in den Fels geschlagenen Halsgraben. Der Aufgang über die Hinterburg nimmt sich heute bedeutend komfortabler aus. 

Über eine steile Holztreppe gelangt man vom Burghof in den Wehrgang. Hier bekommt man einen Eindruck davon, wie eng es auf dem Schwalbennest einmal zugegangen ist. Der Blick auf die Umgebung ist unschlagbar.

Inspiration für Dichter

Den französischen Dichter Victor Hugo inspirierte eine Reise durch das Neckartal im Jahr 1830 zum Gedicht „Heidelberg“, in dem Hugo einen Nachfahren Bliggers I. als „schrecklichen Edelmann und Raubritter“ verewigt: Bligger die Geißel. Hugo zufolge war „das ganze Tal von Heilbronn bis Heidelberg die Beute dieses Sperbers mit Menschengesicht.

Fazit: Ein Ausflug auf das Schwalbennest lohnt sich nicht nur für Burgenbegeisterte.

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Wo: Neckarsteinach

Parken: Direkt an der B45, unterhalb der Hinterburg. 

Aufgang über Serpentinenweg zur Hinterburg oder über die Mittelburg (weniger steil).

>>> Die schönsten Burgen im Neckartal

>>> Leben hinter Burgmauern – die Feste Dilsberg

rmx

Quelle: Mannheim24

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