Weil er ihr die Leber entfernt hatte

Chefarzt verurteilt: Patientin nach OP gestorben!

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Prozesstag am Landgericht Mosbach.

Mosbach – Weil er einer Patientin außerplanmäßig die halbe Leber entfernt hatte, steht ein Chirurg am Freitag vor dem Landgericht Mosbach. Die Anklage: Gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge.

Der 58-jährige Angeklagte war zum Zeitpunkt der OP im Juli 2012 Chefarzt in einem Krankenhaus in Buchen. Der Vorwurf: Die Entfernung der Leberhälfte beim Eingriff habe weder im OP-Plan gestanden, noch sei sie mit der Patientin abgesprochen gewesen. 

In der Anklage werden dem Arzt „grobe, aus objektiver Sicht nicht nachvollziehbare Fehler“ vorgeworfen. Die Operation verlief so dramatisch, dass die Frau ins Universitätsklinikum Mannheim verlegt werden musste. Dort starb sie wenige Tage später. 

Am Freitag fällt in Mannheim das Urteil: Zwei Jahre und neun Monate Haft für den ehemaligen Chefarzt entscheidet der Richter. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, es kann noch Revision eingelegt werden.

Zur Verhandlung am Freitag waren sechs Zeugen und ein Sachverständiger geladen.

Quelle: Mannheim24

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