Brandstifter-Prozess von Harthausen

Angeklagte (27) entschuldigt sich: "Es tut mir leid!"

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Die geständige Komplizin (27) mit ihrem Anwalt Jan Fritz. Sie verbirgt ihr Gesicht.

Frankenthal - Gemeinsam mit ihrem Ex-Freund (40) hat eine 27-Jährige das Feuer-Inferno von Harthausen verursacht! Sie hat alles gestanden – er schweigt. Der Prozess:

"Dieses schreckliche Geschehen wird mich mein Leben lang begleiten. Es tut mir leid!"

Zeigt sie sich wirklich reumütig oder will sie nur ihr Strafmaß lindern?

Die entschuldigenden Worte stammen von der Mitangeklagten im Prozess um die Gasexplosionen im pfälzischen Harthausen (bei Speyer) am 28. September 2013.   

Die 27-Jährige selbst hat am heutigen Montag im Landgericht Frankenthal aus einem Brief vorgelesen, den sie dem Bürgermeister von Harthausen geschrieben hat.

Nach Angaben ihres Anwalts Jan Fritz werde seine Mandantin ihr Geständnis aus dem Polizei-Verhör vor Gericht wiederholen: "Sie steht voll und ganz zu ihrer Aussage."

Die gesamte Anklage beruht im Grunde auf den Angaben der Ex-Freundin des Hauptangeklagten, die den mutmaßlichen Brandstifters Robert S. beschuldigt. Sie selbst war sich der Reichweite ihrer Tat nicht bewusst.

So dramatisch war die Gasexplosion von Harthausen!

Der 40-jährige Schrotthändler aus Mittelfranken soll vor einem Jahr auf dem Gelände eines Flüssiggasversorgers mit Hilfe der Geständigen drei Lastwagen angezündet haben. Es kam zu mehreren Explosionen, 17 Feuerwehrmänner wurden teils schwer verletzt, zahlreiche Häuser beschädigt. Schaden rund zehn Millionen Euro (wir berichteten).

Feige versteckt der Hauptangeklagte Robert S. (40) sein Gesicht unter der Kapuze.

Laut Anklage wollte Robert S. eine auf dem Gelände schlafende Frau und deren Vater töten. Diese Frau soll seine Ex-Freundin und frühere Geschäftspartnerin gewesen sein. Er schweigt zu den Vorwürfen.

Es geht neben schwerer Brandstiftung auch um versuchten Mord!

Der Hauptangeklagte soll die Familie über Facebook bedroht haben, weil er im März 2013 aus der Firma entlassen wurde.

Prozess wird fortgesetzt.

dpa/pek

Quelle: Mannheim24

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