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Ausgetrocknete Flüsse, städtische Wärmeinseln und Änderungen in der Forstwirtschaft – der Klimawandel soll sich besonders auf den Südwesten auswirken (Symbolbild). 

Studie zu Klimawandel

Baden-Württemberg besonders von Erderwärmung betroffen 

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Mannheim/Heidelberg – Besonders die Rheinebene und Städte entlang des Neckars sollen zukünftig von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein – so das Ergebnis einer Studie. 

Laut einer Studie führt die Zunahme der Erderwärmung zu Problemen bei der Energieversorgung im Südwesten. Dies geht aus einer am Freitag in Berlin veröffentlichen Erhebung hervor, die die Grünen-Bundestagsfraktion in Auftrag gegeben hat. In Baden-Württemberg haben demnach besonders die Menschen in der Rheinebene und in den Städten entlang des Neckars mit deutlich höheren Durchschnittstemperaturen zu rechnen.

Dort sind punktuell Probleme für die Energieversorgung zu erwarten, da sich erwärmtes Flusswasser schlecht als Kühlwasser für Kraftwerke eignet. Ein Sprecher von Umweltminister Franz Untersteller in Stuttgart sagt, das zeige, wie wichtig es sei, auf erneuerbare Energien zu setzen. Anders als konventionelle Kraftwerke müssten Photovoltaikanlagen oder Windparks nicht abgekühlt werden.

Auswirkungen 

In Großstädten mit dichter Bebauung und hohem Verkehrsaufkommen entstehen laut Studie im Sommer zunehmend sogenannte Wärmeinseln. Der Temperaturunterschied zwischen Innenstadt und Umland kann dabei bis zu zehn Grad Celsius betragen. Das kann zu gesundheitlichen Belastungen vor allem für ältere Menschen führen.

Die steigenden Temperaturen wirken sich auch auf die Vegetation aus. Nach Angaben des Landwirtschaftsministerium ist die Fichte der Verlierer der steigenden Temperaturen. Sie sollte deshalb nicht mehr im Neckartal angepflanzt werden. Sie brauche Nordhänge und Höhenlagen. Künftig müsse bei Neupflanzungen sehr stark auf den Standort geachtet werden. Anstelle der Fichte wird nun verstärkt bei den Nadelbäumen auf die Tanne gesetzt, so der Sprecher.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur im Südwesten sei von acht Grad im Jahr 1900 auf heute über neun Grad angestiegen, erklärt Unterstellers Sprecher weiter. Die Sommer im Land fielen trockener aus als früher, dafür hätten die Niederschläge im Winter bis zu 35 Prozent zugenommen.

dpa/lin 

Quelle: Mannheim24

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