Luisenpark und Heidelberger Zoo

Peta-Anzeige wegen verstümmelter Vögel: Das sagt die Staatsanwaltschaft!

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Flamingos im Luisenpark.

Mannheim - PETA erhebt im letzten Jahr schwere Vorwürfe: Flamingos und weitere Vögel sollen in Luisenpark und Heidelberger Zoo chirurgisch flugunfähig gemacht werden. Nun sind die Ermittlungen beendet:

Die Tierschützer werfen im November 2017 20 Zoos und Tierparks vor,  eine „systematische Verstümmelung von Vögeln“ zum Beispiel an Flamingos, Pelikanen oder Gänsen vorzunehmen, um diese flugunfähig zu machen. 

Auch der Heidelberger Zoo und der Luisenpark stehen im Verdacht. Um der Sache auf den Grund zu gehen, zieht die Staatsanwaltschaft Mannheim das Veterinäramt zu Rate. 

Dieses stellt fest, dass die insgesamt 50 Flamingos im Luisenpark 1985, 1997 und 1998 über den Zoohandel in bereits chirurgisch kupiertem Zustand erworben wurden.

Insoweit steht der strafrechtlichen Verfolgung einer entgegen dem Verbot der durchgeführten Amputation, die seit Jahren eingetretene Verjährung entgegen“, so die Staatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung.

„Die bei uns gezeigten Vögel mit kupierten Flügeln sind entweder zu einer Zeit kupiert worden, zu der dies rechtlich noch zulässig war, es sind also Vögel aus dem sogenannten Altbestand , oder solche, die in diesem Zustand erworben wurden“, erklärt der Luisenpark bereits am 9. November 2017 gegenüber MANNHEIM24.

Pelikane im Luisenpark.

Sonstige Maßnahmen zur Verhinderung des Fliegens, etwa durch Beschneiden der Schwungfedern, würden im Luisenpark nicht praktiziert. Allein das Halten der Flamingos stelle keine Verursachung erheblichen Leidens dar.

Ähnliches habe auch die Staatsanwaltschaft Heidelberg im Verfahren gegen den örtlichen Zoo entschieden, erzählt Sprecher Dr. Tim Haaf. Sie hätten sogar vom Einleiten eines Ermittlungsverfahrens abgesehen.

Es liege keine Tierschutzverletzung im Sinne der Gesetzgebung vor: „Die Vögel sind keinem erheblichen oder länger andauernden Leiden ausgesetzt“, so Haaf.

Dies führe man darauf zurück, dass die Flamingos nicht unbedingt fliegen können müssen, um sich frei entfalten zu können.

pm/gs

Quelle: Mannheim24

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