Mit der Polizei nach Hause

Zu aufmüpfig! Über ein Dutzend Flüchtlinge erhalten Stadtverbot

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Minderjährige Flüchtlinge in einem Kinder- und Jugendhilfezentrum in Karlsruhe.

Mannheim - Jugendamt und Polizei machen kurzen Prozess. Zumindest mit dem besonders renitenten Anteil der unbegleiteten Geflüchteten. Manche der Jugendliche haben nun Stadtverbot:

Zurzeit leben 14 unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA) im Benjamin-Franklin-Village. Seit Dezember ist sie eine Bleibe für besonders aufmüpfige Geflüchtete. 

Mittlerweile herrscht dort Fluktuation – die einen kommen, die anderen gehen. Aber manche kehren auch wieder zurück. Zwölf Jugendliche haben inzwischen Aufenthaltsverbot. Sie dürfen keinen Fuß mehr nach Mannheim setzen.

Hilferuf ans Innenministerium

Doch von Beginn: Bereits im letzten Jahr machen mehrere jugendliche Geflüchtete von sich Reden. Sie werden straffällig, zerstören die Einrichtung und erkennen keine Respektspersonen an. Jugendamt, Jugendsozialarbeiter und Polizei sind mit ihrem Latein am Ende. Oberbürgermeister Peter Kurz formuliert einen Hilferuf ans Innenministerium.

Umzug ins Village

Als Übergangslösung folgt Dezember 2017 der Umzug von neun UMAs ins Benjamin-Franklin-Village. Zwischenzeitlich gibt es Zu- und Wegzug. „Seit Februar haben wir 14 Jugendliche auf die Kommunen verteilt“, informiert Pressesprecherin Beate Klehr-Merkl von der Stadt Mannheim im Gespräch mit MANNHEIM24.

Stadtverbot für Jugendliche

Von diesen seien jedoch einige immer wieder nach Mannheim zurückgekehrt – manche sogar ins Village. Deswegen hätten zwölf von ihnen mittlerweile Aufenthaltsverbot. Sobald sie in die Quadratestadt zurückkehren, würden sie mit der Polizei wieder in die für sie zuständige Kommune oder eine Einrichtung außerhalb Mannheims.

Verteilung auf Kommunen

Von den verbleibenden Jugendlichen sei bei zehn bereits eine Verteilung auf die Kommunen vorgesehen. Bei den restlichen vier suche man eine bundesweite Lösung in einer intensiv-pädagogischen Einrichtung. „Bis jetzt ist es noch ein langer Weg, der einen langen Atem kostet“, so Klehr-Merkl. Dennoch sei es ihr wichtig „nicht die ganze Gruppe in einen Topf zu werfen.“ 

Denn ein „ganz großer Teil“ benehme sich sehr vorbildlich und versuche sich aktiv zu integrieren. Dabei spreche sie von 90 Prozent der insgesamt 204 UMAs in Mannheim.

gs 

Quelle: Mannheim24

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