Nach Krisengespräch in Collini-Center

Streit um Skandal-Song: Stadt steht zu Naidoo und den Söhnen!

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Mannheim - Nach Statements von Xavier Naidoo und den Söhnen Mannheims bezieht nun auch die Stadt Mannheim nach dem Krisengespräch zwischen OB Kurz und den Musikern Stellung.

Am Montagabend kommt es im Collini-Center zum Treffen zwischen der Stadtspitze und den Söhnen Mannheims um Xavier Naidoo. 

Grund: Der skandalträchtige Song „Marionetten“ auf dem neuen Album „MannHeim“ der Pop-Band! Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) hatte Aufklärung über „antistaatliche Aussagen“ der Gruppe gefordert.

Die folgte nun am Dienstagmorgen per Statement auf den Facebook-Seiten sowohl von Xavier Naidoo als auch den Söhnen Mannheims.

>>> „Bewusst überzeichnet“ – Naidoo verteidigt Skandal-Song

Naidoo (45) verteidigt zwar die Zeilen und bezeichnet den Text als „eine zugespitzte Zustandsbeschreibung gesellschaftlicher Strömungen, also um die Beobachtung bestimmter Stimmungen, Auffassungen und Entwicklungen“, die „bewusst überzeichnet“ sei – gleichzeitig räumt der Soul-Sänger ein, dass dies „missverständlich gewesen sein“ mag. 

Der 45-jährige Musiker betont in dem Statement, er selbst und die Söhne Mannheims stünden „für eine offene, freiheitliche, liberale und demokratische Gesellschaft, in der viele Kulturen gemeinsam zusammenleben und in der es allen Menschen möglichst gut geht“. In der Stellungnahme der Söhne Mannheims heißt es: „Wir verurteilen insbesondere die Vereinnahmung unserer Musik durch Feinde der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit und bekräftigen die Freiheit der Kunst und Meinungsäußerung.

Gegen genau jene Inanspruchnahme von Bewegungen wie den Reichsbürgern, die die Existenz des deutschen Staates verneinen und sich gegen die Werte des Grundgesetzes stellen, will die Stadt Mannheim aktiv vorgehen – und forderte ‚klare Kante‘ von den Musikern, mit denen man seit Jahren eng zusammenarbeitet (Popakademie, 200-jähriges Fahrradjubiläum).

Die Mannheimer Erklärung zum Zusammenleben in Vielfalt, die über 200 Institutionen in Mannheim tragen, verweist deshalb auf die Grenzen der Toleranz, wenn sich ‚Einzelne, Gruppen, Institutionen und Strukturen in ihrer Haltung und ihrem Handeln gegen die Werte unseres Grundgesetzes richten‘. Das gestrige Gespräch ist ein Beleg, dass die Söhne Mannheims diese Überzeugung teilen“, heißt es in der Erklärung der Stadt. 

Die Erklärung der Künstler verdeutliche es, „dass die Söhne der Inanspruchnahme durch demokratiefeindliche Rechtspopulisten widersprechen und sich zum Grundgesetz und zur Mannheimer Erklärung bekennen.

>>> „Hurensöhne Mannheims“: Böhmermann-Parodie auf Naidoo

>>> „Marionetten“: DAS ist der umstrittene Text!

rob

Quelle: Mannheim24

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