Gemeinsam gegen Jugendkriminalität

Haus des Jugendrechts in Mannheim eröffnet

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Justizminister Rainer Stickelberg (links), OB Peter Kurz (mitte) und Innenminister Reinhold Gall (rechts) eröffnen das Haus des Jugendrechts in Mannheim

Mannheim-Schwetzingerstadt - Am Montag ist es soweit: Das Haus des Jugendrechts Mannheim wird offiziell eröffnet. Künftig wird hier gemeinschaftlich gegen Jugendkriminalität gearbeitet.

Oberbürgermeister Peter Kurz, Justizminister Rainer Stickelberg und Innenminister Reinhold Gall begrüßen, gemeinsam mit Vertretern von Landtag, Justiz und Polizei, am Montagmorgen zur offiziellen Eröffnung des

Haus des Jugendrechts

Haus des Jugendrechts in der Heinrich-Lanz-Straße

Nach Stuttgart-Bad Cannstatt (1999) und Pforzheim (2012) ist das Haus des Jugendrechts in Mannheim die dritte Einrichtung dieser Art in Baden-Württemberg. 

In den Einrichtungen arbeiten alle Institutionen unter einem Dach, die an Jugendstrafverfahren beteiligt sind. Durch die enge Zusammenarbeit und die kurzen Wege zwischen den beteiligten Organisationen können Verfahren beschleunigt und individuell auf jugendliche Straftäter eingegangen werden.

Grundlage für die Zusammenarbeit in Mannheim bildet eine Rahmenvereinbarung der Staatsanwaltschaft Mannheim, des Polizeipräsidiums Mannheim und der Stadt Mannheim. Die Zuständigkeit ist in diesem Fall das Stadtgebiet Mannheim mit rund 300.000 Einwohnern. Inhaltlich sind grundsätzlich alle Straftaten und Ordnungswidrigkeiten von in Mannheim wohnenden Personen unter 18 von Bedeutung. Besonders ist, dass auch strafunmündige Kinder unter 14 Beachtung finden.

Passendes Graffiti im Innenhof des Hauses des Jugendrechts

Seit 2011 feilt die Arbeitsgruppe zum Thema Haus des Jugendrechte intensiv an der Umsetzung, Ende 2014 entsteht dann der Kooperationsvertrag. Bereits seit Januar kann in den frisch renovierten Räumen die Arbeit aufgenommen werden.

OB Peter Kurz betont die Wichtigkeit des Hauses des Jugendrechts für die Stadt. Es gelte, vor allem Schwellen- und Intensivtäter möglichst schnell zu erkennen und kriminellen Zügen entgegenzuwirken.  „Mit dem Haus des Jugendrechts können wir nun noch effizienter auf Jugenddelinquenz in unserer Stadt reagieren.“, so Kurz.

Justizminister Rainer Stickelberg hebt auch den Erfolg der bereits bestehenden Häuser des Jugendrechts hervor und freut sich, dass Mannheim sich hat anstecken lassen.

„Es geht hier nicht allein um Sicherheitsaspekte. Die Zukunft der straffälligen Jugendlichen steht auf dem Spiel“, betont er.

Zukünftig sind deswegen auch eine verbesserte Zusammenarbeit mit Schulen, offener Jugendarbeit und dem Jugendschutz geplant.

Innenminister Reinhold Gall findet lobende Worte für Oberbürgermeister Kurz, der die Intiative ergriffen und das Thema eines Haus des Jugendrechts in Mannheim intensiv angeregt hat.

Nicht nur die Straftat an sich, sondern auch der Mensch müsse berücksichtigt werden, erklärt er. 

So werden in der neuen Einrichtung verschiedene Konzeptionen von der Sanktion bis zur persönlichkeitsentwickelnden Maßnahme optimal aufeinander abgestimmt.

Eine Kooperation mit dem Haus des Jugendrechts Ludwigshafen werde in Zukunft auch stattfinden, so Gall.

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kab

Quelle: Mannheim24

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