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(v. l. n. r.) Marco Hagemann (Sport-Kommentator), Michael Schade (Geschäftsführer Bayer Leverkusen), Dr. Rainer Koch (DFB-Vizepräsident), Peter Hofmann (Präsident TSG Hoffenheim), Prof. Dr. Jens Wüstemann (Präsident Mannheim Business School).

Podiumsdiskussion an der Uni Mannheim

„Die Zukunft des Fußballs liegt bei Investoren“

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Mannheim - Zum dritten Mal findet an der Uni Mannheim die Podiumsdiskussion ‚Fußball & Wirtschaft‘  statt. Thema der prominenten Runde ist die wirtschaftliche Kraft der Bundesliga.

Es ist eine Meldung, die Fußball-Romantiker deutschlandweit aufgeschreckt hat: Die englische Premier League wird durch einen TV-Vertrag von 2016 bis 2019 etwa neun Milliarden Euro einnehmen. Im Vergleich dazu nimmt die deutsche Bundesliga aktuell eine Summe von zwei Milliarden Euro ein.

Dies ist eines der Themen, die auf der Podiumsdiskussion am Montagabend an der Uni Mannheim diskutiert werden. Die Teilnehmer der Runde sind Michael Schade (Geschäftsführer von Bayer 04 Leverkusen),Dr. Rainer Koch (DFB Vizepräsident), Peter Hofmann (Präsident TSG Hoffenheim) und Professor Dr. Jens Wüstemann (Präsident der Mannheimer Business School). Durch die Diskussion, die bereits zum dritten Mal vom Mannheim Finance & Controlling Club organisiert wird, führt Fußballkommentator Marco Hagemann.

Wettbewerbsverzerrung in England

Unter dem Motto „Fußball & Wirtschaft“ wird der Fokus in der Runde schnell auf den bereits angesprochenen TV-Vertrag in England gelenkt. „Das ist schon eine krasse Wettbewerbsverzerrung in England. Wir müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um konkurrenzfähig zu bleiben“, sagt Michael Schade, der vor allem in der internationalen Vermarktung Chancen für die Bundesliga sieht.

Investoren unabdingbar

Was Investoren im Fußball angeht, ist sich die Runde weitestgehend einig, dass das Modell wie in England, wo viele Vereine in der Hand von  ,allmächtigen‘ Gönnern aus dem arabischen oder osteuropäischen Raum sind, in Deutschland so nicht tragfähig ist. Dennoch ist der grundsätzliche Tenor, dass Investoren wie beispielsweise bei der TSG Hoffenheim Dietmar Hopp unabdingbar sind. 

„Die Zukunft des Fußballs liegt bei Investoren“ meint TSG-Präsident Peter Hofmann, der darauf hinweist, dass Mäzen Dietmar Hopp ab Juli 2015 aufgrund seiner seit zwanzig Jahren anhaltenden Investitionen 96 Prozent der Vereinansanteile hält. Ein Weg, den auch Vereine wie Hertha BSC oder Bayern München gehen, deren Anteile sich auf mehrere verschiedene Sponsoren wie zum Beispiel Adidas verteilen.

Zudem wird immer wieder auf die DFB-Regularien verwiesen, die eine Situation wie in England vermeiden. Schließlich wurden zum Beispiel beim Verein Cardiff City auf Wunsch des dort tätigen Investors aus Malaysia die Vereinsfarben geändert. In Deutschland ist solch eine Aktion rechtlich nicht möglich.

Produkt Bundesliga boomt

Die Premier League enteilt zwar von den Zahlen her der Bundesliga immer mehr, doch auch aufgrund des deutschen WM-Titels 2014 erlebt Deutschlands höchste Spielklasse einen enormen Aufschwung. „Die Bundesliga hat langfristig das beste Paket. Sie ist aktuell so attraktiv, dass so viele Spitzenspieler in Deutschland bleiben wie nie zuvor“, so Michael Schade, der auch die hohen Zuschauerzahlen in den Bundesliga-Stadien positiv hervorhebt.

Kleiner Wermutstropfen für alle Fans der TSG Hoffenheim: Bezüglich eines Verbleibes von Mittelfeld-Star Roberto Firmino macht sich Peter Hofmann keine Hoffnung. „Roberto Firmino werden wir nicht halten können. Wir müssen einen Spieler seiner Klasse abgeben, wenn wir eine positive Bilanz schreiben wollen“, so Hofmann.

Auch wenn sich das Produkt Bundesliga wirtschaftlich im Aufschwung befindet, werden ihr also wohl doch nicht alle Spitzenspieler treu bleiben.

nwo

Quelle: Mannheim24

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