Spektakuläre Wende

Vergewaltigung am Wasserturm: Täuschte ‚Opfer‘ alles vor?

+
Ist der sexuelle Übergriff am Wasserturm vom vermeintlichen Opfer frei erfunden worden?

Mannheim-Oststadt - Neue Wendung im Fall der Vergewaltigung am Wasserturm: Womöglich wurde der sexuelle Übergriff vom 41-jährigen ‚Opfer‘ frei erfunden. Die Fakten:

In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Polizeipräsidium Mannheim am Donnerstag, dass das Sexualverbrechen im Herzen Mannheims von dem vermeintlichen Opfer (41) möglicherweise vorgetäuscht wurde.

So lautet das vorläufige Ergebnis der vierzehnköpfigen Ermittlungsgruppe „Wasserturm“ des Dezernats Sexualdelikte der Kripo Mannheim nach zehntägiger intensiver Ermittlungsarbeit.

Kripo auf Spurensuche am Wasserturm

Die 41-jährige Frau meldet sich am Montag, 18. Januar, bei der Polizei und gibt an, am Sonntagabend, 17. Januar, Opfer einer Vergewaltigung in unmittelbarer Nähe des Wasserturms geworden zu sein. Ein Unbekannter soll sie während eines Spaziergangs zwischen 20 Uhr und 20:30 Uhr auf eine Parkbank unter einem Laubengang gestoßen und unter vorgehaltenem Messer vergewaltigt haben.

Die Polizei startet einen Zeugenaufruf, ermittelt mit einem detaillierten Phantombild des vermeintlichen Vergewaltigers. Vier Zeugen sollen nach Angaben der 41-Jährigen direkt an ihnen vorbeigegangen und die Tat beobachtet, aber womöglich nicht als solche eingeordnet haben. 

Die Aussagen der 41-Jährigen wurden zunächst nicht in Zweifel gezogen.

Über 100 Hinweise aus der Bevölkerung werden in den nächsten zehn Tagen entgegengenommen. Unter anderem wurde damit begonnen, 60 Jacken, die der beschriebenen Täterjacke gleichen und bereits aufgrund einer Spende an Flüchtlinge im Patrick-Henry-Village in Heidelberg ausgegeben waren, zu überprüfen.

Alles nur erfunden?

Im Laufe der intensiven Ermittlungsarbeiten ergeben sich jedoch immer mehr Widersprüche beim von der 41-jährigen geschilderten, zeitlichen Ablauf des Verbrechens.

Wesentliche Teile ihrer Angaben waren mit objektiv festgestellten Umständen nicht in Einklang zu bringen. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen spricht daher einiges dafür, dass die angezeigte Tat nicht stattgefunden hat“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium.

Wegen des Anfangsverdachts des Vortäuschens einer Straftat wurden strafrechtliche Ermittlungen gegen die 41-Jährige aufgenommen. 

Im Falle einer Verurteilung drohen ihr eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.

StA/pol/rob

Quelle: Mannheim24

Meistgelesen

Wegen Geld: Unbekannter packt Teenager (19) am Hals!

Wegen Geld: Unbekannter packt Teenager (19) am Hals!

1. Mannheimer Bierfest: SO war der erste Abend!

1. Mannheimer Bierfest: SO war der erste Abend!

Dianas Bruder: Hinter den Beerdigungsfotos steckt eine Lüge

Dianas Bruder: Hinter den Beerdigungsfotos steckt eine Lüge

Mit diesen Waschmaschinen-Tipps vermeiden Sie müffelige Wäsche

Mit diesen Waschmaschinen-Tipps vermeiden Sie müffelige Wäsche

Völlig behämmert: Die Welt lacht über diese Räuberbande

Völlig behämmert: Die Welt lacht über diese Räuberbande

Von Mähmaschine erdrückt: 13-Jähriger stirbt

Von Mähmaschine erdrückt: 13-Jähriger stirbt

Kommentare