Tiefstkälte-Therapie

Minus 110 Grad! Der coolste Ort der Metropolregion

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In der Mannheimer Praxis für Tiefkältetherapie gehen Patienten und Sportler in eine -110 Grad kalte Kältekammer.

Mannheim – Das ist garantiert der coolste Ort der Metropolregion! Die weit und breit einzige Tiefstkältekammer mit ihren eisigen -110 Grad zur Behandlung von Patienten und Sportlern.

Als stünde ich nackt auf dem Mount Everest!

So beschreibt Patient Christoph Hammel das Gefühl, wenn er aus der arktischen Kältekammer mit unglaublichen -110 Grad kommt. Der Landwirt hat Bandscheiben-Probleme, leidet unter gefährlichen Atemaussetzern (Schlafabnoe).

Weil ich schlecht schlafe, bin ich tagsüber aufgrund der mangelnden Sauerstoffsättigung matt und müde. Jede Sitzung steigert mein mentales Wohlbefinden. Und durch die gleichmäßige Durchblutung wird mein Schmerzempfinden abgeschwächt“, erklärt der Landwirt. „Ich fühle mich so voll Sauerstoff, dass es für die ganze Nacht reicht...

Die Anlage in der neuen „Physio -110° Grad – Praxis für Tiefstkältetherapie“ von Thomas Uhrig (50) und Lorenz Schellhammer (36) ist die erste und einzige in der gesamten Metropolregion – eine von nur dreien mit Patientenfreigabe deutschlandweit (Bad Selbing und Münster).

Für MANNHEIM24 ist Kult-Triathlet und zweifach Zürich-Ironman-Sieger Alex Taubert (45) in die Kammer gestiegen.

Minus 110 Grad! Der coolste Ort der Metropolregion

Und so funktioniert´s:

Nach Anamnese, Vitalwerte-Check und Wärmebildaufnahme zieht sich der Patient um. Bei der Ganzkörperkältetherapie (GKKT) durchläuft der nur mit Badehose, Ohren- und Mundschutz sowie Handschuhen und Schuhen bekleidete Patient drei Kammern (je rund sechs Quadratmeter). 

In den beiden ‚Vorräumen‘ herrschen Temperaturen von rund -10 bzw. -60 Grad, verbleibt der Patient für zehn bzw. 20 Sekunden. Von Raum zu Raum wird der Luft die Feuchtigkeit entzogen und die Haut getrocknet, damit die Kälte von -110 Grad im eigentlichen Therapieraum als angenehm empfunden wird – für ein bis vier Minuten.

Nach der Prozedur checkt Schellhammer mit einem Wärmebildscanner erneut den Körper ab: Gleichmäßige Wärmeverteilung ist ein gutes Zeichen, entzündete Stellen sind wärmer und werden Rot angezeigt.

Anschließend folgt je nach Bedarf eine Ruhephase oder (eher bei Sportlern) eine Phase der Mobilisierung. Zum Schluss füllt man einen Fragebogen zum Schmerzempfinden aus.

Mit Video-Kameras und Sprechanlage überwacht Diplom-Sportökonom und Sporttherapeut Lorenz Schellhammer (Ex-Bahnrad-Fahrer) die drei Kammern, erkundigt sich ständig nach dem Wohlbefinden. Für den noch nie eingetretenen ‚Ernstfall‘ ist eine Not-Tür eingebaut.

Für eine nachhaltigen Behandlungserfolg sind in der Regel zwischen vier und zwölf Behandlungen notwendig. Die Kosten sind abhängig von der Anzahl der Sitzungen, werden bei Privatpatienten teils übernommen. 

Was bringt´s?

Der Kältereiz verteilt sich aufs ganze Nervensystem, hilft bei chronischen Erkrankungen, Schmerzen, Entzündungen, Rheuma und Hautkrankheiten (etwa Schuppenflechte oder Neurodermitis). Aber auch zur Behandlung von Schlafstörungen, Burnout-Symptomen oder bei Depressionen. 

Die durch Studien nachgewiesene Wirksamkeit der Therapie kann sogar zur Reduzierung von Medikamenten beitragen. Auch die Rehabilitation nach einer OP wird gefördert.

Unser Körper wir durch den extremen Kältereiz gekräftigt, da er sich immer wieder aufs Neue auf ihn einstellen und mit ihm fertig werden muss. Eine sehr intensive Erfahrung, eine starke körperliche und psychische Stimulation“, so Lorenz Schellhammer.

Und Physiotherapeut und Heilpraktiker Thomas Uhrig ergänzt: „Die Tiefstkältetherapie führt zu Reaktionen im zentralen Nervensystem. Die Aktivität von Schmerzsensoren nimmt ab. Der gesamte Stoffwechsel wird stimuliert und die Versorgung der Muskulatur mit Sauerstoff verbessert.

Deshalb dient sie auch zur Leistungssteigerung im Sport, wird von Alex Taubert eingesetzt. „Meine Regenerationszeiten haben sich verkürzt und ich konnte eine Leistungssteigerung von drei bis 18 Prozent feststellen“, so der Triathlet. „Wenn ich aus der Kammer komme, bin habe ich einen Energie-Kick, will sofort Laufen gehen.

Uhrig und Schellhammer nutzen die 250.000 Euro teuere Anlage übrigens oft selbst, „um zwischendrin einfach mal einen kühlen Kopf zu bewahren“ – im buchstäblichen Sinne.

Übrigens: Am 16. Januar (8 bis 18 Uhr) steigt in der Spezial-Praxis im Facharztzentrum Collinistraße 11 der Tag der offenen Tür. Weitere Infos unter www.physio-110.de.

kp/pek

Quelle: Mannheim24

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